#15 Wofür brenne ich?

Shownotes

Muss man nach dem Abi schon wissen, wo es beruflich hingehen soll? In dieser Folge sprechen wir mit Dennis über einen Karriereweg, der alles andere als geradlinig verlief. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell „die eine Leidenschaft“ zu finden, sondern darum, Dinge auszuprobieren, Chancen zu nutzen und herauszufinden, was wirklich zu einem passt.

🔎 Themen der Folge:

  • Muss man nach dem Abi schon einen Plan haben?
  • Wie Orientierung durch Ausprobieren entsteht
  • Zufälle und Chancen im eigenen Karriereweg
  • Wie aus Interesse echte Begeisterung werden kann
  • Anerkennung, Neugier und Motivation
  • Umwege als Teil der beruflichen Entwicklung
  • Wann man bei einem Thema bleiben sollte
  • Wie sich Karriereziele mit der Zeit verändern
  • Muss man überhaupt „die eine Leidenschaft“ finden?

Feedback, Fragen und Wünsche: podcast@sva.de

Transkript anzeigen

00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Spotlight On After School, eurem Podcast für echte Einblicke in Studium Ausbildung und Beruf.

00:00:12: Herzlich Willkommen zur Oktoberfolge!

00:00:14: Ja die Blätter werden langsam braun und fallen herunter aber wir sitzen hier braun gebrannt und erholt nach unserem Urlaub.

00:00:25: Guten Morgen Valentin.

00:00:26: Guten Morgen Jan genau wenn ihr die folge hört Jann und ich, gerade erst im Urlaub.

00:00:31: Ich in der Türkei.

00:00:32: Jann wo warst du?

00:00:33: Erfohrte Ventura.

00:00:35: Hoffentlich haben wir uns keinen Sonnenbrand geholt.

00:00:37: Ich hoffendlich nicht!

00:00:39: Ja aber heute soll es nicht um den Urlaub gehen sondern darum was man nach der Schule macht.

00:00:44: Hattet ihr nach eurem Abi schon einen Plan?

00:00:46: Jan und ich haben es ja in der ersten Folge schon mal erzählt.

00:00:50: also mein plan war ja eigentlich irgendwas mit Maschinenbau zu machen weil ich sehr autoaffin bin und meinen Vater dann gesagt weil sein Arbeitgeber da so langsam den Bach runter ging macht doch was mit IT, ist ein sichere Bank.

00:01:02: War also nicht die erste Lösung?

00:01:04: Aber mein Studium war dann sehr straightforward!

00:01:06: Janu wie war das bei dir?

00:01:07: Ja ich habe lang geschwankt zwischen Musik machen und irgendwas mit Informatik studieren und naja... Wie man ja sieht wird es eine Wirtschaftsinformatik und bin hier gelandet und hab' die große Ehre mit ihrem Podcast machen zu dürfen aber muss natürlich sagen so was in Musik kann man auch hobbymäßig machen.

00:01:23: Also ist jetzt nicht so als ob das aus meinem Leben gegangen wäre.

00:01:26: Genau Aber ganz weg von der Streaming-Form.

00:01:29: bis jetzt nicht, weil du hast ja ein Podcast.

00:01:31: Genau!

00:01:31: Wir sehen ein Podcast, das stimmt.

00:01:34: Aber heute soll es nicht um unseren Karriereweg gehen sondern um einen, der nicht ganz so straight forward war leide ich einfach mal ein und zwar wir sind hier mit Dennis.

00:01:43: Guten Morgen Dennis.

00:01:44: Ja

00:01:45: guten Morgen ihr beiden

00:01:47: Dennis.

00:01:47: wie geht's dir?

00:01:48: Und was hast Du gemacht nach Mabbi?

00:01:51: Viel gechillt Stimmt nicht ganz.

00:01:54: Also ich bin Dennis, hallo?

00:01:57: Und nach dem Abi habe ich tatsächlich relativ straightforward meinen Studium begonnen.

00:02:04: Davor habe ich erst mal noch mit meinem Informatik-Lehrer damals gesprochen und gefragt hier Herr Seger wie sieht es aus?

00:02:09: was soll ich machen?

00:02:10: Ich würde gern Lehrer werden hat er gesagt ne mach man nicht Lehrer verdienst du nicht so viel.

00:02:14: gehen wir in die Wirtschaft.

00:02:15: Mach mal IT Du bist gut in Informatika.

00:02:18: dann habe ich irgendwie angefangen zu studieren, aber halt nicht Informatik.

00:02:23: Sondern ja, hab noch so versucht meinen Weg zu finden bei der Bundesagentur für Arbeit tatsächlich.

00:02:31: Da bin ich einmal hinschlawinert!

00:02:34: Bevor wir uns gleich genauer auf deinen Weg konzentrieren möchten wir dir die Signature Frage sowie allen Podcast-Gästen stellen Und zwar, deine Story wird in der New York Times veröffentlicht.

00:02:46: Wie lautet deine Schlagzeile?

00:02:48: Ja meine Schlagzeit lautet Tausend Sasser hat eine neue Idee.

00:02:54: Wer ist Tausendsasser?

00:02:55: Ich!

00:02:58: Genau

00:02:59: ja.

00:03:01: ich würde sagen ich bin sehr vielfältig habe ganz viele Ideen und ganz viele Hobbys bin vielseitig interessiert hab einfach So Bock auf alles, was mir so in die Finger kommt.

00:03:11: Versuche ich mich irgendwie reinzuwurschteln und starte dann auch direkt meistens mit ... Wenn ich eine Idee habe, starte ich durch.

00:03:20: Mittlerweile ziehe ich auch durch!

00:03:22: Das war nicht immer so.

00:03:25: Ob du wirklich deine Ideen durchziehst sehen wir ja bestimmt im Laufe der Folge?

00:03:28: Genau da kommen wir glaube ich immer drauf zurück.

00:03:30: Ich bin gespannt.

00:03:33: Ich wüsste den Spannungsbogen!

00:03:34: Der Spannungssprich?

00:03:34: Ich bin gespannt, das ist die Haarspitze wie ein chinesischer Langbogen.

00:03:40: Erzähl noch mal kurz, wie lange bist du schon in der SVA und was ist deine aktuelle Position?

00:03:45: Ja ich bin seit zwölf Jahren bei SVA, genau habe angefangen als Werkstudent und meine aktuelle position heißt Kompetenz-Centerleiter Agilität und DevOpskultur.

00:03:59: Okay darfst du gleich auch nochmal erklären was genau das bedeutet?

00:04:04: Wir haben ja schon erfahren irgendwie, du kurz vom Abi ihr fragst was kann ich machen?

00:04:08: Dann heißt mach mal Informatik und du machst es nicht.

00:04:12: Führ das bitte nochmal aus.

00:04:14: wie bist du dann zur Agentur für Arbeit gekommen und was hast du denn studiert?

00:04:18: Ich glaube das hast du noch nicht erwähnt.

00:04:19: Was ist nach deinem Abi so passiert?

00:04:21: Ja wie gesagt ich hatte mit Herrn Seger da damals gesprochen Liebe Grüße gehen raus Und der sagt halt mach Informatika.

00:04:30: Das hat sich irgendwie nicht so richtig angefühlt.

00:04:32: Und ich wusste auch ehrlich gesagt, nicht so wirklich.

00:04:35: was ich machen soll war komplett auch ein bisschen verstrahlter viel gezockt und irgendwie war es mir auch so'n bisschen egal muss ich ehrlich gestehen.

00:04:44: Dann bin ich halt zur Bundesagentur für Arbeit schlawinert weil die halt auch bei uns in der Schule waren und haben sich da kurz mal vorgestellt.

00:04:51: dann habe ich da einen komischen Beratungstermin dafür einbaut.

00:04:54: Es war so turned out, keine Ahnung ging eine Stunde... Aber so die Quintessenz war, sie können gut bezahlen.

00:05:02: Studieren Sie doch Wirtschaft?

00:05:04: Und dann habe ich mich irgendwie für Wirtschaftswissenschaften eingetragen, also immer tricoliert und hab dann irgendwie angefangen Wirtschaftswirtschaft zu studieren.

00:05:13: aber ehrlich gesagt auch da war kein größerer Plan dahinter.

00:05:16: das war so.

00:05:16: Hauptsache Ich konnte den Leuten erzählen was ich so mache und meinen Eltern ich studiere etwas Cooles oder ich studier etwas und das hatte jetzt keine war kein Masterplan oder so.

00:05:26: Ich will irgendwann mal Hedgefondsmanager werden, irgendwie sowas und brauche dafür dieses Studium.

00:05:32: das war mehr so.

00:05:33: mit Wirtschaftswissenschaften habe ich sehr viele Möglichkeiten.

00:05:36: es steht mir nach wie vor alles offen.

00:05:39: obviously jetzt bin ich in der IT genau also ich kann sehr viele Bereiche tuschieren und danach mich weiterentwickeln.

00:05:49: hat es Druck damals was zu machen?

00:05:52: Also Was zu studieren, Ausbildung?

00:05:54: Irgendwas zu machen nach dem Abi.

