#05 Thesiswahnsinn: So gelingt die Abschlussarbeit
Shownotes
In dieser Folge tauchen Jan und Valentin gemeinsam mit Christoph Gombert, einem erfahrenen Betreuer zahlreicher Bachelor- und Masterarbeiten, tief in den „Thesiswahnsinn“ ein. Die drei beleuchten:
- Was eine Abschlussarbeit ausmacht und warum sie für viele zur größten Herausforderung im Studium wird
- Welche Stolpersteine zu Beginn lauern – von der Themenfindung bis zur ersten Motivation
- Typische Fehler und No-Gos, die Studierende immer wieder ausbremsen
- Wie ein klarer, sinnvoller Weg zur erfolgreichen Thesis aussieht – inklusive Tipps aus der Betreuungspraxis
- Wertvolle Spezialtipps für den Endspurt, von KI-Einsatz bis Literaturmanagement
Eine Folge für alle, die mitten in der Abschlussarbeit stecken – oder sich mutig auf den Weg dorthin begeben.
Quellen:
- https://www.uni-muenster.de/Rektorat/abuni/2005/ab051207.html
- https://www.thema-abschlussarbeit.de/thesis/masterarbeit/anforderungen-an-die-masterarbeit/
- https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165267/umfrage/hochschulabschluss-bachelor-und-master-seit-2000
- https://www.umwelt-campus.de/fileadmin/Umwelt-Campus/User/HteHeesen/documents/Hinweisezuwissenschaftlichen_Abschlussarbeiten.pdf
- https://www.gothesis.de/ratgeber/bachelorarbeit-schreiben
- https://www.uni-hannover.de/fileadmin/luh/content/pruefungsamt/formulare/magister/02_plagiat.pdf
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Spotlight on After School.
00:00:07: Euren Podcast für echte Einblicke in Studium, Ausbildung und Beruf.
00:00:12: Mein Name ist Jan und ich freue mich, dass wir heute die fünfte Folge von unserem Podcast aufnehmen.
00:00:17: Und auch diese Woche nehmen wir wieder Wiesbaden auf und neben mir sitzt Valentin.
00:00:22: Hi, Valentin.
00:00:23: Guten Morgen, Jan.
00:00:24: Ja, diesmal bin ich wieder vereint mit dir und heute wollen wir euch etwas über die Abschlussarbeit, also Bachelorarbeit, Masterarbeit, näher bringen und deshalb sind wir nicht alleine.
00:00:35: Wir haben einen wundervollen Gast dabei.
00:00:38: Möchtest du dich vorstellen?
00:00:41: Ja, mein Name ist Christoph Gombert.
00:00:43: Ich bin schon ein bisschen länger bei der SVA, ungefähr seit sieben Jahren und bin auch im Studium hier gestartet.
00:00:50: Hab da ein paar Einblicke bekommen in Abschlussarbeiten, wie man das zusammen mit einem Unternehmen schreibt.
00:00:57: Hab seitdem noch ein Masterabschluss gemacht und arbeite jetzt seit einigen Jahren.
00:01:03: Hier bei SVA in einem recht technischen Umfeld, technischen Beruf, bin aber trotzdem auch noch bei uns in der Abteilung, die sich um junge lernende Menschen kümmert.
00:01:13: Und wir betreuen da auch ganz, ganz viele Abschlussarbeiten.
00:01:16: Da soll es ja auch heute drum gehen.
00:01:18: Und ja, was man da so macht, was du sind, was Downs sind, darüber werden wir sicher gleich noch sprechen, denke ich.
00:01:28: Ja, bevor wir dazu kommen, haben wir auch dir wieder die signische Frage mitgebracht.
00:01:32: Deine Story wird in New York Times veröffentlicht.
00:01:35: Wie würde deine Schlagzeile lauten?
00:01:37: Genau, meine Schlagzeile lautet Ausbildung oder Studium?
00:01:41: Wie mit einem Dualen Studium das Beste aus zwei Welten zur Erfolgsgeschichte wird.
00:01:46: Ich habe diesen Titel gewählt, denn mit einem Dualen Studium kriege ich super viel Praxiserfahrung mit, kann in Kundenprojekten das anwenden, was ich in der Theorie in der Uni gelernt habe und Lernen aber auch noch ganz, ganz viel kennen, was ich in der Uni vielleicht nicht kennengelernt habe, habe aber trotzdem die Fähigkeiten und die Werkzeuge an der Hand, die ich von der Uni kenne, um mich auch im beruflichen Kontext zu bewegen und super spannende Projekte zu begleiten schon während des Studiums.
