#16 Frauen in der IT
Shownotes
🔎 Themen der Folge:
- Wie der Weg in die IT aussehen kann
- Vorurteile und Klischees rund um Frauen in technischen Berufen
- Warum IT weit mehr als Programmieren ist
- Frauenanteil in der IT und mögliche Gründe dafür
- Welche Veränderungen die Branche braucht
- Role Models, Mentoring und Netzwerke
- Persönliche Erfahrungen und Perspektiven aus unterschiedlichen IT-Rollen
📩 Feedback, Fragen und Wünsche: podcast@sva.de
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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Spotlight On After School, eurem Podcast für echte Einblicke im Studium Ausbildung und Beruf.
00:00:13: Guten Morgen Marie!
00:00:15: Guten Morgen Franca!
00:00:18: Ja ihr wundert euch vielleicht wir sind heute in einer anderen Konstellation in der Moderation vom Podcast und zwar zwei neue Stimmen bzw eine ganz neue Stimme Maris Stimme.
00:00:30: meine Stimme war schon mal im Kontext von einer Podcast-Folge
00:00:35: als
00:00:36: Teilnehmerin vertreten.
00:00:39: Ja,
00:00:40: vari!
00:00:41: Wir starten und geben euch Einblicke ins Studium Ausbildung und in den Beruf Und in dem Kontext heute auch für das Thema Frauen in der IT.
00:00:51: Deshalb an der Stelle auch andere Hosts.
00:00:55: Wir stellen uns einmal kurz bei euch vor.
00:00:58: Mein Name ist Franka.
00:00:59: Ich bin schon seit knapp zehn Jahren bei SVA Hier im Bereich Talententwicklung unterwegs und beschäftige mich ganz viel damit, wie wir unsere jungen Talente bzw.
00:01:15: unsere Talente im Unternehmen in die benötigten Funktionen bringen.
00:01:22: Und da übergebe ich einmal an Marie!
00:01:27: Wer bist du?
00:01:28: Ja Dankeschön.
00:01:29: Ich bin Marie und ebenso wie Franika auch in der Talententwirkung tätig seit mittlerweile vierenhalb Jahren.
00:01:36: Ähnlich wie Franka betreue ich Studierende, Auszubildende, Dualstudierende sowie Schülerinnen und Schüler bei uns im Unternehmen.
00:01:44: Und daneben bin ich auch als Trainerin bei uns unterwegs in der SVA.
00:01:50: Wir dürfen heute die Folge Frauen in der IT-Hosten und wie ihr es auch normalerweise kennt haben wir dazu wieder Gäste.
00:01:58: Bevor wir die zwei gleich hier begrüßen, möchten wir auch auf die Signature-Frage.
00:02:04: Die ist ja immer gibt Bezug nehmen.
00:02:06: nämlich wenn unsere Story in der New York Times veröffentlicht werden würde wie würde die Schlagzeile lauten?
00:02:13: Und da Frank und ich direkte Kolleginnen sind haben wir uns gedacht Wir bringen mit Bezug zum Thema heute eine gemeinsame Story Schlagzeit mit und zwar wir glauben an Talente nicht an Klischees Und damit wollen wir unsere beiden Gästinnen begrüßen, Vanessa und Katy.
00:02:31: Und freuen uns gemeinsam mit euch aufzuräumen!
00:02:33: Hi!
00:02:34: Dankeschön!
00:02:36: Hallo!
00:02:38: Genau bevor wir gleich mehr über Euch erfahren möchten wir unseren Zuhörerin einen kurzen Überblick geben.
00:02:44: was erwartet Euch?
00:02:45: Das sind einmal das Thema Wege in die IT
00:02:49: Dann Vorurteile und Realität
00:02:52: und Rollmodels und Netzwerke.
00:02:55: Jetzt sind wir aber ganz gespannt, euch kennenzulernen.
00:02:58: Liebe Vanessa, liebe Kati stellt euch doch bitte einmal vor!
00:03:07: Ich bin schon auch ein bisschen länger bei SVA, auch schon seit zwanzig achtzehn.
00:03:12: Hab damals auch hier als Werkstudentin angefangen und wie man merkt mich hat es einfach hier behalten.
00:03:17: ich fand den Laden einfach toll.
00:03:20: Also ich arbeite wirklich sehr gerne und deswegen bin ich jetzt auch nach meinem Studium dann als Assistant Engineer hier und mache da vor allen Dingen ja Arbeitssystem Engineering Sachen rund um das Thema Atlassian Produkte dazu noch mehr später.
00:03:38: Okay, dann mach ich mal weiter.
00:03:39: Hi!
00:03:39: Ich bin Kati.
00:03:40: Ich bin neunzehn, bin aber irgendwie gefangen und habe in einer dreißigjährigen Mittlerweile auch nicht wie das passieren konnte.
00:03:49: Also ich bin ehm... Wie die Franca oder Vanessa bin ich auch als Studierende im DSVA gekommen.
00:03:57: Tatsächlich nochmal mit einem doppelt Dreifachen umweg weil ich persönlich wollte nie in die IT und bin jetzt trotzdem seit bald zehn Jahren da.
00:04:04: Meine aktuelle Rolle, ich bin die verantwortliche Geschäftsfeldentwicklung für unser hauseigenes und größtes eigenes Softwareprodukt innerhalb der SVA.
00:04:14: Das nennt sich BVQ Und wir machen damit Rechenzentrums Monitoring und Analytics.
00:04:22: Ich bin für die strategisch technische Ausrichtung des Produkt zuständig aber auch verantwortlich für die gesamte Außendarstellung des Produkts und bin quasi damit schon ein bisschen aus der Technik herausgewachsen, sag ich jetzt mal.
00:04:35: Trotz des technischen Hintergrunds.
00:04:39: Genau!
00:04:41: So viel erst einmal zu mir.
00:04:43: Kathi du hast eben schon eine sehr steile Vorlage gegeben.
00:04:47: deshalb plane ich da jetzt anzuschließen und dir direkt die erste Frage zu stellen.
00:04:54: Du hast erwähnt du hattest gar nicht geplant in die IT zu gehen.
00:05:00: Wie sahen denn deine Berührungspunkte damit aus?
00:05:03: Unsere Hörer und Hörerin sind ja in der Regel noch in der
00:05:08: Schule.
00:05:08: Das heißt,
00:05:09: kannst du uns da ein bisschen Kontext geben?