00:05:56: Oder bist du da reingestolpert oder haben deine Eltern einfach von dir erwartet ... Du bist jetzt fertig jung und musst was machen!

00:06:02: Du hättest ja auch noch ein Jahr weiter chillen können.

00:06:04: Du warst ja planlos und dir war's egal jetzt mal übertrieben gesagt.

00:06:08: Ja das stimmt nee also so ein bisschen Druck hatte ich schon aber halt irgendwie etwas zu machen.

00:06:14: Also ich war zwar verstrahlt aber ich wollte schon irgendwie dieses Ich nenn das mal so Base Game laufen haben.

00:06:22: Als ich in der Schule war, hab ich auch viel gezockt und mir war auch vieles egal.

00:06:26: Trotzdem nicht schlecht in der Schule aber da war Schule.

00:06:29: Das ist das Base Game die Basis auf der ich gelebt habe sozusagen.

00:06:33: Jetzt brauchte ich ja irgendwie ein neues Base Game.

00:06:36: Ich brauche eine neue Basis, auf der leben kann.

00:06:38: Die heißt halt Studium.

00:06:40: Was auch immer ich dann studiert hab ... Das war nicht egal, aber mit Wirtschaftswissenschaften konnte ich halt nicht viel kaputt machen.

00:06:48: Ich hatte schon irgendwie so ein bisschen den Druck, eine neue Heimat zu finden und die neue Heimat heißt Studium ... Aber ich wollte mich überhaupt nicht festlegen, ja auch schon gesagt, ich hatte gar keinen Masterplan oder nichts Großes, was ich machen will oder wo ich hinwill.

00:07:04: Ich brauchte ne neue sichere Bank irgendwie.

00:07:09: Hast du damals der Agentur für Arbeit?

00:07:11: Einfach blind vertraut?

00:07:12: oder hast du selbst überlegt, ob Vivi zu dir passt?

00:07:14: Oder hast du ja die Beratungsfrau hat das gesagt.

00:07:18: Mache ich halt Vivi... Es

00:07:20: war eine Mischung aus beidem.

00:07:21: also die beratungs Frau hat gesagt machen sie Wirtschaftswissenschaften.

00:07:24: Ich konnte damals mit Wissenschaften nicht so viel anfangen und ich wusste auch bis zum fünften Semester nicht dass ich Wissenschaft studiere und nicht Wirtschaft.

00:07:31: aber das ist nur ne Side Note.

00:07:36: Also wollte auch offen bleiben.

00:07:38: Ich wollte mich halt nicht festlegen Bei Vivi, wenn ich Lehramt studiere ist klar was ich in vierzig Jahren mache wahrscheinlich Lehrer.

00:07:48: Wie war das dann so im ersten zweiten Semester wo man die ersten Kurse hat und merkt oh das ist jetzt etwas für mich oder vielleicht doch nicht?

00:07:56: War gar nicht so ehrlich gesagt.

00:07:57: also ich würde jetzt ganz anders studieren als ich damals studiert habe.

00:08:00: Ich hab halt einfach in den ersten Kursen das waren so Tasks Das war im Prinzip wie Geschichtsunterricht.

00:08:07: Da merke ich auch nicht, ist das was für mich oder nicht?

00:08:09: Musste halt machen!

00:08:10: Und so war es im Studium auch... Ach ja?

00:08:13: Also ich hab halt keine Ahnung.

00:08:14: da ist halt irgendwie Mikroökonomie, Makroökonomie Buchführung und irgendwie sowas musste halt machen.

00:08:20: Auch das irgendwie ein bisschen schade muss man ehrlich sagen weil ich mich also da habe ich halt der Titel des Podcasts da hab' ich irgendwie nicht für gebrannt.

00:08:30: Also das war jetzt nicht so die Flamme wo ich mich richtig Tag und Nacht reingefuchst hab, sondern das war halt so.

00:08:38: ich lerne einmal wie man irgendwie ne weiß ich nicht die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung.

00:08:45: Und ich kann irgendwie soll an haben buchen was weiß ich so?

00:08:50: Und dann liefer' ich das einmal in der Klausur ab haken dran fertig.

00:08:53: Das ist total schade weil heute wäre es manchmal sinnvoll das Wissen wieder zu haben und ich weiß dass ich's hatte.

00:09:01: oder ja Ich meine, ich habe ja auch Wirtschaftswissenschaften studiert.

00:09:06: Wir sind alle irgendwie Teil der Wirtschaft und manchmal wird es mich auch voll interessieren oder ich würde voll gern herleiten können.

00:09:12: keine Ahnung die EZB senkt den Leitzins.

00:09:17: welche Auswirkungen hat das auf Immobilienpreise?

00:09:19: Keine Ahnung man!

00:09:22: Erst mal googeln

00:09:23: Ja ohne Scheiße erst mal KI fragen

00:09:26: Jetzt hast du ja damals Wirtschaftswissenschaften angefangen weil's ziemlich breit gefächert war und du sehr viel danach machen kannst.

00:09:32: Und heute wissen wir ja, du bist in der IT.

00:09:35: Warum hast Du?

00:09:37: Wo du ja gesagt hast, ich nenne es einfach mal während dem Studium das Ganze aufgenommen aber nicht in deiner Freizeit vertieft dich mit Immobilien oder whatever Marktanalyse beschäftigt?

00:09:52: Wie hast du den Drang zur IT gefunden und warum hast du nicht einfach gesagt okay ich merke da ich was mit IT machen will Ich werfe es nochmal über einen Haufen Fachinformatiker, angewandte Informatik whatever.

00:10:06: Ehrlich gesagt das kommt auch so ein bisschen aus der Kindheit.

00:10:09: und da hand mich meine... Da haben meine Eltern so einen kleinen Teil zu beigetragen.

00:10:16: Sie haben nämlich nicht gefördert, dass ich irgendwas mit Informatik mache ... Als Kind wollte ich schon programmieren lernen damals dieses ganz fancy HTML.

00:10:26: Wow!

00:10:26: Topmodern?

00:10:27: Genau.

00:10:27: und da war ich, ging mal an, um sieben oder acht oder neun oder irgendwie in der Größenordnung auf jeden Fall.

00:10:33: Und dann haben wir den Eltern aber gesagt es ist ein bisschen zu schwer also das wie eine neue Sprache als würdest du jetzt Spanisch lernen wollen und wenn du das gut können, das dauert einfach zu komplexen.

00:10:42: Also, das geht nicht so.

00:10:44: Kannst du nicht ohne weiteres Lernen?

00:10:45: Das ist zu schwer für

00:10:46: dich.".

00:10:47: Und es wollte ich als Kind schon immer machen ... Raus nach

00:10:50: der TML-Lehrer!

00:10:51: Genau.

00:10:52: Dann hatte ich ja Herrn Seger in der Oberstufe Informatik.

00:10:55: Fand ich mega geil.

00:10:58: Das war das, wo ich mich reingefuchst hab und irgendwie Tag und Nacht dann damals Delphi, okay alles klar mit Delphie irgendwie Programme rumgebaut hat

00:11:07: usw.,

00:11:08: fand ich ganz spannend.

00:11:11: War halt sozusagen die Krone dessen, war dann EDV, also elektronische Datenverarbeitung.

00:11:18: Ein Modul in meinem Wirtschaftswissenschaften-Studium habe ich mich übelst mit beschäftigt.

00:11:23: Da haben wir irgendwie PHP programmieren gelernt und uns mit Datenbanken modellierungen usw.

00:11:28: beschäftigt.

00:11:29: Und ja da waren auf jeden Fall so eins zwei Semester wo ich irgendwie So gefühlt Tag und Nacht mich mit PHP Skripten, Datenbanken.

00:11:41: Ich habe so viele Anwendungen gebaut in der Zeit Ultrafiel damit beschäftigt.

00:11:47: einfach Ja und irgendwie ist es so Bin ich so dahin geflossen war dann an diesem Lehrstuhl hab dort Tutorien gehalten Hab Klausuren gestellt obwohl ich nicht dafür bekommen.

00:11:59: also keine keine Note kein Geld oder so.

00:12:02: ich hatte einfach Irgendwie so ein Ding.

00:12:07: Das hat einfach Spaß gemacht?

00:12:08: Ja, übel!

00:12:10: Also der Hang zu IT war schon irgendwie immer da gewesen.

00:12:13: So ein bisschen ja aber wie gesagt aus einer Zurückhaltung in der Kindheit wurde ich sozusagen zurückgehalten.

00:12:19: Ich mach dann meinen Eltern keinen Vorwurf oder so ist vielleicht für was gut es ist wie einen Spannungsbogen aufbauen und irgendwann war dann so jetzt habe ich Informatikunterricht und jetzt bin nicht mehr zu jung Weiß ich nicht um die Sprache zu lernen, sondern krass.

00:12:33: mir erklärt jetzt jemand wie PAP funktioniert und wie Datenbanken funktionieren.

00:12:37: ach du scheiße hier geht eine neue Welt auf das eigentlich die welt.

00:12:39: Auf dich voll Bock hatte genau dass so das eine das andere ist.

00:12:43: IT ist natürlich immer so das fancy gewesen so da kommt.