00:02:17: Ja, sehr schön.
00:02:18: Und vor allen Dingen denke ich, knüpft es auch sehr, sehr gut in unsere Folge, die wir schon investuale Studium gemacht haben an.
00:02:23: Genau.
00:02:24: Und das auch etwas sonst, denke ich.
00:02:26: Weil die nur noch ich auf jeden Fall bestätigen würden.
00:02:29: Ja, hier haben wir ja das gewalte Wissen der Abschlussarbeiten sitzen.
00:02:33: Du als Betreuer von vielen Abschlussarbeiten.
00:02:36: Jan, der erst kürzlich seine Abschlussarbeit, seine Masterarbeit abgegeben hat.
00:02:40: Und ich, der gerade dabei ist, eine zu schreiben.
00:02:42: Und zusammen möchten wir euch in dieser Folge eben Einblicke geben, wie das so läuft und es ein bisschen als Experten jetzt schon bei der zweiten Abschlussarbeit darstellen, was wir vielleicht aus der ersten mitgenommen haben und auch zusammen mit Christoph ein paar Tipps ausarbeiten.
00:02:57: dass eure Abschlussarbeit reibungslos verläuft.
00:03:01: Ja und zunächst müssen wir mal kurz klären, was ist denn überhaupt so eine Abschlussarbeit?
00:03:05: vielleicht für diejenigen, die sich schon nicht damit befasst haben, vielleicht diejenigen, die noch kurz vor dem Abitur stehen vielleicht und im Studium noch nicht angefangen haben.
00:03:14: An Abschlussarbeit ist oft das Modul, mit dem das Studium endet, also eine schriftliche Prüfungsleistung, in dem man halt mit wissenschaftlichen Methoden arbeitet.
00:03:24: Das kann eine Bachelorarbeit sein, es kann eine Masterarbeit sein.
00:03:27: und vielleicht als Hinweis noch, wir werden heute eher über Bachelor und Masterarbeiten sprechen, nicht über andere Prüfungsarten wie Lehramtsprüfungen, Diplomarbeiten oder Promotion.
00:03:38: Unser Fokus liegt eher auf Bachelor und Masterarbeiten.
00:03:42: Genau, diese Abschlussarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit, kann in einem Forschungskontext geschrieben werden, also an der Hochschule.
00:03:49: in Begleitung mit einem Prof, um ein gewisses Forschungsziel herauszuarbeiten oder wie Jan und ich es gemacht haben, in Kooperation mit einem Unternehmen.
00:03:58: Wir haben ja beide bei der SVA geschrieben, um Technologien zu erforschen, bestimmte Technologien miteinander zu kombinieren und letztendlich eine Schnittstellenlösung auszuarbeiten oder einfach mit der Kombination zweier Technologien was neues zu erarbeiten, was vorher noch nicht gemacht wurde.
00:04:15: Genau kurz zum Hintergrund.
00:04:17: Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
00:04:43: So ist es.
00:04:44: Und vielleicht Christoph, direkt an dich die erste Frage.
00:04:48: Wenn du so jetzt an Abschlussarbeiten denkst, die du auch schon betreut hast, was sind denn so die häufigsten Probleme, die die Studierenden am Anfang haben?
00:04:56: Ist es das Thema, liegt es an der Motivation, Zeitmanagement?
00:05:00: Wie
00:05:00: fängt man überhaupt an?
00:05:01: Genau.
00:05:03: Genau.
00:05:03: Vielen Dank, Jan.
00:05:05: Ich würde sagen, das ist ziemlich eine Mischung aus allen Aspekten, die du angesprochen hast.
00:05:09: Es ist immer so schwierig zu sagen, ein bisschen von allem.
00:05:12: Ich muss aber sagen, das ist sehr, sehr typabhängig.
00:05:15: Sehr, sehr auch abhängig von dem Betreunenden, den man an der Uni hat, den man im Unternehmen hat.
00:05:21: Und es gibt Abschlussarbeitsthemen, wo man erstmal herausarbeiten muss.
00:05:27: Über was schreibe ich denn da?
00:05:29: Bei anderen Themen ist das absolut klar von vornherein.
00:05:32: Vielleicht hat man ja sogar auch schon so eine gewisse Idee bezüglich des Vorgehens oder welche Mittel man einfach verwenden möchte.
00:05:39: Und... Ich glaube, es gibt Beispiele für alle problematischen Aspekte, die du angesprochen hast.
00:05:45: Ich würde trotzdem sagen, es gibt ein Thema, was absolut vorherrschend ist, was absolut sich durchzieht.