00:05:13: Ja sehr gerne!
00:05:14: Also wenn ich jetzt an meine Schulzeit zurückdenke.
00:05:16: also für meinen Teil habe einen Realschulabschluss, einen soliden Realschutzabschluß.
00:05:23: Ich weiß nicht, vielleicht geht es vielen Mädchen so wie's mir damals ging.
00:05:27: Also ich hatte jetzt nicht die besten Noten in der Schule vor allen Dingen nicht in Mathe.
00:05:31: also ich war ein paar Mal versetzungsgefährdet gerade wegen Mathe.
00:05:35: Oh mein Gott!
00:05:36: Ich hab's trotzdem irgendwie geschlafen oder Vanessa?
00:05:40: Vielleicht hat das auch was mit strukturellen Dingen zu tun und vielleicht gucken wir danach nochmal drauf.
00:05:47: Ich bin eigentlich gelähnte Industriekauffrau und bin über den dritten Bildungsweg zu einem Ingenieursstudium gekommen, weil ich mir damals dachte Mensch nach meiner Berufsausbildung da war auch eine kleine Wirtschaftskrise.
00:05:58: Da gab es nicht so viele Arbeit für mich.
00:06:00: und dann habe ich mir schon die Frage gestellt Mensch ist das jetzt alles was ich jetzt so erreichen kann?
00:06:05: Also eine Berufsaussbildung ja das ist schon solide aber ne das wars jetzt.
00:06:11: Und ja, dann haben mich Menschen in meinem Umfeld dazu motiviert statt einem Abitur nachzuholen.
00:06:18: Dann nochmal ein Meisterabschluss zu machen und mit diesem Meisterabschluss habe ich mir den Zugang zu einer Fahrhochschule erkauft so gesehen und konnte tatsächlich Maschinenbau studieren.
00:06:30: also ich hab was ganz anderes studiert als ich jetzt hier in der SVA mache.
00:06:35: Ja wir bin nicht die IT gekommen wie es vielleicht Einigen gehen wird, die im Studium auf sogenannten Kismi-Messen unterwegs sind.
00:06:44: Und zwar bin ich damals auf dem Menschen der SVA auf einer Kismimesse getroffen unter anderem den Alex und den Falk.
00:06:53: Die beiden Mädels, die heute das hier hosten nie kennen diese beiden Menschen mit Sicherheit sehr gut und mich sehr dankbar darüber dass ich mich noch in die Artie verlaufen habe und ja... Heute hiermit!
00:07:04: Danke für die Einblicke.
00:07:06: Vor allen Dingen ja auch zurück, da werden wir auch noch mal weiter schauen.
00:07:10: Wie ist euer Weg gewesen?
00:07:11: Wir hören es von Vanessa gleich auch was mich jetzt auch noch brennt interessiert und Franke auch.
00:07:16: Wer kennt aus diesem Podcast eure Story in der New York Times?
00:07:20: wie würde die Schlagzeile denn lauten aus dem hier und jetzt gesprochen?
00:07:24: wie lautet eure Schlagzeit?
00:07:27: Kati macht doch direkt mal weiter.
00:07:29: Da musste ich echt ein bisschen drüber nachdenken, noch ein bisschen schmunzeln.
00:07:32: Ich habe mich jetzt dafür entschieden meine Schlagzeile lautet dank Imposter-Syndrom zu erlegen und wollen mich sauen!
00:07:37: Sehr schön!
00:07:41: Ja, Imposta das ist auch was.
00:07:43: Das begleitet viele Frauen glaube ich.
00:07:45: Ich glaube auch ja.
00:07:46: Da werden wir wahrscheinlich auch noch darüber sprechen.
00:07:48: Ich hoffe
00:07:49: Und bei dir Vanessa hast du auch eine Schlagzeit mitgebracht?
00:07:52: Ja, natürlich.
00:07:54: Dazu muss ich aber sagen bei der Vorstellung habe ich vielleicht dann ein paar wichtige Sachen ausgelassen und zwar... Ich konfiguriere ja den vor allen Dingen auch Service Desk, das heißt ich berate auch Kunden, ich bereite sie auch so ein bisschen mit darauf vor Eitel
00:08:08: usw.,
00:08:08: ihr mitzugeben und tatsächlich mal jetzt mal wirklich volles Ego ausgepackt.
00:08:15: Sie denkt wie die Anwenderin berät wir eine Strategin und liefert wir eine Ingenieurin?
00:08:20: Das wäre so!
00:08:22: Über mich meine Story.
00:08:26: Ich bin schon sehr stolz, dass ich mal richtig Fette aufgetragen habe.
00:08:31: Wir sind alle stolz auf dich Vanessa, richtig gut!
00:08:33: Danke, danke finde ich auch.
00:08:36: Vanessa da eine Frage die sich sicher die eine oder andere Schülerin in dem Kontext stellen würde was ist überhaupt Eitel?
00:08:49: In einem Satz.
00:08:54: Es ist ein Framework, das Firmen vorhanden in der IT unterstützt und Wege aufzeigt wie sie Sachen gut machen damit alles reibungslos funktioniert.
00:09:06: Abläufe, Prozesse ... Strukturen.
00:09:09: So neim Satz.
00:09:11: Lohnt sich mal nachzulesen!
00:09:13: Danke!
00:09:15: Möchtest du uns auch mal einen Blick geben?
00:09:16: Wie ist dein Weg in die IT gewesen Vanessa?
00:09:21: Bei mir war es lustige Weise ganz anders.
00:09:23: ich hatte schon als Ja, Kind.
00:09:28: Eigentlich schon die Idee, ich möchte was Cooles machen?
00:09:32: Ich möchte super viel Geld verdienen!
00:09:34: Aber ich hatte immer so mein Helfer-Syndrom, das heißt ... Nee, ich wollte tatsächlich auch Menschen was Gutes tun.
00:09:39: Das heißt, meinen Wunsch war es eigentlich früher in die Robotik zu gehen und intelligente Prothesen mitzuentwickeln.
00:09:49: die mich so in die Informatik gebracht hat.
00:09:50: Weil ich dachte, das muss ja irgendwie gehen und dass Leute wieder laufen können oder Dinge anfassen können wie eine Kaffeetasse halten.
00:09:58: Das fand ich schon echt bemerkenswert.