00:12:46: also damals war ja nicht irgendwie ein kein richtiges thema aber da war es.

00:12:50: das ist IT war immer scheinig zauberstaub hat geblinkt war super krass Und ich wollte eigentlich immer bei den shiny coolen Zauberstoppsachen dabei sein.

00:12:59: Ich hatte da richtig Bock drauf, vorne dabei zu sein und deswegen wollte ich mich auch auf jeden Fall damit beschäftigen.

00:13:07: Bist du durch diese Faszination dann auch zur SVA gekommen?

00:13:13: Nee, eigentlich nicht!

00:13:15: Das war ein etwas anderer Weg... Es waren nämlich eine Karrieremesse an der Uni wie man das als Wirtschaftswissenschaftler so macht.

00:13:28: Natürlich hab ich irgendwie viel in EDV und an Lehrstuhl-Wirtschaftsinformatik gemacht

00:13:32: usw.,

00:13:33: aber auch noch in meinem Hirn, in meinem Jugendlichen.

00:13:35: Leicht sind gar nicht verknüpft mit.

00:13:37: Das könnte ich ja beruflich machen.

00:13:39: Ich habe halt Wirtschaftswissenschaften studiert.

00:13:41: Und was macht man da?

00:13:42: Man geht zu dem Blick vor!

00:13:44: Bei der Jobmesse stand ich in der Schlange bei einem dieser vier Unternehmen.

00:13:48: Die ging einmal quer durch den ganzen Raum, rechts und links standen irgendwie siebzig andere Unternehmen für die hat sich kein Mensch interessiert Und ich war so anstelle zwarhundertdreienfünfzig, weiß ich nicht.

00:13:57: Aber sehr weit hinten und irgendwann klopfte mir halt einer von diesen Unternehmen an der Seite.

00:14:03: Klopfte mich halt auf die Schulter und sagte hey jetzt mal unter uns gesagt, die können noch gar nichts da.

00:14:09: Die großen Jungs kommen doch immer zu uns!

00:14:11: Ich hatte eh Zeitstress.

00:14:12: Ich hatte keine Zeit noch die ganze Schlange abzuwarten.

00:14:16: Da hab' ich gedacht ok komm dann drück mir deine Kassette ins Ohr und dann gehe ich mein Tutorium halten.

00:14:21: Ja... Jetzt bin ich hier.

00:14:24: Okay, das heißt einer von SVA kommt klopft ihr auf die Schulter erzählt dir was und du sagst geil mach ich.

00:14:30: Genau so sieht es aus fast.

00:14:33: Ich war natürlich auch wieder verstrahlt.

00:14:35: in dem Moment War ich habe damals als Werkstudent an bei einem Drogeriemarkt an der Kasse gearbeitet Und hab da Sachen rüber gezogen von A nach B und dann dachte ich ah ja dann also Die sagten praktisch mal an die E-Mail-Liste ein, dann sieht unser Chef das wir was gemacht haben.

00:14:53: Hab ich mich eingetragen und eine Mail bekommen, sollte da mein Lebenslauf hinschicken?

00:14:58: Genau!

00:14:59: Mein Lebenslauf hingeschickt, dann wurde ich zu einem Bewerbertag eingeladen zum IT-Unternehmen.

00:15:03: Dann dachte ich, oh mein Gott... Ich weiß nicht mehr, was in der IP-Adresse ist.

00:15:06: Was soll ich bei einem IT Unternehmen?

00:15:08: Aber egal, lass mal dahin gehen.

00:15:10: Ja, dann war ich plötzlich bei SVA beim Bewerpertag so mit fünfzehn anderen.

00:15:18: Dreizehn Informatikstudenten, mein bester Kumpel und ich.

00:15:22: Wir haben meinen besten Kumpeln und ich, wir wurden halt genommen ... Und die anderen dreizehn nicht.

00:15:27: So bin ich irgendwie zur SVA gestolpert.

00:15:29: Also es war wirklich... Da war kein Plan dahinter.

00:15:32: Es war mehr so eine Opportunität oder das eine Möglichkeit?

00:15:37: Na ja komm!

00:15:38: Bei einem IT-Laden zu arbeiten ist immerhin besser als an der Kasse Piep zu machen.

00:15:46: Okay, das heißt du bist als Wirtschaftswissenschaftler mit IT-Bezug dann auf einmal in die SVA reingestäubert?

00:15:51: Genau.

00:15:52: Was hast Du denn gemacht?

00:15:53: also wie sah dein erstes Jahr an der SVA aus?

00:15:58: Also ich würde noch gerne ergänzen warum ich zur SVA gekommen oder warum ich glaube genommen worden zu sein einfach weil ich den Spieltrieb hatte oder weil ich so Bock hatte mich damit zu beschäftigen.

00:16:09: Ich habe keine Ahnung aber ich haus mir trotzdem auf meine Platte drauf Genau.

00:16:16: Was habe ich dann gemacht im ersten Jahr?

00:16:18: Ich bin in ein Team gekommen, was IBM Software bei Kunden installiert hat und beraten und konfiguriert usw.

00:16:30: Und ja das war natürlich relativ schwierig weil ich sollte der Software installieren und wie gesagt so viel Ahnung hatte ich dann am Ende doch gar nicht!

00:16:41: Doppelklick

00:16:41: auf die Datei ging nicht.

00:16:44: Ich musste irgendwelche JDBC Sachen eintragen, da sind IP-Adressen... Da waren irgendwie ein Datenbankserver und also das waren ganz viele verschiedene Sachen wo ich dachte so oh mein Gott hier hört meine Welt auf!

00:16:57: Also ich habe mich viel interessiert aber das war ultra komplex.

00:17:04: Da musste ich mich dann halt so ein bisschen behaupten und würde auch sehr viel Credits, auch an zwei Kollegen geben wollen.

00:17:13: Also an Sarah meine damalige Führungskraft die quasi immer einfach dran geglaubt hat.

00:17:17: So Junge du kannst das!

00:17:18: Du bist gut, behalt deine neue Gier usw.. Und Michael der quasi ja eins-zwei mal die Woche aus Düsseldorf nach Wiesbaden gefahren kam und hatten wir tatsächlich dann so'n bisschen... Ein bisschen wie so ein Papa, der hat sich da hingesaugt.

00:17:33: Guck mal, ich zeig dir das jetzt mal!

00:17:38: Und zusammen habt ihr dann die IBM Software erfolgreich installiert und der Start bei der SVA verlief erfolgreich?

00:17:46: Absolut, genau.

00:17:47: Quarten geschult, aufgebaut, Pre-Sales gemacht usw.

00:17:54: Wie ging es denn weiter für dich?

00:17:56: also du warst ja sehr interessiert an der neuen Welt zumindest die Sarah das von dir behauptet Und ich kenne dich ja, du bleibst nicht bei einer Idee hängen.

00:18:07: Was war die nächste Inspiration für Tausend Wasser?

00:18:11: Ja genau!

00:18:12: Der Tausendsasser brauchte irgendwann einen neuen Impuls und in dieser IBM Software gab es so ein Framework.

00:18:20: Das war wie so ein Projektmanagement-Tool nenn ich's mal.

00:18:24: So was man heute Gira nennen würde war das von IBM oder es gibt auch immer noch von IBM... Und da gab's ein Framework, das heißt Scrum.

00:18:33: Und irgendwie war dann so ... Auch Michael kannte sich nicht so gut ins Scrum-Mouse und sagte ja, das ist eine Arbeitsweise und ich weiß auch nicht genau.

00:18:43: Dann gab es einen oder zwei Kunden, die danach gefragt haben aber haben uns gar nicht richtig gesehen in dem Umfeld.

00:18:50: Ja, dann dachte ich so ah, das is cool!

00:18:53: Hab mir ein paar Blocks durchgelesen, fand es total shiny, voll geil.

00:18:57: Es hat mich komplett angezündet.

00:18:59: Und dann bin ich halt irgendwie zur SVA und hab gesagt, ich würde gern wissen was dieses Scrum ist.

00:19:04: Und will so eine Scrum-Schulung besuchen... ...und dann habe ich halt so ne Scrum Schulung

00:19:08: gesucht.".

00:19:09: Das heißt für dich war ein Scrum der blinkende Zauberstaub nachdem du gesucht

00:19:13: hast?

00:19:13: Ja genau das war eben so.

00:19:14: Dann

00:19:15: magst Du vielleicht mal kurz erklären für alle die es nicht kennen, die kein IT Background haben oder wie Du eben bevor Du durch diese IBM Framework da drauf gestoßen bist.. Was is Scrum?

00:19:26: Kurz gut sagt!

00:19:27: Scrum ist ein Vorgehensmodell, quasi ein Framework.

00:19:31: Da werden ein paar Spielregeln sozusagen abgebildet wie Entwicklungsteams miteinander arbeiten.

00:19:38: also es gibt feste definierte Meetings, es gibt feste definierte Rollen also ein Scrum Mastern Product ohne einen Developer und genau auch feste defineerte Artefakte so was man wie man zusammenarbeitet oder was man erzeugt.

00:19:55: Genau, und das ganze Framework ist quasi eingebettet in agiler Arbeitsweisen.