00:05:50: Und das ist das Side-Management tatsächlich.
00:05:53: Je nach Hochschule hatten wir da zwei bis drei Monate für eine Bachelor-Arbeitszeit, ungefähr doppelt so lange für eine Masterarbeit.
00:05:59: Und was wir unseren Studierenden auch immer mitgeben, ist... macht euch frühzeitig Gedanken, wann ihr welchen, wir sagen immer, mein Stein zu erreicht haben wollt.
00:06:11: Und ich glaube, das ist super hilfreich, zu sagen, okay, nach der Hälfte der Zeit, als Beispiel, habe ich auch dreißig Prozent, vierzig Prozent Text geschrieben.
00:06:21: Das kann man nicht immer ganz so übertragen.
00:06:24: Aber, dass man eben genau sagen kann, wo man steht, dass man das irgendwie messbar macht.
00:06:29: Für Leute, die große Schwierigkeiten haben damit, die können das sogar so weit treiben, da gleich ein ganzes Diagramm daraus zu machen, das in Excel irgendwie zu füllen.
00:06:37: Nichtsdestotrotz sollte man es auch für sich selber überprüfbar machen und auch zum Beispiel mit dem Professor vereinbaren, dass man zu gewissen Zeitpunkten schon gewisse Versionen zur Verfügung stellt.
00:06:48: Motivation kann auch ein Thema sein.
00:06:51: Ich glaube, aber egal bei welchem Problemaspekt, über welchen Problemaspekt wir reden, gibt super Strategien, um dem entgegenzuwirken.
00:07:01: Und das idealerweise, bevor man startet, wenn es dann Richtung Abgabe geht, geht es dann eher nur noch um Schadensbegrenzung.
00:07:08: Deswegen je früher eigentlich, desto besser.
00:07:12: Vielleicht daran anknüpfend, wie merkst du als Betreuer, dass jemand auf dem falschen Weg ist, mitten während der Thesis.
00:07:22: Genau, also da ist super wichtig, weil wir als SVA, wir betreuen ja auch ganz viele Abschlussarbeiten und es ist super wichtig, dass wir da mit den Studierenden im engen Kontakt bleiben, vielleicht Weeklys oder zwei wöchentliche Absprache-Termine haben.
00:07:35: Und auch schon vor Start klären, was sind denn so, oder wo siehst du für dich Herausforderungen, was wird dir schwerfallen?
00:07:43: Also der Studierende, die Studierende ist ja auch ein bisschen in der Verantwortung natürlich das zu äußern und auf die Problemaspekte würden wir dann würden wir dann besonders eingehen.
00:07:54: Und wie eben schon gesagt, aus der Erfahrung der vergangenen Jahre oft treten solche Problematiken dann auf, wenn es bereits ein bisschen zu spät ist und da sprechen wir frühzeitig darauf an, wie ist der Stand auch sich natürlich zwischen Ständer als Betreuer schon mal anzuschauen, ist super wichtig.
00:08:11: Gerade wenn man selber, ich habe ja auch zwei Abschlussarbeiten hier bei SVA geschrieben, die Erfahrung daraus gesammelt hat, kann man schon mit mit wenig Zeit recht gut überblicken, wo steht der Studierende und wo ist vielleicht noch Verbesserungspotenzial und da super transparent in der Kommunikation natürlich zu sein.
00:08:32: Ja, ich finde, das spricht so gute Punkte an.
00:08:34: Ich habe mir das in der Bachelorarbeit so gemacht, dass ich mir wöchentlich überlegt habe, was möchte ich grob erreichen?
00:08:40: Also dann gesagt, hier Woche eins bis fünf ist nur Recherche.
00:08:44: Mein Thema war für mich klar, weil ich mir im Vorhinein schon vor dem Start sehr viel Gedanken darüber gemacht habe und auch den Titel sehr, sehr konkret formuliert habe und habe dann während der Bearbeitungszeit einfach nur mein Ablaufplan abgearbeitet.
00:08:59: Das hat es mir bei der Bachelorarbeit sehr, sehr einfach gemacht.
00:09:02: Bei der Masterarbeiter habe ich das nicht ganz so strukturiert angegangen und habe jetzt kein schlechtes Zeitmanagement dadurch, aber ein unstrukturierteren Ablaufplan.
00:09:13: Also ein bisschen Kreuzung quer, hier mal bisschen Recherche, hier bisschen Schreiben, hier praktische Ausarbeitung.
00:09:18: Man wechselt die ganze Zeit die Themen, was nicht unbedingt schlecht ist, aber man arbeitet dadurch eben nicht so effizient.