00:10:00: Und da hab' ich gedacht, naja dafür muss man ja aber ein bisschen was können unter anderem auch Technik und Informatiken.
00:10:05: D.h.,
00:10:05: ich habe tatsächlich auf meine Schulaufbahn so darauf ausgerichtet, dass ich halt wirklich versucht hab Mathe besonders... einen hohen Stellenwert freizuräumen oder insgesamt auch das Thema Sprachen.
00:10:21: Das war für mich vorhin schon klar, dass der Weg in die Richtung gehen wird und dementsprechend hat sich mein Schulweg so entwickelt wie er geworden ist oder auch der Uni-Weg.
00:10:31: Was war denn der konkrete Moment, in dem ihr gedacht habt, ja doch, das könnte mein Weg sein?
00:10:36: Denn viele Schülerinnen und Schüler werden sicherlich gerade in der Situation sein, dass sie sich fragen was ist denn mein Weg?
00:10:43: Gab es so einen Moment oder ist der Rad eher loslaufen und am Ende findet ihr schon eine Nische, in die ihr sehr gut passt?
00:10:53: Also bei mir war's tatsächlich damals doch auch so ein Moment weil ich mal eine Dokumentation im Fernsehen gesehen hatte wo es genau um solche Prothesen ging.
00:11:01: Und das hat mich gecatcht aber ich weiß auch von vielen... Oder man hat ja auch mal immer zwischendrin so eine Phase, wo man sich fragt.
00:11:10: Ist das jetzt wirklich genau das was ich haben will oder später noch machen will?
00:11:15: Und ich glaube es ist wichtig sich da nicht zu unter Druck zu setzen weil ganz ehrlich meistens spielt das Leben ein ganz eigenes Spiel und dann kann auch sich ganz viel nochmal anders ergeben.
00:11:26: also so ist es aus meiner Erfahrung Kati wie etwas bei dir.
00:11:29: Also ich muss sagen dass ich das regelmäßig hinterfrage.
00:11:34: tatsächlich bis heute Geh jetzt wirklich auf die Vierzig zu, ich würde es kaum glauben.
00:11:38: Gottes Willen!
00:11:40: Regelmäßig sich zu hinterfragen.
00:11:42: ist der Weg den ich hier einschlage immer noch der Richtige?
00:11:44: und
00:11:45: was bringt mich überhaupt dazu das zu bewerten dass das der richtige Weg ist?
00:11:49: Und da sage ich immer ganz klar... Ich gucke immer habe ich noch Spaß an der Arbeit?
00:11:54: hab ich noch spaß an dem was ich arbeite mit den Menschen mit denen ich zu tun habe?
00:12:00: Wenn ich das immer wieder mit Ja beantworten kann, dann bin ich auch immer noch richtig.
00:12:05: Und es darf sein, dass sich dieser Weg in regelmäßigen Zeitabständen ändert.
00:12:13: Wir sind alle Menschen ... Niemand kann wissen, wenn man in der zehnten Klasse ist was man sein Leben lang machen will.
00:12:21: Man verändert sich die Umwelt verändert ein und lernt mehr Und dann ändert sich vielleicht auch nochmal Interessen.
00:12:28: Dann kann es gut und gerne sein, dass ich in fünf Jahren sage, oh nie, gar keine Lust mehr auf IT, hier mache ich was anderes!
00:12:34: Und dann ist das immer noch der richtige Weg.
00:12:38: Ich finde es total toll, dass du das gerade sagst, weil ich habe gerade so reflektiert... von dem, was ich jetzt eben erzählt habe.
00:12:44: Was ich heute mache?
00:12:46: Das hat ja auch mal rein gar nichts mit Prothesen zu
00:12:50: tun, oder?
00:12:50: Ehe!
00:12:52: Ich wollte sagen, das ist ein ganz anderes Bild von mir... Nein weil es ist genau das, was du sagst.
00:12:58: Einmal welche Chancen bietet sich denn mir auch?
00:13:01: Oder was hab' ich dann für eine Ausgangssituation?
00:13:04: Weil ich hatte zum Beispiel gar nicht so einen coolen Studiengang bei mir in der Ecke gehabt damals.
00:13:08: Wir haben unsere Zuhörer jetzt auch eine etwas andere Grundlage.
00:13:15: Dann war da viel einfach mit Stärken und wie sie sich entwickeln, ich hab halt dann auch irgendwann mit der Zeit gemerkt ... Ich hab auf dem ein oder anderen Gebiet meine Stärkungen und warum die nicht nutzen.
00:13:26: Das muss nicht unbedingt das sein was man gut kann oder was man denkt.
00:13:32: Also, mir geht es beispielsweise so.
00:13:36: Ich dachte lange, dass ich tief in der Technik am besten bin und eigentlich in Wahrheit ein Kellerkind bin.
00:13:43: Viele kennen diesen Begriff mit Sicherheit.
00:13:45: also man will seine Ruhe, man programmiert vor sich hin.
00:13:49: Ja mag ich das auch sehr gerne, aber meine Stärkenschein aber auch zu sein dass sich gut mit Menschen umgehen kann.
00:13:55: Das heißt ich habe mich auch standartmäßig irgendwo hinstellen und zwei Stunden Workshop zu irgendwas halten und Leute sind begeistert davon weil ich dann das technische Know-how mitbringe aber auch diese menschliche menschlichen Komponente nicht vergesse und vor allen Dingen authentisch dabei bleibe.
00:14:10: das ist mir sowieso immer ganz wichtig So, dass jeder seinen Weg so entwickeln kann.
00:14:20: Wie es einem gefällt oder vielleicht wie man auch gar nicht erst mal damit rechnet, dass er sich entwickelt?
00:14:24: Das Leben auch so ein bisschen nehmen, wie's kommt.
00:14:27: Da schließe ich dann meine nächste Frage direkt mal an und stelle sie an Vanessa denn du hast sie gerade schon beantwortet Welche Fähigkeit Hilft dir denn heute am meisten, obwohl sie gar nichts mit dem Programmieren oder Technik zu tun hat?
00:14:40: Also Kathi sagt ja nicht das mit den Menschen sein.
00:14:42: Das ist für Sie super wichtig!
00:14:44: Gibt es bei dir auch so etwas?
00:14:47: Ja tatsächlich würde ich mich fast da anschließen.