00:20:00: Also dass man eben nicht drei Jahre einen Plan erstellt die nächsten drei Jahre irgendwas entwickelt und dem Kunden nach sehr langer Zeit ein Produkt hinstellt sondern Instagram macht man ihm das den kurzen Interationen nennen wir das, also in kurzen Zeitzyklen von einer Woche zwei Wochen oder vier Wochen um so quasi ganz schnell dem Kunden was zu zeigen Feedback zu bekommen anzupassen vielleicht zu verwerfen und so weiter.

00:20:25: Das geht quasi bei den langsam großen Dingen nicht wenn man sehr lange plant genau.

00:20:31: Das heißt Grum ist eine Arbeitsweise für die Softwareentwicklung primär Die damals so ein DAS-Ding war um halt schnell auf Änderungen reagieren zu können und neue Funktionen zu implementieren.

00:20:42: Genau, das kommt damals aus der Softwareentwicklung.

00:20:45: Das haben zwischenzeitlich auch viele andere Abteilung mal gemacht also ich war schon bei der Stadtbibliothek in Frankfurt oder Marketing Team

00:20:56: usw.,

00:20:57: aber ja im Prinzip es kommt aus der softwareentwickling und aus der schnellen Entwicklungszyklen daher.

00:21:03: Danke für den kleinen Scrum-Exkurs!

00:21:06: Was hat Scrum?

00:21:08: Damals, du hast ja dann die Schulung besucht und was dann?

00:21:12: In deinem Team von den Unwissen Scrummenschen der Wissendescrum-Mensch.

00:21:17: Was hat Scrum damals in dir ausgelöst?

00:21:19: Hat das einfach nur deine blinken Funkelstaubneronen aktiviert?

00:21:23: oder hast du gemerkt, dass ist das Ding, das möchte ich machen.

00:21:27: Das hat auf jeden Fall meine blinkenden Neuronen aktiviert, weil ich war ja in der SVA der einzige mehr oder weniger.

00:21:35: Der ist mal eine Scrum-Schulung besucht und war dann damit irgendwie ganz vorne dabei.

00:21:42: Zumindest einmal in der SVA nicht in der agilen Welt allgemein aber so.

00:21:46: Und das fand ich total cool und bereichernd und ich hatte da voll Bock auf diese ganze neue Arbeitsweise, die ich ja erst da neu kennengelernt habe.

00:21:55: Wie gesagt sie war jetzt nicht am Markt generell neu aber gut vor zwölf Jahren War Scrum auf jeden Fall Nicht so offen absteigenden ast oder so sondern es waren schon halbding und auf den halbzug bin Ich irgendwie auch voll aufgestiegen und das hat mich irgendwie gepackt und ich hatte so Bock.

00:22:13: also ich war in dieser Schulung und ich hatte so Bock, wie ich damals als kleines Kind HTML lernen wollte oder dann mehr Datenbanken irgendwie aus den Fingern gezogen habe im Studium.

00:22:24: So hatte ich voll Bock einfach in einem Scrum-Teamer zu arbeiten und das was ich da gelernt hatte und was mich so angezündet hat auch einfach mal so richtig Hands on in der Praxis zu erleben.

00:22:34: War das alles?

00:22:35: Oder kam das alles aus intrinsicher Motivation oder auch ein bisschen vielleicht das Gefühl von Anerkennung innerhalb SVA-Teams.

00:22:45: Man ist der Einzige, der sowas kann?

00:22:51: Eine schwere Frage!

00:22:53: Also ich glaube... Ich bin irgendwie gerne vorne dabei und ich bin gerne irgendwo der Erste oder so, der irgendetwas Neues startet.

00:23:07: Das würde ich schon bezeichnen.

00:23:10: Der Teil kam sozusagen aus mir heraus.

00:23:14: Ja, ja.

00:23:17: Aber so Lob und Anerkennung macht auch schon was mit so einem jungen Studenten oder?

00:23:21: Hundert

00:23:21: Prozent genau!

00:23:23: Also... Klar, zu dem Zeitpunkt habe ich ja noch keinen Scrum-Projekt oder so erfolgreich umgesetzt.

00:23:28: Da gab es auch kein Lob für meine super krassen Scrum Fähigkeiten die ich ja gar nicht hatte.

00:23:34: Zwei Tage durfte eine Schulung besucht.

00:23:36: cool aber ich hab halt in diesem IBM Software Kontext viel Lob bekommen.

00:23:42: Aber ansonsten bis dahin war erst mal keine agilen Lobesündern sondern das ist was Neues.

00:23:48: und ich hab Bock ich will was machen ich will durchziehen ich will umsetzen.

00:23:53: Jetzt hatte ich ja deine intrinsische Motivation Richtung Scrum gezogen und du wolltest unbedingt was machen.

00:23:59: Wie du gerade gesagt hast, gab einfach nix!

00:24:03: Hat sich das dann noch ergeben?

00:24:05: Konntest du denn der Scrum-Mensch

00:24:07: werden?!

00:24:08: Ja, ich habe einen etwas ungerlanden Weg gewählt.

00:24:12: Ich hatte ja voll Bock und es gab aber keine Projekte und deswegen habe ich einfach in der SVA gesagt hey Leute ich bin der krasseste Scrum Master auf Erden.

00:24:22: so ich kann das alles super gut Stabil behauptet.

00:24:28: Einfach mal diese Behauptung in den Raum geworfen, würde ich nicht empfehlen aber hab' ich halt getan.

00:24:33: E-Mail an alle geschickt?

00:24:35: So zu sagen.

00:24:36: Ich habe einfach jedem erzählt es ist voll geil und ich kann das voll gut und so... Und irgendwann kam dann tatsächlich meine heutige Chefin Sarah und kam auf mich.

00:24:46: so meinte er da ist so ein Projekt die suchenden Scrum Master und dann sage ich ja geil let's go!

00:24:52: Ich fahr dahin Äh, genau.

00:24:56: Aber das ist übrigens in Bratislava so ... In der Slowakei echt so.

00:25:01: ah!

00:25:02: Ja, muss ich halt noch mal mit zu Hause abklären?

00:25:04: Mit meiner Partnerin kurz abgeklärt.

00:25:06: Das war dann wirklich eine Entscheidung von zwei Tagen, wo man da mal kurz in sich gehen muss.

00:25:11: So geht es Beziehungen, Alltag, Vereinen, Verpflichtung irgendwie... Ich hab zwar keine Kinder aber trotzdem eben weitest ein Sinne Freunde Familie und so weiter.

00:25:20: Leute besuchen Genau.

00:25:22: Ein, zwei Tage Zeit dafür.

00:25:23: entschieden mache ich let's go.

00:25:25: und so war ich dann ein Jahr ungefähr im Bratislava als Scrum Master musste dort natürlich komplett abliefern weil die haben ja einen Scrum-Master der was kann gekauft.

00:25:38: Der war ich ja nicht aber Ich musste im Prinzip dem Kunden einfach nur in Schritt voraus sein.

00:25:45: also habe ich mich quasi gut auf den ersten Termin vorbereitet bin da leicht schwitzend rausgegangen, habe aber abgeliefert und performt.

00:25:54: Hab mich abends irgendwie wieder ins Apartment gesetzt und hab den nächsten Tag vorbereitet weil ich muss sehr quasi wie gesagt immer nur einen ein Meeting voraus sein was mein Wissensstand angeht oder auch meine Souveränität.

00:26:07: Also hat es dann tägliche Sprintzyklen und Nachbreitung.

00:26:10: Ich

00:26:10: kann zu dir nicht ausdenken, ich war bis abends irgendwie am YouTube gucken und Blogs durchlesen und habe mit Leuten telefoniert.

00:26:17: so wie mache ich eine scheiß Sprintplanung?

00:26:20: Was sind Storypoints?

00:26:22: Wie funktioniert das alles was sowieso Planning Poke?

00:26:24: aber machen wir den ganzen Käse Und haben mir das halt als jeden Abend Stunden lang So, wie ich halt auch im Studium jeden Abend PAP programmiert hab.

00:26:34: Und so was habe ich mich halt da dann jeden Abend hingehockt und hab mir alle die Herausforderungen für den nächsten Tag oder für die Woche, also das, was du ansteht, halt ... ja, so reingepfiffen, so.

00:26:51: Genau!

00:26:52: Wie würdest du dein Scrum-Projekt in der ersten Erfahrung als Scrum Master in drei Worten beschreiben?

00:26:58: Leerreich... Geil.

00:27:07: Und ja, es ist kein Attektiv aber irgendwie so Team-Teaming oder so, das war ein sehr cooles Team was wir da zusammen hatten.

00:27:18: Das heißt du hast dir sehr viel mitgenommen aus der Zeit?

00:27:20: Hast die ersten Praxiserfahrungen gesammelt?

00:27:23: Gab's da einen Moment in diesem Jahr wo du dort warst, wo du gesagt hast okay dass jetzt die Bestätigung Scrum!

00:27:30: Die agile Welt das is mein Ding Oder war das mehr ein Verlauf?