00:09:25: Und ich finde, da hast du auch schon viele wichtige Punkte angesprochen.
00:09:28: Genau, also das kann man auch nicht immer bis ins letzte Detail im Vorfeld planen.
00:09:33: Deswegen, vielleicht spreche ich mir auch noch darüber, Pufferzeiten sind super, super wichtig.
00:09:37: Das
00:09:37: kann sein, dass man länger für was braucht.
00:09:39: Das kann aber auch sein, dass man kürzer für etwas braucht.
00:09:43: Und... dass man bereits, wie ich eben gesagt habe, im Vorfeld, wenn man jetzt zum Beispiel einen praktischen Teil hat, schon alle wichtigen Ressourcen dafür bereit liegen hat.
00:09:53: Also bei uns ist es ja oftmals sehr, sehr technisch.
00:09:55: Man braucht irgendwelche Server oder vielleicht, wenn es Richtung künstliche Intelligenz gibt, KI-Modelle oder was auch immer im Vorfeld.
00:10:03: Und am besten organisiert man sich das natürlich nicht erst, wenn man dann dabei ist, sondern das sind alles Dinge, die ich mir auf meine To-Do-Liste schreiben kann.
00:10:12: und auch abarbeiten kann, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben natürlich starte.
00:10:15: Ja, das war tatsächlich bei mir so eines der Probleme.
00:10:18: Ich habe mir relativ genau schon gegliedert, was ich wann machen möchte und wann ich welche Meilenstein erreicht haben möchte während meiner Masterarbeit.
00:10:29: Allerdings habe ich die Pufferzeiten da komplett gebraucht.
00:10:31: Also bei mir hat sich ein Teil eher so dieser Entwicklungsteil.
00:10:35: Ich habe mir etwas technische Teile gehabt, wo ich mit Sprachmodellen gearbeitet habe.
00:10:39: Doch doch... recht lang zogen und hat mein ganzes Zeitplan etwas auch hinten verschoben.
00:10:45: Also das stimme ich absolut zu bei diesen Pufferzeiten.
00:10:49: Die braucht man, die muss man auf jeden Fall einplanen.
00:10:52: Dass wenn irgendwas schiefläuft, gerade wie gesagt, wenn man mit KI-Modellen oder so arbeitet oder technische Ressourcen braucht, ganz, ganz wichtig.
00:11:02: Mit den Pufferzeiten sprichst du den nächsten Punkt super an.
00:11:05: Ich habe gerade gestern viel an meinem Literaturteil gearbeitet und ich glaube, sechs Stunden gebraucht, um eine Dienerviersite zu Papier zu bringen, weil die Recherche dann doch umfangreicher war als erwartet.
00:11:16: So Dinge schiebt man gerne vor sich her und denkt, ja, ich mache lieber den nächsten Teil und die letzten zehn Prozent, die die Arbeit wirklich perfekt machen, was aber dann fünfzig Prozent des Zeitaufwandes sind, schiebt man vor sich her.
00:11:27: Wie erkennt man so eine Prokrastinationsfalle frühzeitig und wie kann man sowas vielleicht vorbeugen?
00:11:33: Genau, bei der Prokrastination helfen natürlich auch wieder die Meinsteine, dass die definiert sind, um es einfach überprüfbar zu halten.
00:11:41: Das verhindert natürlich nicht, dass ich in diese Falle laufe und überhaupt keine Motivation mehr habe, meine Arbeit weiterzuschreiben.
00:11:48: Und ich glaube, was super wichtig ist in der Zeit, in der gesamten Thesiszeit, ist sich zu belohnen.
00:11:54: Das kennt vielleicht der ein oder die andere aus Klausurenphasen oder ähnlichem, aber dass man sich feste Ziele definiert, vielleicht sogar Tag für Tag und sagt, heute schreibe ich den Theori-Teil zu oder den Grundlagenteil zu dem und dem Unterthema und sich danach mit etwas, etwas Schönen belohnen, etwas, was mir einem Spaß macht, das kann Bewegung sein, das kann was auch immer einem gut tut sein, aber ich glaube diesen Belohnungsgedanken immer mitzunehmen im gesamten Schreibprozess ist sehr, sehr hilfreich auch.
00:12:26: oder gerade bei der Prokrastination, was natürlich viel von uns
00:12:29: betrifft.
00:12:31: Die Betreuerin meiner Masterarbeit hat mir damals ganz zu Beginn den Tipp gegeben.
00:12:36: Überlegt dir gut, was für ein Thema du nimmst, denn du musst fünf Monate jeden Tag daran arbeiten.