00:14:49: also gerade das Thema Empathie weil was ich ja heute auch mache ist ja nicht nur ich konfiguriere etwas sondern dafür muss ich erst mal wissen was ist eigentlich das Problem?
00:14:59: Mit welchen Sorgen oder Problemen kommt der Kunde zu mir?
00:15:02: Eigentlich bin ich nichts anderes als eine Detektive, dass ich herausfinden möchte.
00:15:06: Welches Problem hat die Person gegenüber?
00:15:10: Dann sollte nicht die Antwort das Tool sein, sondern eher dieses Okay wir gucken uns das mal an und analysieren es.
00:15:15: Wir finden gemeinsame Wege heraus und vielleicht auch verschiedene Optionen.
00:15:19: Das kann man wirklich nur machen wenn man sich darauf einlässt und in die Leute hineinversetzt und über den Tellerrand hinausguckt auch mal sieht, okay vielleicht ist die Person, die das Produkt jetzt nutzt nicht mehr unbedingt die Personen mit der ich gerade im Gespräch bin.
00:15:35: Aber für wen?
00:15:35: Das ist wichtig und ich glaube, dass es wirklich mit einer der größten Fähigkeiten, die mich auch gerade in meinem Job weiterbringen oder warum ich auch meine Kollegen oder auch die Kunden sehr schätzen führe, dass ich eben mich hineinversetze und nicht mit Fachschaugau um mich werfe, auch wenn ich's könnte
00:15:54: Vanessa, da kommt ja auch so ein bisschen dein in Anführungszeichenhelfer-Syndrom.
00:15:57: Auch zugute, ne?
00:15:58: Weil du willst den Kunden immer effektiv beraten und nicht nur irgendwas verkaufen sondern du willst die Menschen helfen bei ihren Problemen, die Probleme zu lösen.
00:16:07: Ja vor allen Dingen hätte mich bei meiner Berufswahl damals hatte ich dann auch so lustige Sachen draufstehen auf wie Kindergärtnerin oder sonstige Sachen wo ich mir auch dachte Nee, so kann ich ja tatsächlich auch helfen und das mit Technik zusammen.
00:16:21: Mit etwas was Spaß macht, einem Detektivsuche... Und so hab' ich halt auch noch als Erwachsener im Berufsleben einfach Spaß!
00:16:29: Also das finde ich viel cooler gerade.
00:16:32: Das heißt also dass Potenzialerzieherinnen und IT-Konsultants gar nicht soweit voneinander entfernt sind ne?
00:16:41: Genau das bietet eine ganz gute
00:16:43: Grundlage für
00:16:46: unser anschließendes Thema mit dem Thema Vorurteilen, Realität.
00:16:50: Mit was für Vorurteilungen und Realitäten ihr euch auch im Laufe eures beruflichen Lebens herumgeschlagen habt?
00:17:01: Wir haben in dem Kontext die ein oder andere These vorbereitet.
00:17:06: Ihr dürft an der Stelle natürlich aber auch gerne eigene Thesen in den Raum werfen.
00:17:12: Ich fand gerade den Hinweis mit der Kindergärtnerin war ja schon ein ganz gutes Vorurteil, indem man sich wiederfindet als Frau im technischen Berufen.
00:17:25: Wir würden aber an der Stelle erst mal starten mit ein zwei Thesen die wir uns überlegt haben.
00:17:32: Liebe Vanessa was sagst du denn zu der These?
00:17:35: Frauen scheuen sich vor komplexen Techniken.
00:17:41: Also jeder, der mich kennt weiß, dass ich eigentlich gar nicht so dieses typisch Mann-typisch Frau mag.
00:17:47: Weil ich sage, jeder kann das was er möchte und wo er Lust drauf hat.
00:17:52: Jetzt davon mal losgelöst aus meiner Erfahrung gesprochen habe Ich ganz oft erlebt, dass tatsächlich gerade die Frauen, diejenigen waren Die besonders komplexen Sachverhalte besser erfassen konnten weil sie irgendwie viel öfter dieses Big Picture im Kopf hatten.
00:18:11: Jetzt kann man natürlich sagen, hatte ich jetzt das Glück genommen mit solchen Frauen zusammenarbeiten zu können.
00:18:17: Aber wie gesagt aus meiner Erfahrung heraus war es wirklich sehr bemerkenswert weil ich gehöre auch zu den Leuten Ich versuche das Big Picture zu haben und zu gucken.
00:18:25: auch okay Wie sollte es sein?
00:18:28: Wir arbeiten die verschiedenen Komponenten zusammen auch technisch gesehen.
00:18:33: wirklich Welche Möglichkeiten gibt es?
00:18:35: in welche Richtung?
00:18:36: ist die Kommunikation ganz ganz unterschiedlich?
00:18:40: Das hab ich einfach bemerkt, haben viele Frauen eher auf dem Schirm als manch andere Kollegen die vielleicht dann eher fachlich mehr in die Tiefe sind aber noch nicht mehr das große Ganzenblick hatten.
00:18:51: D.h.,
00:18:51: du würdest aus deiner Arbeitserfahrung die These eigentlich eher negieren oder?
00:18:57: Korrekt!
00:18:58: Genau.
00:18:59: Geht mir ähnlich.
00:19:02: Warum
00:19:03: nur?!
00:19:06: Ja und weil wir es gerade schon haben Kathi, haben wir auch eine Tese für dich vorbereitet.
00:19:11: Du passt grandios.
00:19:12: Und zwar, Frauen sind für soziale Berufe gemacht nicht für technische.
00:19:18: Was ist deine Einschätzung dazu?
00:19:21: Also ich habe mir da ein bisschen was so aufgeschrieben, bin ich natürlich ehrlich.
00:19:24: Ich hab mir das vorher schon mal angeguckt.
00:19:26: also sowas äh... Da muss man auch mal drüber nachdenken liebe Mädels wenn ihr da jetzt gerade zu hört sowas kommt nicht aus der Pistole geschossen.
00:19:32: da wo muss man nachdenkt.
00:19:35: Also Frauen sind für soziale Berufe gemacht, nicht für technische.
00:19:38: Also Frauen ist für Leadership gemacht, egal ob im sozialen oder im technischen Beruf.
00:19:43: das schon mal vorne weg.
00:19:46: Frauen sind alle für alle Berufer gemacht die ihnen helfen finanziell unabhängig zu sein, dass auch vorneweg.