00:27:34: Es gab eigentlich nicht den einen Moment, sondern es war eher so ein... Ich fühl mich sicherer oder ich fühle mich immer sicherer.

00:27:45: Je mehr Datenpunkte man aus einem Themenfeld hat desto eher kann man ja auch adaptieren und sagen okay jetzt also gibt mir jetzt irgendein Problem im agilen Kontext und das habe ich halt wirklich innerhalb von einem Tag drauf.

00:27:58: Das am Anfang noch deutlich schwieriger weil man viel weniger weiß in dem Gesamtkontext.

00:28:02: Deswegen, das war eher so ein Verlauf.

00:28:04: Aber mit zunehmender Zeit fühlt man sich dann irgendwie sicherer, kennt die Leute, merkt auch okay ich fall gar nicht auf als Noob und das ist auch ganz wichtig.

00:28:15: Das was ich tue erzeugt auch Wirkung.

00:28:18: also... Das ist auch wichtig.

00:28:20: Nicht nur ich entwickeln mich weiter und mache das aus eigenen Interessen, sondern deswegen hatte ich gerade Team gesagt.

00:28:27: Das Team hat sich wirklich zu einem Team geformt und die Arbeitsweise hat sich etabliert.

00:28:32: Wir haben wirklich Agil gearbeitet.

00:28:34: Es war wirklich so Agil wie man es eigentlich heute kaum noch sieht, würde ich

00:28:39: fast sagen!

00:28:39: Wie es in Buche steht?

00:28:40: Wie du es dir nach Dreieck empfehlen hast.

00:28:43: Ja absolut genau.

00:28:44: Und fand ich aber deshalb ganz cool weil ... Ich hatte es damals noch nicht so auf dem Schirm, dass das was Besonderes ist.

00:28:54: Weil ich ja keine Erfahrung hatte.

00:28:56: Aber es hat einfach

00:28:57: saugut

00:28:57: geklappt?

00:28:58: Es hat gut geklappt und ich würde auch sagen... Also es hat halt deshalb gut geklappt weil ich mich extrem reingehängt habe und weil ich halt viele Sachen so gesteuert hab wie ich sie gebraucht habe.

00:29:09: Genau!

00:29:11: Der Manager, der kam jeden Freitag rein und hat dem Team gesagt was sie zu tun haben.

00:29:17: Und dann habe ich halt irgendwann gesagt ja ey das ist cool du hast mich zwar eingekauft aber... So funktioniert Agiles Arbeiten nicht.

00:29:25: Und dann hab ich dem halt irgendwie vier Wochen zweimal die Woche im Ohr gesessen und hab dem erklärt, wie ein Product owner funktioniert und dass er den mal Vertrauen schenken soll usw.

00:29:35: Und irgendwann hat der Product Owner plötzlich von alleine Entscheidungen treffen dürfen.

00:29:39: Dann habe ich gemerkt, wie der Product owner sich selbst persönlich fachlich inhaltlich und generell weiterentwickelt hat und auch einfach seine Rolle deutlich krasser ausgelebt hat um wieder auf einmal zu viel mehr ... Produktivität und Mehrwert von dem Team und vom Softwareprodukt auch geführt hat.

00:29:56: Das hat dann wiederum auf den Manager abgefärbt, also das ist nur ein Beispiel wie ich quasi so... Ich habe mich da halt reingehängt und hab Dinge aktiv geändert, obwohl ich halt keine Ahnung hatte.

00:30:08: aber das ist dann wieder der Nebensatz.

00:30:10: Hat keiner gemerkt?

00:30:11: Genau!

00:30:11: Und

00:30:13: das hat dann auch wieder deine Blinken Funkelstaubneuron aktiviert.

00:30:17: Das hat die blinken Funkstallnerneuronen absolut auf die aktiviert, genau!

00:30:21: Ja das macht ja irgendwann Spaß.

00:30:23: wenn du merkst okay ich falle nicht auf und also was heißt ich fahre nicht auf?

00:30:30: Irgendwann gewinnst du ja eine gewisse Sicherheit und hast auch ein echtes gutes Gefühl wie muss es sein und wie könntest besser laufen?

00:30:36: und wenn du halt merkst du erzeugst mehr wert und dann irgendwann der Manager der erst sagt es soll so sein checkt dann, dass es anders sein soll.

00:30:45: Wenn der irgendwann kommt und sagt ja krass war habe ich so gar nicht gesehen aber jetzt irgendwie läuft's viel besser.

00:30:52: Dann dann kommt so langsam das Feedback und die Wertschätzung Und da gibt das also das ist natürlich Weltklasse Das beflügelt mein inneres Ego das macht baldsam für die Seele Aber auch genau einfach weil so der Plan den ich mir zurecht gelegt hab irgendwie oder ... den auch das Scrumm Framework dann vorgegeben hat, in dem Fall so ein bisschen... ... ist halt einfach aufgegangen.

00:31:18: Wie ging es natürlich weiter nachdem dieses Projekt vorbei war?

00:31:21: Es gingen ja knappen Jahres zugesagt.

00:31:23: Danach bist du wieder zurück in Wiesbaden und... Ist es dann angelaufen mit Scrum-Projekten oder nicht?

00:31:30: so richtig?

00:31:31: Erstmal muss ich sagen, wie das Projekt beendet wurde.

00:31:34: Dieser Manager von dem ich die ganze Zeit rede, der hat einfach eine Mail geschickt du brauchst ab Montag nicht mehr kommen dein Vertrag läuft nicht weiter.

00:31:41: Das war im Dezember.

00:31:43: Da war für mich grande Malheur.

00:31:45: da war Alarm im Kopf weil ich habe mich voll dort eingerichtet gehabt.

00:31:49: Ich hatte dort Freunde Mein Apartment, mein Lebens- ... vier Tage die Woche war ich dort.

00:31:58: Der Lebensmittelpunkt war da.

00:31:59: Deswegen war erst mal eine krasse Krise irgendwie angesagt.

00:32:03: Weil ich von einem auf den anderen Tag nicht mehr dorthin gedüst bin.

00:32:07: Genau und dann bin ich zurück zu SVA.

00:32:09: Erstmal so Mini-Lebenskrise mit Anfang zwanzig.

00:32:14: Und wie mich gefragt hat ja, wie mache ich weiter?

00:32:17: Und irgendwie wollte halt weiter Scrum Master werden Genau.

00:32:23: Da hab ich mich so in der SVA rumgehört und irgendwie ... In der Zwischenzeit, das ist ein Jahr, da hatte ich nicht wirklich viel mit SVA zu tun.

00:32:32: Und dann gemerkt, oh, es kommt so langsam das agile Game.

00:32:36: Wenn ich mich aber mit den Leuten unterhalten habe, war so in die Regel ... Also... Ich hab halt gemerkt ... Ich bin ... Ich hab schon viel mir in diesem einen Jahr von der Pike auf erarbeitet an Wissen, an Erfahrungsschatz.

00:32:52: Also, ich hab halt nicht nur in einem Buch gelesen oder habe irgendwie einen Scrum Guide auswendig gelernt.

00:32:57: Sondern hab so mit der Hand am Arm richtig viele Erfahrungen gesammelt die andere eben nicht haben und dann hat es mich wieder ein bisschen gepackt.

00:33:06: Ich würd gern dieses agile Ding in der SVR auch weitertreiben und mehr machen.

00:33:13: Dann kannst du mal wirklich sagen, du bist sehr krass, ist das Scrum Master!

00:33:17: Also weiß ich nicht ob ich den anderen nicht... ihren Skill absprechen, genau.

00:33:25: Die sind sicher auch alle gut aber ich hab mich auf jeden Fall... Es hat sich für mich angefühlt als wüsste ich oder nicht.

00:33:31: nur angefühle dich behaupte auch Ich wusste mich weiß auch immer noch wovon ich rede weil ich gegen jede Wand mal gelaufen bin und mir mal eine blutige Nase geholt habe.

00:33:40: das hat auch in diesem ein Jahr nicht immer rundgelaufen so.

00:33:44: manchmal ist auch was schief gegangen also öfter Mal Genau.

00:33:49: Deswegen würde ich nicht sagen Trasseste, aber ich habe mich sehr sicher gefühlt.

00:33:54: Dann wo du gesehen hast okay cool jetzt kommt der ganze Scrum und die ganze eigentliche Welt auch hier in SVA, hier in Deutschland.

00:34:02: Könntest du dann da weitermachen wo du aufgehört hast?

00:34:06: Erstmal nicht weil da gab es noch ein anderes shiny Thema was... Da hat wieder etwas geblinkt und meine Neuronen haben gezappelt das war nämlich das Thema IoT.

00:34:17: Ich war ja bis dato war dieses Scrumding Ja, immer noch nur ein Hobby.

00:34:23: Also ich war zwar einen Jahr in Bratislava und so ... Aber das war halt irgendwie... Ich war immer noch im IBM-Softwareteam.

00:34:29: So theoretisch.

00:34:31: Das war ein Scrummprojekt gemacht aber irgendwie war ich aufgehängt immer noch in diesem IBM-Softwareteamin Und die IBM hat da damals eine Plattform ausgebaut Die hieß IoT-Plattform.