00:12:44: Und das hat mir auch nochmal geholfen, nochmal in mich zu gehen.
00:12:48: Bei der Themenauswahl schon, um genau diese Prokrastination so ein bisschen zu verhindern.
00:12:53: Das ist ein Thema, wo ich morgens aufstehe und immer noch Lust drauf habe.
00:12:56: Also ich denke, da ist auch Themenausfall vielleicht auch ein Faktor.
00:13:01: Absolut.
00:13:02: Und ich glaube auch, dass man einfach diesen gesamten riesigen Berg Thesis, das sind unfassbar viele kleine Aufgaben, riesiger Bergarbeit, der auf einem wartet, dass man den in superschaffbare Teile unterteilt.
00:13:14: Also das Prinzip ist super alt, kennt man auch von der einen oder anderen Stelle.
00:13:19: In der Praxis, in der Anwendung hilft das sehr, wenn man sagt, okay, ich konzentriere mich heute nur wirklich auf den Absatz-Zielsetzung.
00:13:26: Und das ist dann schon viel schaffbarer als, euch muss mit meiner Thesis anfangen.
00:13:31: Wir haben jetzt schon über einige Punkte gesprochen, die man beachten muss, Panogos angesprochen.
00:13:38: Was macht für dich denn eine gute Betreuung aus?
00:13:41: Wie soll die denn aussehen?
00:13:43: Genau.
00:13:45: Eine gute Betreuung ist vor allem... beidseitig, also, dass man als Betreuer ein großer Interesse daran hat, seinen Studierenden, Hinweise, Tipps, ganz viele Nutzigkeiten mit auf den Weg zu geben und dass man eben auch als Studierender die Betreuung einfordert und auch ganz proaktiv nachfragt an Aspekte, wo man vielleicht selber Schwierigkeiten mit hat.
00:14:08: Die sind immer super, super individuell.
00:14:11: Nichtsdestotrotz würde ich sagen, regelmäßige Absprachen sind eine gute, gute Basis für eine gute Betreuung.
00:14:18: Und natürlich, das habe ich vorhin schon mal so ein bisschen anklicken lassen, dass man früh Feedback gibt und früh auch schon Fassungen zu sehen bekommt.
00:14:26: Eben nicht zwei Wochen vor Abgabe, sondern auch schon eine, wo vielleicht nur das Grundgerüst steht.
00:14:31: Und man kann aus der Erfahrung der letzten Jahre schon sehr, sehr früh erkennen, wo mögliche Probleme liegen könnten.
00:14:39: Ja, das kann der rote Faden sein.
00:14:42: Das können ganz, ganz einfache Formatierungsfehler sein.
00:14:45: Das kann die Anzahl an Zitaten oder ähnlichem sein.
00:14:48: Aber da eben sehr früh auf schon eine Fassung zu schauen, die einfach in Arbeit ist, das ist super, super wichtig.
00:14:56: Wir bei SVA haben auch ganz, ganz viele Studierende, die bereits ihre Abschlussarbeit hier geschrieben haben.
00:15:02: Wir haben ungefähr um die hundert Abschlussarbeiten in den letzten ... zehn, zwölf Jahren betreut, da also auch einen riesen Fundus an Erfahrung, den wir gesammelt haben.
00:15:13: Und die Studierenden hier können sich auch die Abschussarbeiten der anderen Studierenden anschauen, können sich da Inspiration holen, auch mal zu gucken, okay, wie ist eine Masterarbeit anders als eine Bachelorarbeit, können mit den Leuten sprechen, die hier ihre Abschussarbeit geschrieben haben.
00:15:31: Und ich glaube, das ist auch extrem wertvoll mit den anderen, die... ebenfalls eine Abschlussarbeit geschrieben haben, in den Austausch zu gehen.
00:15:38: Das heißt, man kann von diesem Erfahrungsschatz, den vielleicht auch eine Firma hat und
00:15:42: auch von
00:15:44: vorherigen Abschlussarbeiten auf jeden Fall einiges lernen.
00:15:47: Genau.
00:15:48: Also gerade auch, wenn man sich hinsichtlich eines bestimmten Aspektes irgendwie eine gewisse Herausforderung sieht, sei es der Konzept-Teil oder der Ergebnis-Teil, da würde ich auf jeden Fall immer mehr andere Abschlussarbeiten anschauen, schauen, wie andere Studierende das gemacht haben, idealerweise sogar im gleichen Themengebiet, denn wir bieten Abschlussarbeiten in allen möglichen Themen an.