00:19:52: Vanessa hat es vorhin auch schon einmal so mit einem halben Zwingern gesagt viel Geld verdienen finde ich tatsächlich einen wichtigen Aspekt dabei.
00:20:04: da sie eine stärkere Verbindung zwischen ihrer linken und rechten Gehirnhälfte haben, was dafür sorgt dass genau diese komplexen Fragestellungen die eben über die ihr gerade gesprochen habt potenziell auch durch Frauen besser lösbar sind.
00:20:18: Das soll nicht bedeuten das Jungs oder Männer irgendwie schlechter sind oder dass Frauen irgendwie besser sind aber es lässt sich schon aus aktueller wissenschaftlicher Sicht sagen, dass die Verbindungen im weiblichen Gehirn ein bisschen anders funktionieren.
00:20:33: Also Frauen sind sowieso für alle Berufe gemacht, denn wenn Frauen in den Berufen fehlen dann fehlen wichtige Sichtweisen auf Probleme.
00:20:40: Egal ob es jetzt im sozialen oder im technischen ist.
00:20:44: Im Technischen sehen wir es nur relativ gut weil in der Technik eben nicht so viele Frauen unterwegs sind.
00:20:52: Wir sehen das beispielsweise im Bereich künstliche Intelligenz.
00:20:57: Viele von euch haben das bestimmt schon mal ausprobiert je nachdem wie alt ihr seid schon mal JetGBT oder wie sie nicht alle heißen diese lustigen KI-Tools, denen man irgendwelche Fragen an den Kopf schmeißen und dann kommen irgendwelchen Lustigen halbwahren Antworten dabei raus.
00:21:11: KI wurde häufig durch Männer implementiert.
00:21:15: das heißt dass KI potentiell weiß und männlich ist tatsächlich.
00:21:21: Das seht ihr immer daran wenn ihr versucht genderneutral die KI Dinge beschreiben zu lassen.
00:21:26: es kommt meistens was männliches weißes dabei raus.
00:21:29: Es liegt daran nicht, dass es eben mehr Männer gibt.
00:21:34: Das stimmt nämlich nichts.
00:21:35: Es gibt eigentlich mehr Frauen auf der Welt.
00:21:36: Ich glaube, einundfünfzig Prozent der Weltbevölkerung sind Frauen.
00:21:40: Sondern das heißt nur, dass viele Jungs und Männer dafür arbeiten, dass KI Dinge tut.
00:21:48: Und wenn Frauen da mehr vertreten werden, dann würde die KI da auch weniger... ja ...männerzentrierte Aussagen tätigen.
00:21:57: Deswegen ist es sehr wichtig dass Frauen auch für technische Brüfe unterwegs sind.
00:22:03: Und das heißt noch lange nicht, dass sie dafür besser oder schlechter gemacht sind.
00:22:06: Danke!
00:22:08: Daran lässt sich wunderbar eine These für euch beide anschließen und zwar Frauen in der IT werden häufiger als Ausnahme wahrgenommen, als es der Realität entspricht.
00:22:21: Wie schätzt ihr das ein?
00:22:22: Oder wie erlebt ihr das auch innerhalb der SVA in euren Teams, in eure Arbeitsrealität bei den Kunden intern an anderen Stellen.
00:22:32: Das ist eine interessante Frage, weil jeder der mich kennt weiß dass ich tatsächlich... Ich habe auch Realschule gemacht und hab dann mein berufliches Gymnasium dran gehängt, weil ich ja gesagt habe ich arbeite auf meinem Ziel hin.
00:22:44: das heißt ich habe nach der Realschuhe gesagt ich hänge jetzt noch die Oberstufe dran.
00:22:48: so ich war auf dem beruflichen gymnasium mit einem Schwerpunkt Gartenverarbeitung habe ich mir extra rausgesucht was war?
00:22:54: Ich war in der elften Klasse das einzige Mädchen unter circa dreißig Kerlen By the way, die entspannteste Schulzeit meines Lebens und geilste.
00:23:02: Weil es einfach super lustig mit den Jungs war!
00:23:05: Und da habe ich zum Beispiel gar nicht gemerkt dass ich ja alleine bin oder als Mädchen oder als Frau weil wenn du in einem Bereich unterwegs bist indem du gut bist irgendwann zählt dann nicht mehr was du für ein Geschlecht hast sondern es kommt irgendwann auf das Können an.
00:23:20: und wenn du auch mit solchen Leuten dich umgibst und wenn auch deinen Arbeitgeber oder deine Kollegen so sind dann ist es die beste Arbeitsumgebung, die du eigentlich haben kannst.
00:23:30: Weil das ist einfach normaler respektvolle Umgang.
00:23:33: Würde ich das sagen?
00:23:35: Sollte so sein!
00:23:37: Ich weiß aber auch aus der Realität geht es leider nicht jedem so und ich habe da wirklich das große Privileg dass es so ist.
00:23:43: Das ist mir damit wirklich gut ging und dass sich das Glück hatte Und ich hatte natürlich auch Frauen und Mädels bei dem Zeitpunkt in meiner Parallelklasse also von daher ganz alleine war ja auch nicht In der Uni.
00:23:56: hingegen war das dann schon sehr interessant, als ich meinen ersten Vorlesungstag hatte.
00:24:01: Riesen Audimax komplett voll und der Prof hat immer so einzeln aufgefragt ... Ja wer studiert denn dies?
00:24:07: Und wer studierte denn jedes?
00:24:08: Ich dachte am Anfang Boah geil hier sind so viele Frauen drin, endlich mehr Frauen noch mal!
00:24:13: Bis sich herausgestellt hatte dass die meisten zu dem Zeitpunkt Joint Bachelor Informatik und Psychologie gemacht haben.
00:24:20: Das heißt in diesem reinen Informatiksstudium was ich gemacht habe war die Zahl auch deutlich geringer.
00:24:26: Aber ich habe dann auch gemerkt, ich bin dann nochmal gewechselt auf eine andere Hochschule und da ist es dann deutlich ausgeglichener gewesen und da ging's dann wirklich mehr darum wer Bock hatte was zu lernen der ist auch da geblieben.
00:24:37: und dann hat man gemerkt am Ende waren wir doch recht ausgeglichen.
00:24:41: Und auch hier bei SVA hab' ich auch nicht das Gefühl dass sich irgendwie dadurch benachteiligt werde Weil wie gesagt, wir unterhalten uns auf einer fachlichen Art und Weise bzw.