00:34:43: Dann haben wir uns mit IoT beschäftigt und es fand ich auch sehr fancy.

00:34:50: Ich sage, dass ich das gegründet habe.

00:34:51: Aber das Thema IoT in der SVA wurde größer und ich habe quasi von Anfang an im IoT-Thema sozusagen mitgearbeitet und meine Gedanken da rein investiert was wieder so ein bisschen shiny und fancy war.

00:35:07: weil war ja wieder etwas Neues.

00:35:08: Klar ja!

00:35:09: Da blinken wirklich Sachen.

00:35:12: Dann kann man wirklich mal eine LED in der Hand hat und eine Aduinung kann man zum Blinken bringen bestimmt.

00:35:18: Aber

00:35:19: wir wissen ja das Endergebnis, du hast dich doch für Agilität entschieden und für Scrum.

00:35:24: Wie?

00:35:25: Wie ist diese Entscheidung gefallen?

00:35:28: Ich hatte damals einen sehr coolen Chef würd ich sagen der Dominik Und Dominic hat's.

00:35:37: also wir haben halt so ein bisschen IoT.

00:35:40: Wir haben IoT Sachen gemacht.

00:35:42: Ich weiß gar nicht mehr wie lang und irgendwann war So Ich in.

00:35:48: die Agilitätsflamme brennt doch immer noch in dir.

00:35:52: Was willst du jetzt mit deinem Leben anfangen?

00:35:54: Wir hatten dann einfach so ein paar, ich würd's mal Coaching-Sessions nennen oder Personalgespräche oder whatever you call it.

00:36:00: Es waren einfach ein paar gute Gespräche wo man so ein bisschen Life Engineering betreibt.

00:36:05: So wie ... Er hat sich einfach so in meinen Hüllen reingesetzt und wir haben ein bisschen zusammen rumgeknobelt was man machen kann mit seinem Leben.

00:36:13: genau Das war dann auch quasi so der ... Ein Moment, wo ich halt nicht mehr verstrahlt war oder so.

00:36:21: Währenddich im Studium noch total, komm mir nichts, mach Wirtschaftswissenschaften.

00:36:26: So das war schon eher ein Moment, da wurde ich auch etwas älter.

00:36:31: Ich weiß gar nicht mal wie alt ich war, vielleicht so ... ist jetzt nicht alt, will ich nicht sagen aber es geht dann schon irgendwie so ja gut was willst du denn eigentlich?

00:36:42: Willst du Techie sein Oder willst du Laba-IT machen?

00:36:49: Da ich halt so viel Feuer noch hatte, was Agilität angeht und auch dachte ja krass ist in der SVA noch so wenig.

00:36:57: Und da ist noch so viel unbestelltes Feld.

00:37:00: also das noch soviel was man machen kann wollte ich auf jeden Fall bei einem Agilitätsgelben weitermachen habe mich nicht als Entwickler gesehen obwohl ich ja entwickeln konnte und also verstehe schon irgendwie Alles und hab auch gemacht, alles okay.

00:37:14: Aber so habe ich dann für das Agilitätsgame

00:37:18: entschieden.".

00:37:19: Und da muss man natürlich sagen es gab ja anderen Zauberstaub der noch am Horizont blinkte... Es gibt nicht nur Scrum!

00:37:28: So jetzt habe ich halt Scrum Master ein Jahr lang gemacht.

00:37:32: Hab dann aber auch gelernt was ist denn wenn tausend Scrum Teams zusammenarbeiten?

00:37:36: Dann gibts da auch Frameworks dafür Und dann habe ich mich dafür plötzlich interessiert, wie funktioniert das Ganze skaliert.

00:37:42: Da redet man von Scrum auf Scrums oder Save oder Less oder Nexus und da gibt es noch ganz andere Frameworks Design Thinking und Lean Startup in die ganze Produktentwicklungswelt.

00:37:56: also da war noch so viel Luft nach oben.

00:37:59: Also ich hab nichts zwar an dem Scrum Ding sicher gefühlt aber im Agilitätsgame noch nicht.

00:38:03: Deswegen habe ich gesagt okay Ich hab einfach auch Bock

00:38:07: Und wie war das für dich da?

00:38:09: zu sagen, okay ist alles irgendwie blinkend und funkelnd?

00:38:13: Aber ich habe hier die Scrumwelt.

00:38:15: Die ich kenne aber wo es noch mehr gibt was ich nicht kennen und ich hab' hier die IoT-Welt... ...die auch kennen.. ..aber wo's auch noch mehr gibts, wo ich nicht kenn'.

00:38:25: Hat eins einfach heller geblinkt oder wie hast du da dir Entscheidungen getroffen?

00:38:29: Wie hast du das gemacht?

00:38:32: Ich glaube ja es gibt mich DIE richtige Entscheidung!

00:38:36: Es gibt nur eine Entscheidung.

00:38:38: Wenn ich mich finde, das ist jetzt mal unabhängig von dieser konkreten Entscheidung, die ich da vor mir stehen hatte... Ich glaube auch wenn du vor dir steht, studiere ich A oder B?

00:38:49: Es gibt auch D und F und K andere Studiengänge, die einen genauso guten Menschen aus dir machen Und es sind alles Studiengange wo du dich genau so richtig sind als die Alternativen.

00:39:03: Also es gibt nicht die richtige Entscheidung Aber es gibt eine Entscheidung.

00:39:07: Eine musst du für ...

00:39:09: Ja, ja, musst du nicht!

00:39:10: Du kannst auch einfach vor dich hinlömmeln und irgendwie so ein bisschen nicht richtig entscheiden oder wissen, wo du hin willst?

00:39:16: Das geht schon auch.

00:39:18: Und in dem Fall habe ich mich halt aber entschieden gesagt, ich möchte halt nicht beides machen oder auf jeden Fall das Agilitätsgame stärker gewichten, um mich zu fokussieren.

00:39:30: Weil ich genau wusste... gesagt und es finde ich eigentlich auch gut, so Junge du kannst nur eins machen.

00:39:41: Du kannst nicht zwei Universen gleichzeitig bereisen.

00:39:44: Kannst dich auf beiden Hochzeiten

00:39:45: tanzen?

00:39:46: Genau exakt!

00:39:47: Du kannst nur eine Welt und wenn du in fünf Jahren oder zehn Jahre noch mal Bock hast, Techie zu werden dann das kann man in seinem ganzen Leben machen.

00:39:58: Das würde ich auch komplett unterschreiben.

00:40:01: Und so habe ich mich für diese eine Welt entschieden.

00:40:05: Weil das Herz einfach lauter geschlagen hat, heller geblinkt hat?

00:40:09: Genau!

00:40:10: Es ist einfach rausgehen ins Feld spazieren über sich selbst nachdenken was will ich wo will ich hin und so weiter.

00:40:20: es gibt diese wenigen Momente würde ich sogar sagen Also genau, aber es gibt diese wenigen Momente da gehst du raus und denkst dir okay was mache ich?

00:40:31: Ich muss jetzt eine Entscheidung treffen.

00:40:32: Und dann triffste die Entscheidung.

00:40:36: Sollte nicht zu häufig vorkommen.

00:40:38: Solle nicht alle zwei Wochen umbauen.

00:40:40: Voll philosophisch!

00:40:42: Ja, was heißt die Philosophie?

00:40:44: Ich würde das nennen.

00:40:45: Reflektieren so ein bisschen.

00:40:47: Wer bin ich?

00:40:47: Wo will ich hin?

00:40:48: Was bin ich für einen Typ?

00:40:49: Was charakterisiert mich?

00:40:52: Wie will ich gesehen werden?

00:40:53: Wie fühlt sich das für mich auch an wenn man mich anspricht als Entwickler?

00:40:58: oder wie fühlt es sich für mich an, wenn man sagt Hey, was machst du beruflich?

00:41:02: Ich bin Scrum Master oder Agilist oder sowas.

00:41:05: So was zuckt in mir?

00:41:07: mehr und genau da.

00:41:10: Ich glaube, dass ist ein guter Satz.

00:41:12: Ja, wie ging denn deine Reise weiter nachdem du diese Entscheidung getroffen hast?

00:41:17: Ich entscheide mich für die Agilität.

00:41:20: Was ist in der SVA danach

00:41:21: gemacht?".

00:41:23: Also wir hatten dann relativ schnell eine agile Community gegründet und haben da quasi uns unter Agilisten ausgetauscht, haben das Thema in der SV auch tatsächlich ein bisschen größer gemacht ein bisschen später einen Kompetenzcenter gegründet, Agilität und DevOpskultur.

00:41:48: Ich habe das nicht von Anfang an sozusagen die Kompetenzentraleiter-Position inne gehabt.

00:41:56: Aber das hat mich natürlich schon irgendwie gefreut dass das Thema in der SVA weitergeht.

00:42:00: aber ich war tatsächlich in einem Projekt auch da wieder zu dem Zeitpunkt als Groundmaster komplett vergraben Neues Game vor den Augen gehabt.

00:42:11: Ich bin dann aber dort rausgegangen sozusagen und ja, dann wurde durch Zufall tatsächlich die Rolle als Kompetenz-Centerleiter frei und ich wurde gefragt ob ich das übernehmen würde?