00:16:13: und wenn jetzt ein anderer Studierende im Thema Big Data zum Beispiel eine Abschlussarbeit geschrieben hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr hoch, dass es noch einen anderen Studierenden gibt, der das ebenfalls getan hat.
00:16:26: Und kann sich von dort Inspiration und Erfahrung auf jeden Fall holen.
00:16:32: Genau, um nochmal zurück zur Betreuung zu kommen, da kann ich auch was mitgeben.
00:16:36: Und zwar habe ich einen anderen Betreuer gehabt bei der Bachelorarbeit wie bei der Masterarbeit.
00:16:42: Und beiden hat es aber sehr geholfen, wenn ich frühzeitig schon irgendwie ein Grundgerüst präsentieren konnte mit, was sind meine Kapitel, wie sehen die Unterkapitel aus?
00:16:52: und vielleicht kurz in ein, zwei Stichworten erklären, was ich da beschreiben möchte.
00:16:57: Die Betreuerin steckt natürlich nicht so tief in dem Thema wie einer selbst und dadurch kann man sich ein sehr gutes Bild machen und auch bei den Absprachen Notizen machen, weil die betreuende Person hat natürlich nebenher noch Tätigkeiten und da mal den Überblick zu verlieren passiert schnell und wenn man dann einfach so Notizen hat von dem Termin, hilft das allen Parteien sehr gut.
00:17:16: Was habe ich letztmal besprochen, kann dann im nächsten Weekly, bi-weekly, monthly, wie auch immer, wie oft man sich da austauscht, wieder drauf eingehen und dann sind alle wieder auf dem gleichen Wissensstand.
00:17:27: Was uns als Betreuenden super wichtig ist, ist, dass eine Absprache und enge Kommunikation mit dem Professor stattfindet, also mit demjenigen, der die Arbeit am Ende auch bewertet.
00:17:38: Und deswegen ist es uns sehr, sehr wichtig, dass wir diesen Aspekt berücksichtigen und nicht sagen, hey, Deine Arbeit arbeitest du ja jetzt für das Unternehmen, arbeitest das für SVA, sondern am Ende gibt der Professor die Note.
00:17:54: Das heißt, es macht super Sinn, sich mehr eng mit dem Professor abzustimmen und auch abzuklopfen, welche Anforderungen der Professor hat, welche Aspekte er ganz genau evaluiert haben möchte oder beschrieben haben möchte, was wichtig ist für sie oder ihn.
00:18:11: Und dementsprechend... würden wir als Betreunder auch die Arbeit ein bisschen anders auslegen oder eben einen anderen Fokus setzen.
00:18:19: Also die Uni, die Hochschule steht bei uns da immer im Fokus.
00:18:23: Total, vielleicht hilfst du auch, so habe ich zumindest bei meiner Bachelorarbeit gemacht, eine Arbeit von dem Prof sich anzugucken, sofern die öffentlich ist, um da seinen Stil rauszusehen.
00:18:33: Wie hat er die Zielsetzung vielleicht formuliert?
00:18:36: Wie geht der Impffazit nochmal auf die Einleitung ein?
00:18:38: Wenn der Prof vielleicht merkt, dass man... Da man darauf geguckt hat, den ein oder anderen Aspekt auch bei sich eingebunden hat oder vielleicht, wenn es in eine ähnliche Richtung geht, gleiche Werke zitiert, dann freut das einen Prof eigentlich immer sehr.
00:18:51: Genau, ich glaube einfach, es ist super wichtig, da proaktiv zu sein, auf den Prof zuzugehen und eben nicht erst ganz am Ende eine fertige Fassung zu präsentieren, sondern schon vorher mit dem Professor zu sprechen und zu wissen, ob was dieser oder diese Wert legen.
00:19:07: Genau regelmäßige Abstimmungstermine mit dem Professor Helfen auf jeden Fall.
00:19:11: Das kann ich auch nur empfehlen.
00:19:13: Habe ich auch so gemacht.
00:19:15: Bei mir zum Beispiel war das Thema Quellen.
00:19:17: Meine Abschlussarbeit ging um Agentik AI.
00:19:20: Da gab es jetzt auch noch nicht so viele Quellen dazu.
00:19:24: Und da war eine Frage, darf ich auch nicht wissenschaftliche Quellen, zum Beispiel Blockbeiträge von irgendwelchen Firmen.
00:19:31: Und auch da sollte man den Prof fragen, weil auch dieser im Endeffekt das letzte Wort bei der Bewertung hat.
00:19:37: Genau, gleiches Problem habe ich auch.
00:19:38: Ich versuche, eine Referenzarchitektur aufzubauen, mittels zwei Anbieter, einmal Microsoft, einmal Google.