00:24:51: natürlich auch in der Kaffeemaschine und tauschen uns über alles Mögliche aus Und da geht das aber um dich als Menschen und nicht unbedingt um dich Als Frau oder als Mann oder divers.
00:25:03: Das sind so meine Erfahrungen.
00:25:04: Katja will was bei dir.
00:25:07: Also wenn ich mir die Frage nochmal anschaue werden wir häufiger als Ausnahme wahrgenommen als es der Realität entspricht.
00:25:13: Ich würd sagen nein, weil wir sind doch immer noch irgendwie die Ausnahme.
00:25:17: Leider, leider, leider.
00:25:18: Woran das legt, da kann man jetzt mal darüber diskutieren ne?
00:25:21: Ich hab mir das ganze Mal nochmal am Hand des Beispiels IT tatsächlich nochmal angeschaut und zwar war es in der IT beispielsweise nicht immer so.
00:25:30: ich hau mal ganz kurz aus.
00:25:31: also vielleicht hat schon mal jemand von euch von der Ada Lovelins gehört.
00:25:35: Die Ada Lovelins hat im neunzehnten Jahrhundert das erste Programm geschrieben Das erste Programm für eine Rechenmaschine Und das war offensichtlich eine Frau.
00:25:45: Im Zweiten Weltkrieg, als die Männer irgendwie an die Front mussten, haben dann ganz viele Frauen auch immer weiter programmiert und die Großrechner bedient und Flugbahnen berechnet – ob es jetzt so cool ist oder wenn man mal da hingestellt hat, was ja damals ging.
00:25:58: Die Männer waren halt an der Front und die Frauen haben zu gesehen, dass die IT hinten funktioniert Weil zu der Zeit galt halt Hardware und das Bauen an Maschinen als Männersache, während Programmieren eher als Routinearbeit angesehen wurde.
00:26:13: Und so bis Anfang der neunzehnhundertachziger Jahre lag der Frauenanteil bei Programmiererinnen bei halt zweiundvierzig Prozent!
00:26:21: Das müsst ihr euch mal vorstellen.
00:26:23: Anfang der achtziger Jahre.
00:26:24: jetzt bin ich schon Ende der Achziger geboren.
00:26:27: Gott ja... Ich bin alt um Gottes Willen.
00:26:30: So, erst Ende der Achtziger stieg dann so ein bisschen die wirtschaftliche Bedeutung von Software.
00:26:35: Der Beruf wurde weiter professionalisiert und es wurden vermehrt auch formale Studienabschlüsse in Informatik vorausgesetzt.
00:26:44: also damit verschwanden Frauen sukzessive ab Mitte der Aachtziger von der Bildfläche.
00:26:50: Warum könnte man sich jetzt fragen?
00:26:52: Ganz einfach.
00:26:53: Weil in der Mitte der achtziger Jahre hat der PC, also der Personal Computer jeder von euch hat so ein Ding und wenn es nur das Handy ist was ihr gerade in der Hand habt dann ist das auch ein Personal Computer.
00:27:06: Und zur damaligen Zeit wurden diese PCs ausschließlich an jungen und Männer vermarktet weil man konnte spielen, man konnte programmieren.
00:27:16: Und das hat er dann zur Folge, dass Söhne eher Zugang zu PCs hatten und Mädchen halt eher nicht.
00:27:24: Irgendwann Jahre drauf kamen auch vermehrt Professorinnen darauf, wenn ich im Studium setze einfach voraus, dass die Jungs ja eh schon an ihren PCs, die sie zu Hause rumstehen hatten getüftelt.
00:27:39: Und das hat dann die Mädchen weiter aufs Abstellerglas gebracht.
00:27:43: Das heißt also Frauen wurden zunehmend einfach abgehangen.
00:27:46: und ja, also waren Frauen nie schlechter in Mathe oder schlechter im Programmieren als Männer.
00:27:53: Vielmehr wurde eher durch gezielte Vermarktungen von PCs an Jungs und Männer.
00:27:59: Ja, der Prästischgewinn also es war irgendwie cooler zu programmieren.
00:28:05: Das hat das Ganze dann grundlegend verändert und so ein bisschen zur Männerdomäne umgebaut.
00:28:10: Und das ist der Grund warum Frauen heute häufiger als Ausnahme in der IT wahrgenommen werden, als es eigentlich der Realität entspricht?
00:28:19: Das heißt man könnte jetzt durchaus zusammenfassen von dem Exkurs den du uns auch gegeben hast Danke dafür!
00:28:26: Es liegt weniger am Können als auch an strukturellen Aspekten, die heutige Lage wie wir sie schon immer wieder an Universitäten beobachten können verursacht haben.
00:28:38: Ja
00:28:39: und daraus ableiten traut euch ihr könnt das oder?
00:28:42: Auf jeden Fall!
00:28:43: An die jungen Mädchen wie natürlich auch Jungen und Männer.
00:28:48: aber ihr habt's ja vorhin schon ganz schön résumiert.
00:28:51: also jeder Beruf ist für jeden da.
00:28:53: Traut euch und brech diese Muster die da eben aus der Vergangenheit bestehen auf.
00:28:58: Ja, definitiv.
00:29:00: Daraus kann man auch ableiten ist es wichtig vor allen Dingen die Menschen zu begeistern sich mit IT zu beschäftigen.
00:29:07: also habt ihr da einen Tipp eine Idee wie kann man Frauen Mädchen begeisternt sich mit der IT zu Beschäftigen?
00:29:20: Also wenn ich dazu was sagen darf Ich habe nämlich mal so überlegt ist das, was mich inspiriert hat.
00:29:28: Also mich hat tatsächlich eher damals das Naturwissenschaftliche total fasziniert und ich glaube wenn man zum einen als erwachsene Person jetzt gesprochen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt sich frühzeitig mit den Naturwissenschaften auseinanderzusetzen aber auch auf eine bielerische Art, die einfach auch Spaß macht.
00:29:50: Wo es wirklich um das Entdecken geht und wo man so gefühlt ist jedes Abenteuer ist wenn man endlich einen Quellcode geschrieben hat der funktioniert und man endlich diesen Moment hat.
00:29:59: Boah ich habe's endlich geschafft!
00:30:01: Das ist ein total cooles Gefühl was einen so motiviert und antreibt.