00:42:28: Und wie lange ist es jetzt her

00:42:29: dass ich Kompetenzenterleiter bin?

00:42:31: Das ist jetzt also Kompetent-Centre leite bin ich seit Anfang des Jahres genau.

00:42:36: Also seit Anfang sechsundzwanzig

00:42:39: War das ein nahtloser Übergang, dass du aus dem Scrum-Projekt rauspist und direkt Kompetenz?

00:42:44: Oder hast du noch zwei Monate da rumgesessen und nach dem nächsten Projekt gesucht.

00:42:50: Ja genau also das andere Projekt ging halt relativ lange und ich habe mich da auch extrem viel weiterentwickelt weil es nochmal in der Medizinbranche war und dann waren wir quasi das erste Team was... Er sagte zumindest ein großes Institut, das Jona-Institut.

00:43:04: Wir sind so einer der ersten die zertifizierte Medizinprodukte Agil entwickelt haben.

00:43:10: Da habe ich mich da halt reingefuchst.

00:43:12: Genau wie gesagt, da ist dann halt das Projekt... Das wurde dann beendet oder bin aus dem Projekt raus und dann ging es so mehr oder weniger nahtlos ineinander über dass quasi hier diese Kompetenz in der Stelle frei wurde.

00:43:28: Und wie ist das jetzt für dich?

00:43:31: Du hast ja gesagt, du identifizierst dich als Agilist.

00:43:35: Und du hast damals die Entscheidung getroffen für die agile Welt und nicht für die Techie-Welt.

00:43:40: Jetzt als CC-Leiter hast du halt einfach weniger mit Agilität zu tun mehr mit Personalverantwortung, Strategie, Markt schieß mich Tod und Wirtschaftlichkeit.

00:43:51: Rätst es auch noch so deine Neuronen?

00:43:53: Versuchst du nebenher noch in der agilen Welt zu sein?

00:43:55: oder wie schaffst ihr da lieber los?

00:43:57: Ja absolut rätzt es.

00:43:58: meine Neuronens macht wieder.

00:44:00: Also, es ist wieder für mich so ein neues Ding.

00:44:02: So ein neues Topic!

00:44:03: da voll geil, weil jetzt plötzlich ganz andere Fragestellungen vor der Tür stehen und aber auch so ein bisschen schwingt Agilität mit.

00:44:11: Also in der Agilitet redet man ja über Produktentwicklung wie entwickel ich einen Produkt?

00:44:16: Wie bringe ich es an den Markt?

00:44:17: Wie verkauft sich das usw.

00:44:19: Und jetzt bin ich quasi dafür verantwortlich für agile Produkte sozusagen und Services die an den Mark zu bringen.

00:44:29: Aber da gehört halt noch viel mehr dazu.

00:44:31: Da gehören noch Personalthemen dazu, da gehört sich noch stärker in der SVA-Vernetzen zu Netzwerkaufbauen.

00:44:40: Auch den Markt beobachten ... Jetzt würden mir sehr viele meiner Inhalte aus dem Wirtschaftswissenschaftenstudium ganz gut tun und vor allem jetzt auch so ein bisschen an einem Kipppunkt muss man fairerweise sagen.

00:44:54: Der Agilitätsmarkt ist nicht mehr auf dem Hyptop-Level.

00:44:57: als ich ... Als ich damals halt als Grammaster angefangen hab, da war das quasi voll das Ding.

00:45:03: Und jetzt singt aber total auch die Nachfrage nach Agilität und nach Frameworks... Also nach Agilität nicht, aber nach den ganzen Frameworks, Grammasters

00:45:11: usw.,

00:45:11: sondern es hat sich halt einfach weiterentwickelt.

00:45:15: So muss ich mich beziehungsweise auch das Kompetenzhinter weiterentwicklen.

00:45:19: Das ist natürlich wieder eine ganz arg spannende Aufgabe, die vor mir steht, zu der ich noch gar nicht sagen kann wie ich sie lösen werde!

00:45:27: Zu dir als Person, du hast ja schon gesagt alles was irgendwie neu und fancy ist das spänt dich an.

00:45:32: Ja jetzt hast du ja gesagt die Agilität wie gesagt ist schon so ein bisschen über dem Hype drüber.

00:45:37: mittlerweile Ist es so dass sich mittlerweile schon das nächste Thema reizt?

00:45:42: Die ich meine... Was sind denn so neue Themen?

00:45:44: künstliche Intelligenz sowieso Digitale Souveränität.

00:45:47: die ganzen Busways die Momente hier so rumkursieren Reizt sich das auch oder brenzt immer noch für die Agility.

00:45:54: Das klingt sehr Abgedroschen würde ich sagen, aber gerade reizt mich vor allem so Business Development also ein Geschäftsfeld sozusagen weiter zu entwickeln.

00:46:04: Das reizts mich sehr und das Thema des Businesses ist Agilität und der Forbeskultur will das auch nicht zu klein reden.

00:46:15: Da hängt immer noch so ein Stück meines Herzens dran und da habe ich sehr viel Erfahrung, kann viel berichten

00:46:21: usw.,

00:46:21: aber das Reizthema ist jetzt quasi ein Geschäftsfeld zu entwickeln oder einen Geschäftsbereich, wie auch immer man es nennt.

00:46:28: Also das ist jetzt der neue Ansporn?

00:46:30: Das ist der Neueansporn genau!

00:46:31: Ich hab einfach Bock, Geschäft zu machen.

00:46:38: Dieses irgendwie was nach was neuem zu suchen, dieses neuge ... Intrinsische Antrieb, ja.

00:46:45: Ist das eine Schwäche oder eine Stärke?

00:46:48: Das ist beides gleichzeitig.

00:46:50: Erklär das mal bitte.

00:46:53: Ich hatte auch meine New York-Schlagzeile, irgendwas mit Tausendsasser.

00:47:02: Genau ich brauche irgendwie immer was Neues und immer neuen Impuls usw.

00:47:05: Gleichzeitig hindert es aber auch daran Dinge durchzuziehen.

00:47:10: also wenn So wie so ein ganz aufgescheuchte Ameise, heute so morgen so kommt man ja auch nicht weiter im Leben.

00:47:17: Das ist aber auch etwas was ich lernen musste.

00:47:19: Irgendwann musste ich halt diese Entscheidung treffen, sich in einem Themenfeld zu bleiben.

00:47:25: Es ist weder eine Stärke noch eine Schwäche, es ist eine Eigenschaft.

00:47:32: Die hat Vorteile... Die hat die Vorteile immer neugierig zu sein, interessiert zu sein sich reinzuarbeiten funkelnde Augen zu haben Energie Motivation für bestimmte Themen zu haben.

00:47:43: aber das hängt auch vielleicht manchmal Leute ab zum Beispiel genau weil ich irgendwie so klingt selbst ein bisschen überheblich und nicht vorne wegkriegen.

00:47:58: Aber manchmal fühlt es sich an Ich rede von Dingen

00:48:02: Du überspringst zwei Schritte?

00:48:03: Genau, ich übersprings zwei Schritten.

00:48:05: Und man muss auch manchmal langsam machen und step by step... ...und Leute mitnehmen und genau.

00:48:11: Ja Dennis, ich meine jetzt bist du ja jetzt auch keine Vierundzwanzig mehr!

00:48:15: Du bist auch nicht mehr im Studium sondern jetzt Kompetenzen der Leiter in einer ganz anderen Verantwortung.

00:48:20: Wie ändert sich vielleicht auch deine Sicht auf diese Eigenschaft?

00:48:25: Also man wird schon irgendwie ein bisschen ruhiger oder zumindest so das Reflektieren über über diese Eigenschaft und darüber, dass halt irgendwie immer wieder was Neues kommt.

00:48:38: Das hilft halt einfach auch dabei Dinge durchzuziehen und den Fokus vielleicht ein bisschen enger zu schneiden und zu sagen naja innerhalb der Weiterentwicklung ich als Kompetenz-Centerleiter da gibt es immer noch so viele shiny Dinge das sich jetzt nicht morgen mich mit neuronalen Netzen beschäftigen muss oder mit was weiß ich irgendwelchen Souveränitätsfragestellungen oder sowas.

00:49:02: Sondern ich kann mich innerhalb dieses Bereichs auch weiterentwickeln und da auch meine Neugier sozusagen einsetzen.

00:49:09: Ich würde sagen, mit der Zeit habe ich gelernt, meine Neuigier zu kanalisieren und zu fokussieren auf Themen um quasi eine gewisse Beständigkeit hinzubekommen weil die Beständigkeiten ist das was mir gefehlt hat.

00:49:22: eigentlich

00:49:23: Also fast so jetzt keine dreißig unterschiedlichen Dinge mehr an sondern nur drei.

00:49:29: Das mache privat

00:49:32: Weckkanalisiert vom Beruf.

00:49:35: Ja, ich habe immer noch wahnsinnig viele Hobbys.

00:49:37: Ich mache ganz viele verschiedene Sachen genau beruflich.