00:19:44: Und Microsoft gibt einen klaren Leitfaden vor, in einem offiziellen Dokument.
00:19:49: Und von Google ist jetzt erst kurz ein Community-Forum-Blogbeitrag von einem Google-Mitarbeiter selbst rausgekommen, wo der genau die gleiche Referenzarchitektur implementiert, was halt super unwissenschaftlich ist, aber halt trotzdem irgendwie Halt hat dadurch, dass es ein Google-Mitarbeiter selbst ist.
00:20:05: So was muss man dann immer... natürlich selbst beurteilen, wie vertrauenswürdig ist die Quelle, wie gut sind die Informationen und im besten Fall mit betreuenen und Prof abklären, ob dem die Quelle reicht.
00:20:18: Jetzt haben wir schon über ganz, ganz viel gesprochen und ganz, ganz viel auch mal angerissen.
00:20:23: Wollen wir jetzt final mal darüber sprechen, wie geht es denn richtig?
00:20:26: Wie ist denn die Vorgehensweise, wie man richtig an eine Abschlussarbeit rangeht, was man berücksichtigen sollte?
00:20:32: Und da ist das erste Thema, ja das Thema.
00:20:36: der Abschlussarbeit.
00:20:37: Wie finde ich das?
00:20:39: und vor allen Dingen, wie setzt man da den richtigen Fokus und kann auch den Scope richtig einschätzen?
00:20:46: Genau, da muss man ein bisschen unterscheiden.
00:20:47: Einerseits zwischen Arbeiten, die direkt vom Prof kommen, andererseits von Themen, die vom Kooperationsunternehmen vorgegeben sind.
00:20:55: Das Schamante bei beiden Lösungen ist, dass es schon Thema vielleicht sogar eine Forschungsfrage gibt und beides bringt verschiedene Herausforderungen mit sich.
00:21:04: Ich gehe jetzt mal ein bisschen mehr auf den Aspekt mit den Kooperationsunternehmen ein.
00:21:09: Da ist die große Herausforderung, das mit den Professoren, mit der Hochschulseite übereinzubringen.
00:21:16: Ich glaube aber auch, wenn man da mit dem Professor spricht und auch ein Professor wird, der in diesem Themenbereich unterwegs ist, dass das sehr, sehr gut funktioniert.
00:21:28: Es ist immer wichtig, auch bevor man vielleicht mit einem Professor spricht und sagt, ich bin bei einem Kooperationsunternehmen und möchte hier eine Abschlussarbeit schreiben, schon mal zu schauen, welche anderen wissenschaftlichen Arbeiten gibt es denn überhaupt in diesem Bereich und schon mal so ein bisschen vorbereitet in dieses Gespräch eben reinzugehen, weil der Professor am Ende beim Thema eben eine ganze ganze Menge mit zu reden hat und man ihm mit ihm zusammen das eigentlich erarbeitet, was genau jetzt die Ziele und auch die Forschungsfrage sind.
00:21:58: Genau meistens fordern da so Professoren ein einseitiges Exposé, also eine kurze Beschreibung, was man vorhat, was die Zielsetzung ist.
00:22:06: Sowas ist natürlich nicht beim ersten Termin gefordert, aber wenn man jetzt eine Arbeit schreibt in Verbindung mit einem Unternehmen und sich dann profsucht, der halbwegs zu dem Thema passt, sollte man schon irgendwie halbwegs erklären können, was man vorhat, was das Ziel ist, weil da muss man sich frühzeitig darum kümmern, dass Man Professor findet, der darauf Lust und auch Zeit hat.
00:22:29: Ich glaube, noch eine sehr nützliche Strategie ist, wenn man ein Thema hat und sich schon mal beginnt, dort einzulesen, Abschlussarbeiten anderer Studierende zu lesen, dann gibt es am Ende immer einen Teil, der die weiterführenden Arbeiten oder Limitierung oder so ähnlich auffüllt.
00:22:45: Und das ist auf jeden Fall ein Ansatzpunkt, wo man sagen kann, da, wo jemand aufgehört hat, mache ich jetzt weiter und setze darauf auf.
00:22:53: Dann hat man schon mal ein Grundgerüst.
00:22:56: Dadurch, dass das jemand schon mal beschrieben hat, ist auch klar, dass es dort noch Forschung zu tun gibt.
00:23:01: Und man kann sich durchaus von anderen Abschlussarbeiten, die im Internet öffentlich abrufbar sind, inspirieren lassen und auf deren Arbeit aufbauen, was ja auch ein total wissenschaftlicher Grundgedanke ist.