00:30:08: Das finde ich wichtig aus der Erwachsenenperspektive das zu ermöglichen und als Kind oder Jugendliche Oder junge Erwachsenen, Personen, dass man da einfach dann guckt.
00:30:22: Ja... sich selber mal hinzusetzen und mal zu sagen hey was interessiert mich?
00:30:27: Was könnte mich interessieren?
00:30:29: oder vielleicht womit habe ich noch gar nicht gerechnet?
00:30:32: Was hab' dich noch nie auf dem Schirm und das man dann wirklich einfach mal den Horizont auch absichtlich offen hält um mal neue Wege zu beschreiten und zu schauen was gibt's denn dann noch vorhin mal zu arbeiten, auf Messen zu gehen?
00:30:48: und wenn ich jetzt überlege es wird mittlerweile so viel mehr möglich was einem schon angeboten wird.
00:30:53: Also wenn ich überleg mein Neffe der ist jetzt in einer Schule da gibt's eine Mintklasse das gab's bei mir damals nicht.
00:30:59: Das hätte ich sofort gerne gemacht.
00:31:02: Oder Roboter AG ist, wo sie dann kleine Roboter programmieren.
00:31:05: Das gab es bei mir auch nicht!
00:31:07: Da war der Lehrplan... Der war bei mir in der Oberstufe noch nicht so fix wie er heute ist.
00:31:13: Also der war damals experimentell tatsächlich und da ist schon viel was man auch entdecken kann, was man wahrnehmen kann.
00:31:22: Das heißt auf die Chancen die es jetzt gibt einfach ergreifen Mal sich wirklich durchstöbern und man kommt ganz oft von einem zum anderen, unterhaltet euch, vernetzt euch.
00:31:31: Und dann kommt ihr auf ganz neue
00:31:33: Wege.".
00:31:34: Das ist eine schöne Überleitung zu unserem nächsten und auch letzten Themenfeld nämlich Rollmodels- und Netzwerke.
00:31:42: Du hast es gesagt, vernetzt euch!
00:31:44: Ihr habt's beide vorhin gesagt.
00:31:45: Auch im Daily Doing ist das am Ende des Miteinander und dass ineinander greifen der verschiedenen Kompetenzen die man mitbringt fachlich wieder rüber hinaus.
00:31:55: Gibt es ansonsten noch etwas, was ihr teilen könnt?
00:31:57: Was euch auf eurem Weg inspiriert hat.
00:32:00: Bei mir waren's tatsächlich auch ein paar Kolleginnen, weil auch bei mir SVA der erste Arbeitgeber war, die mich wirklich inspiriert haben und die schon länger in IT sind und einfach gezeigt haben, dass man als Frau da grundsätzlich auch die Meinung äußern darf und kann ohne dass man schlechter behandelt wird Und das auch vorgelebt zu bekommen, nicht nur von der Kollegin sondern auch vom Umfeld.
00:32:25: Dass es geht und dass es auch erwünscht ist.
00:32:27: Ich glaube, das war bei mir halt einfach noch mal so.
00:32:29: ein Punkt, der wichtig war aber insgesamt fast mich bei meinen Vorbildern so inspiriert hat Es war wirklich der Spaß und die Faszination an den Themen.
00:32:40: Also ich könnte jetzt hier anfangen Dutzende Namen zu nennen.
00:32:45: Ich glaube, das geht einfach wirklich darum.
00:32:47: Solange man Spaß in dem hat was man tut und mit Leidenschaften vollem Herzblut dabei ist und man dann auch wirklich sagen kann ich mache das gerne und ich stehe da für jeden Morgen wirklich gerne auf.
00:32:59: Das ist etwas sehr wertvolles.
00:33:01: und vielleicht nochmal ganz kurz zu dem Netzwerk weil du das gesagt hast also bei mir es hat sich auch Ganz vieles ergeben einfach im normalen Gespräch.
00:33:11: Weil wenn ich gesagt hab, ja, ich mach Informatik und die so nass ... Ach wirklich?
00:33:14: Ist das nicht zu
00:33:15: schwer?!
00:33:16: Nö!
00:33:16: Also meine Kommiliton und ich kriegen das ziemlich gut hin.
00:33:19: Das war gar kein Thema.
00:33:21: Und dann hat man auch den einen oder andere Vorurteil mal wieder aufgeräumt.
00:33:28: Da hat man aber auch festgestellt, achja, meine Schwägerin macht ja das auch.
00:33:32: Oder die Tochter der Nachbarin macht es auch.
00:33:35: Man hat dann auch über total unterschiedliche Netzwerke auf einmal da nochmal Leute gehabt im Umfeld, mit dem man dann noch mal neu kontaktisch knüpfen konnte.
00:33:43: Oder auch auf Messen zu gehen.
00:33:45: Da hat man auch nochmal ganz unterschiedliche Kontakte auf einmal hinbekommen und hat sich... Und wenn es nun ein Einstieg war?
00:33:51: Das waren teilweise auch Fachvorträge.
00:33:54: oder also mit dem Gemischten bin ich voll bei dir dass man auch sagt Ich will nicht nur in eine Schublade gesteckt werden Nein!
00:34:01: Ich bin genauso.
00:34:02: einen Teil der Gruppe der Welt zähle ich auch mit als Zielgruppe und dann auch da einfach nachfragen, mithreden diskutieren
00:34:12: austauschen.
00:34:14: Selbst bei Social Media im Sinne von LinkedIn oder so dass man sich auch damals frühzeitig mal umschaut weil es gibt ja viele Firmen die auch schon viel anbieten und Schnuppertage.
00:34:25: Ich weiß es gibt den Girls der auch bei uns aber eben auch noch für ganz viele andere Gruppen.
00:34:33: Da können wir einmal auch direkt aus dem Nähekästchen plaudern von letzter Woche.
00:34:37: Ganz aktuell haben wir nämlich bei uns hier in der Firma auch wieder ein Mint EC Camp angeboten, das ist ein Verein In den Mintfächern mit Schulen kooperiert und wir hatten Jungen und Mädchen, Schülerinnen und Schüler hier bei uns in der Firma zu Gast.
00:34:54: Und wir waren total hoch erfreut dass es nämlich ganz ausgeglichen war sowohl der Frauen wie auch der Männeranteil.
00:35:01: das heißt auch hier einfach anmelden nutzen trauen.