00:49:40: mache eine Sache

00:49:42: Jetzt sind wir ja im hier und jetzt bei deinem Werdegang angekommen Würdest du sagen Du hast jetzt gefunden wofür du brennst.

00:49:52: oder das ist definitiv nicht die Endstation Nur eine längere Reise für jetzt.

00:49:58: Also das ist definitiv nicht meine Endstation.

00:50:03: Ich hab keine Ahnung, was in der Zukunft passiert und als ich gefragt wurde ob ich den Kompetenz-Centerleiter Job übernehmen will habe ich auch gesagt gerne temporär.

00:50:16: aber temporär heißt halt nicht für zwei Wochen noch nicht für Zwei Jahre sondern vielleicht für fünf Jahre oder länger.

00:50:23: Aber das kann ich halt jetzt nicht sagen.

00:50:25: deswegen Jetzt gerade.

00:50:27: es ist richtig

00:50:29: Nehmen wir von der Sicht und von den Erfahrungen, die du gesammelt hast ein Schritt zurück.

00:50:35: Von dir als Person und gehen auf die Allgemeinheit.

00:50:38: Wie würd's zu sagen Muss man denn überhaupt seine Leidenschaft finden oder kann man auch rumgucken gucken was funkelt und glitzert Und sich dann da reinfuchsen bis es halt nicht mehr funkelt und glitzert.

00:50:52: Ich glaube man muss sich erst die frage stellen wer bin ich und wie funktioniert?

00:50:56: Und vielleicht hilft so die kleine Übungen, eine Anleitung für sich selbst wie so ein Benutzerhandbuch.

00:51:03: Für sich selbst aufzuschreiben.

00:51:05: So Kapitel eins was treibt mich an?

00:51:08: oder so und wenn ich weiß wer ich bin?

00:51:11: Ich würde für mich sagen... Sorry wenn ich noch mal auf mich rechanziere.

00:51:15: Ich würde sagen ich bin Initiator und das Funkelnte ist es was mich anbreibt.

00:51:19: aber es kann ja auch sein dass ich Mensch bin der Beständigkeit Sicherheit Und all diese Eigenschaften mag und dann muss ich einen anderen Weg gehen.

00:51:29: Wenn ich das weiß, kann ich quasi die Entscheidungen und Optionen, die mir tagtäglich auf der Straße liegen oder die ich mir selbst erarbeiten kann, zwischen den Optionen auswählen und sagen was ich machen

00:51:42: will.

00:51:43: Also du wirst deine Schlüssel zur Leidenschaft ist einfach sich selbst zu kennen und mit dir selbst zu befassen?

00:51:48: Ja absolut hundertprozent!

00:51:51: Ich glaube es macht sehr viel aus.

00:51:54: Das macht doch... Ja, daran lernst du auch einfach ob du zufrieden bist.

00:51:58: Ob du happy bist.

00:52:00: Genau, ob du Spaß an den Sachen hast und ob du dafür brennst wenn du dich selbst kennst.

00:52:05: Und das ist ja viel leichter gesagt als getan aber ich denke es sind auf jeden Fall ein Schlüssel.

00:52:14: Wir haben Scream schon angeschnitten.

00:52:16: Lohnt es sich beim Thema zu bleiben?

00:52:18: Auch wenn's nicht mehr neu ist!

00:52:19: ... in der letzten Folge über Berufsbilder gesprochen.

00:52:22: Da haben wir alles dabei gehabt, von wirklich sehr modernen Themen bis hin zu ... ... Mainframe-Systeme die hier wirklich schon ... Man sagt ja... Schon der zehnte Jahr existieren!

00:52:33: Lohnt es sich oder nicht?

00:52:36: Ja wenn du Bock drauf hast dann mach's weiter.

00:52:39: Wenn das Feuer brennt ... Dann mach' weiter.

00:52:43: Und ist egal wie shiny oder fancy das Thema ist.

00:52:46: Also irgendwo schlummert immer noch ein Mainframe und Mainframe wird schon seit sehr langer Zeit totgesagt.

00:52:54: Und dann, selbst wenn du irgendwann einer von fünf Mainframe-Leuten bist in Deutschland...

00:53:01: Dann gehörst du zur Topf-Fünf-Deutschland?

00:53:04: Das ist das eine!

00:53:05: Dann bist du halt auch einer der gefragtesten Menschen so.

00:53:12: Also mach halt was dir wo das Feuer brennt.

00:53:15: Als

00:53:15: Erster bist du der krasseste und als Letzter auch, weil... Du bist die einzige Option.

00:53:19: Genau!

00:53:20: Ja, absolut, das stimmt.

00:53:23: Jetzt hast du ja gesagt Schritt eins Das ist leichter gesagt als getan.

00:53:27: um es mit deinem Worten hier mal auszudrücken Ist sich selbst kennenlernen.

00:53:31: Was bin ich für ein Typ?

00:53:32: Was will ich machen?

00:53:33: was

00:53:34: begeistert mich?

00:53:36: Was hättest du da im Ich nach dem Ambi gesagt gerne?

00:53:46: Mach's genau so

00:53:51: Ist doch okay zurück zu blicken und so sagen.

00:53:53: Ich bin schon

00:53:53: bei uns nicht der beste Weg, aber er hat mich ans Ziel gebracht und ich bin glücklich den Weg gegangen zu haben.

00:53:59: Also ich bin absolut zufrieden, wie gesagt gibt es den besten Weg?

00:54:03: Nein!

00:54:04: Gibt halt einen Weg.

00:54:08: Was hätte ich meinem Ich nach dem Abi gesagt?

00:54:12: Lern dich kennen und mach wo das Feuer brennt.

00:54:14: wenn du keine Motivation mehr hast dann hör auf.

00:54:18: Also, und damit meine ich nicht so eine kurzfristiges... Ich hab heute keinen Bock oder so.

00:54:23: Sondern auf der Meta-Ebene.

00:54:28: Du hast es schon gerade eben angesprochen, dass man seinen Weg irgendwie geht.

00:54:33: Daran anknüpfen.

00:54:33: die nächste Frage muss man den vorher finden um ihn zu gehen?

00:54:38: Oder entsteht der Weg erst beim Gehen?

00:54:40: Ich würde sagen, der Weg entsteht beim Gehnen.

00:54:47: Es ist ein bisschen Glück dabei, aber man hat doch schon viel selbst in der Hand.

00:54:54: Wenn du irgendwo auf deinem Weg die Chance gehabt hättest deinen Glück anders auszulegen... ...die Taten und die Handlungen anders aus zu legen... Was hättetst du anders gemacht?

00:55:09: Oder hättst du gar nix anders gemacht?

00:55:10: sagst du pass doch!

00:55:14: Manchmal überlege ich ob ich als ... Studie irgendwie weniger verstrahlt hätte sein muss.

00:55:20: Das wäre vielleicht auch eine gute Antwort auf die Frage, was ich nach dem Abi gerne nach dem Abbi gesagt hätte.

00:55:26: Ob ich einfach weniger verstralt sein soll und da quasi auch schon ausprobieren oder schon so wie jetzt... Ich bin Agilist oder ich probiere das mit dem IoT-Ding oder ich probeere es mit den Programmieren usw.

00:55:42: Aber ehrlich gesagt, ich würde glaube nichts anderes machen.

00:55:44: Ich bin schon eigentlich ganz zufrieden.

00:55:49: Man kann immer reinzoomen und sagen da anders oder da... aber nee, ich glaub das ist nix.

00:55:56: Das ist doch ein super Abschluss!

00:55:57: Das

00:55:57: finden sehr schöne Abschlüsse ja.

00:55:59: Pausensasser hat nur noch eine Idee zumindest beruflich?

00:56:03: Beruflich eine Idee genau.

00:56:08: Danke Dennis dass du heute zu Gast warst.

00:56:11: Super spannende Folge und ich glaube auch viele Impulse, die man jungen Menschen mitgeben kann.

00:56:17: Vielen Dank auch von mir Dennis!

00:56:19: Ich finde du hast einen sehr, sehr spannenden Karriereweg... ...und aber auch einen auf den man sehr gut reflektieren kann weil die wenigsten haben wahrscheinlich eine Ahnung oder stolpern halt einfach mal in irgendein Studium rein und vielleicht passt das erste nicht.

00:56:33: Und ich glaub da bist du einfach ne Person mit der man sich sehr gut identifizieren kann und dass man auch sieht Es muss nicht das Perfekte sein.

00:56:42: Du findest halt dein Weg!

00:56:44: Ja, danke dass ich davon berichten durfte.

00:56:46: Ich hoffe es hat vielleicht jemanden inspiriert.

00:56:53: Das war Spotlight on After School, eurem Podcast für echte Einblicke in Studium, Ausbildung und Beruf.

00:56:58: Ob in der Bib im Bus oder beim Prokrastinien, schön dass ihr dabei wart.

00:57:01: Lasst uns gerne euer Feedback in den Kommentaren da oder schreibt uns eine Mail an.

00:57:05: podcastlsa.de.

00:57:07: Abonniert dem Podcast um die nächste Folge nichts zu verpassen und teilt ihn gerne.

00:57:10: Wir werden uns nächsten Monat, bis dahin.

00:57:12: Macht's gut!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.