00:35:05: ihr habt jetzt die Möglichkeit Dinge auch auszuprobieren bevor ihr euch dann auf einen Weg letztlich festlegt oder erst einmal festlegt.
00:35:13: Das haben wir auch gehört, es gibt immer wieder Abzweigungen rechts und links.
00:35:17: Ja aber Praktika oder ähnliches?
00:35:20: Also ich hab mehrere Praktikar tatsächlich im Hotel gemacht.
00:35:23: ja Ich war auch kurz davor da meiner Ausbildungsvertrag, wenn du unterschreibst, aber jetzt ist auch im Nachhinein ganz glücklich dass ich's nicht gemacht habe Wenn wir noch mal über Rollmodels und Netzwerken nachdenken.
00:35:33: also kleine Appell an die Eltern die das mithören bestärkt eure Mädchen in den Interessen die ihr habt.
00:35:39: und seit offen für Taubdinger, weil das hätte ich mir zum Beispiel von meinen Eltern eher mal gewünscht.
00:35:43: Ich habe mich früher viel an meine Fahrräder rumgeschraubt.
00:35:45: Ich hab eine Karrierebahn gehabt vor meinem großen Bruder die ich gehegt und gepflegt habe.
00:35:50: Und trotzdem bin ich in irgendeiner Form von meinen Eltern in Richtung einer kaufmännischen Ausbildung gebracht worden.
00:35:55: Und ob es später realisiert ist dass jetzt vielleicht nicht so das wahre für mich ist sondern dass sich eben diese komplexen Themen viel besser bearbeiten kann, viel mehr Spaß daran hat.
00:36:02: Da wünsche ich mir gerade von den Eltern weiblichen Mitglieder in den Familien, dass es nicht immer die Tiererzähler oder die Pflegekraft sein muss.
00:36:14: Das ist ein Ausbild, wo man einschlägt und weil man dann Helfer-Syndrom wie Devan das er hat.
00:36:20: Und ich dachte du zähltst jetzt die ganzen Barbie Figuren auf, die bloten Barbie
00:36:24: usw.,
00:36:25: mehr Informatiker Barbies.
00:36:28: Das wäre auch gut.
00:36:29: ja!
00:36:32: Um das Ganze nochmal zu... einen sinnvollen Abschluss zu bringen.
00:36:37: Was würdet ihr denn den Hörerinnen an dieser Stelle oder den Schülerinnen mitgeben?
00:36:45: Ich finde, Kathima hat so schöne Abschlussworte.
00:36:47: Deswegen fange ich mal an!
00:36:51: Du sagst am Ende genau das was ich denke... Das ist toll von
00:36:55: mir.
00:36:55: Danke dir.
00:36:56: Ja, eher wem Ehre gebührt.
00:36:59: Ne, was was ich tatsächlich einfach jeden mitgeben kann, traut euch.
00:37:03: Mach das worauf ihr Lust habt!
00:37:05: Lasst euch nicht in irgendwelche Schubladen stecken weil jeder von euch hat sein ganz eigenes Potenzial und seine eigenen Stärken und Können und jeder von uns ist für sich so besonders.
00:37:16: ein einzig Artikel da ist jeder auch einen Gewinn.
00:37:20: also von daher nutzt er das und verbindet euch mit Leuten die euch gut tun, die euch inspirieren, die Euch unterstützen Sei es jetzt Mentoren, sei es in irgendwelchen Vereinen oder in irgendwelschen AGs in der Schule oder in der Uni.
00:37:40: Sucht euch euer Netzwerk, ihr entscheidet das selbst.
00:37:43: und es ist vor allem total egal ob ihr dann schlussendlich im Keller landet wie die Carti das gesagt hat und programmiert oder am Ende konfiguriert oder was designed oder was verkauft nutzt euer Potenzial.
00:37:59: Es erwartet auch keiner, dass ihr dann immer sofort alles könnt.
00:38:02: Dass wenn ihr keine Ahnung eine Ausbildung in der Richtung macht das ihr dann auch tausend andere Dinge könnt.
00:38:07: die Informatik als Beispiel ist so ein großes Gebiet da kann gar nicht jeder alles können.
00:38:12: deswegen sucht euch genau die Nische die euch passt wenn es euch interessiert und mach das was Spaß macht weil euch muss es damit gut gehen und das ist euer Weg Und euer Job und von daher macht das beste bei euch draus.
00:38:27: Ich kann mich dem ziemlich genau anschließen, ich würde auch sagen.
00:38:29: Also wir alle gehen letztlich arbeiten um Geld zu verdienen.
00:38:32: Keiner von uns macht das in irgendeiner Form aus Hobby oder aus Ehrenamtgründen.
00:38:36: Wir alle müssen irgendwie... Auch ihr wenn ihr irgendwann euren eigenen Haushalt vielleicht habt oder eure eigenen Brötchen kaufen möchtet müsst ihr euch dieses Geld irgendwie verdienen.
00:38:44: und das Leben ist zwar schnell vorbei aber das Leben kann auch ganz schön lang sein.
00:38:48: und deswegen mein Tipp findet halt einen beruflichen Weg der euch Spaß macht und der euch auch finanziell unabhängig macht.
00:38:56: Aber Spaß ist wirklich ganz weit vorne.
00:38:57: Ohne Spaß ist alles doof, alles!
00:39:03: Apropos Spaß – davon hatten wir heute jede Menge mit euch.
00:39:06: Danke Vanessa und Kati dass ihr hier dabei wart und uns ehrliche Einblicke in Euren Weg in die IT gegeben habt.
00:39:13: Ich bin mir sicher ihr konntet viele Menschen inspirieren.
00:39:17: Damit verabschieden wir uns, das war Spotlight On After School.
00:39:20: Euer Podcast für echte Einblicke in Studium, Ausbildung und Beruf.
00:39:25: Ob in der Bib im Bus oder beim Prokrastinieren – schön dass ihr dabei wart!
00:39:29: Ihr könnt uns gerne euer Feedback in den Kommentaren da lassen oder auch eine Mail an podcast at sfa.de schreiben.
00:39:36: Gerne auch den Podcast abonnieren um die nächste Folge nicht zu verpassen.
00:39:39: Und da hört ihr nächsten Monat dann wieder Jan & Valentin.
00:39:42: Danke, dass auch wir heute zu Gast sein durften.
00:39:45: bis dahin machts gut tschüss
00:39:47: Tschüss!
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