00:23:12: Man leistet Forschungsarbeit und andere Sätzen auf genau dieser Forschungsarbeit auf.
00:23:17: Genau.
00:23:17: Das Wichtigste ist aber, Jan, du hattest es ja schon erwähnt, dass es ein Thema ist, wofür man brennt, worauf man selbst Lust hat, dass man nicht in die Prokrastinationsfalle tappt und ob das jetzt ein Thema ist von der Hochschule, was natürlich auch abgewandelt werden kann, wenn man sagen möchte, hier, ich möchte das bisschen ändern, weil das passt besser zu mir oder jetzt mit einem Kooperationsunternehmen.
00:23:37: Man sollte selbst hinter seinem Thema stehen und auch Lust darauf haben.
00:23:42: Okay, mal angenommen, ich habe jetzt ein Thema gefunden.
00:23:45: Und ich bin jetzt an einem Exposé dran vielleicht für Prof.
00:23:48: Das wird schon unter Vorbereitung kategorisieren.
00:23:52: Da sollte auch ein Zeitplan drin stehen, oder?
00:23:55: Im Exposé kann man schon gerne einen Zeitplan anhängen.
00:24:00: Also das kann jetzt irgendwie ein Gantt-Chart sein oder eine kurze Übersicht.
00:24:03: Woche eins das, Woche zwei das oder bis dahin liefere ich diese Version.
00:24:08: Wie du es angesprochen hattest, Christoph, zur Hälfte der Zeit möchte ich das schon fertig haben.
00:24:12: So was kann man auch gerne schon in eine Explosiv packen.
00:24:15: Genau.
00:24:15: Meilensteine sind da ganz wichtig.
00:24:17: Das können die Themen sein, Literaturrecherche, wo ich mich mit wissenschaftlich Literatur auseinandersetze, die es schon gibt, das eigentliche schreiben.
00:24:26: Meistens gibt es ja einen theoretischen Teil und eine Eigenleistung.
00:24:30: Für beides sollte man definitiv genügend Zeit einplanen, gerade wenn man Umfragen macht oder Interviews.
00:24:36: Da ist auch immer die Verfügbarkeit bei Interviews von Interviewpartnern so ein Problem.
00:24:40: Da braucht man auf jeden Fall immer genügend Zeit.
00:24:43: Und natürlich am Ende nochmal Puffer für Überarbeitung.
00:24:47: Denn das ist auch ein Punkt, den darf man nicht vernachlässigen.
00:24:51: Man schickt es ja am Ende nochmal raus.
00:24:53: Unter anderem an den Betreuer der Arbeit.
00:24:57: Vielleicht auch an Kommilitonen.
00:24:59: Die brauchen natürlich auch einen gewissen Vorlauf, um darüber zu lesen.
00:25:03: Ein wichtiger Aspekt ist natürlich auch, wenn man einen praktischen Teil hat, kann man da schon im Vorfeld auch einen kleinen Proof-of-Concept bauen.
00:25:10: Das ist bei uns im technischen Bereich sehr üblich, irgendwelchen Programmcode zu schreiben, der irgendetwas tun soll, aber dass man schon im Vorfeld weiß, okay, das klappt.
00:25:21: Es kann natürlich auch, wenn die Fragestellung entsprechend formuliert ist, ein Ergebnis sein, dass das nicht möglich ist.
00:25:28: In aller Regel, wenn man aber Daten, Ergebnisse... in welcher Form auch immer präsentieren und überhaupt mal sich ganz grundsätzlich damit auseinanderzusetzen, was brauche ich dafür, wie viel Aufwand ist das, welche Programmiersprache nehme ich, brauche ich leistungsstärke?
00:25:43: Server aus einem der Labore zum Beispiel und das da einfach mal drauf spielen und in einem ganz ganz kleinen Rahmen durchzuspielen kann sehr sehr hilfreich sein und ich glaube das hat auch noch einen weiteren positiven Effekt, dass man einfach sich recht sicher ist, dass das, was man vor hat, gut funktioniert oder gut funktionieren kann und dass die Motivation natürlich auch wieder steigert.
00:26:05: Jetzt habe ich also meinen ungefähren Ablaufplan.
00:26:08: Ich habe meinen Proof of Concept.
00:26:09: Ich weiß, wohin mein Thema gehen soll.
00:26:12: Jetzt geht es an die Anmeldung.
00:26:13: Ich habe meinen Prof schon gefunden, meinen Wegen Betreuer und entscheide mich jetzt, mache ich das an einer Hochschule als Forschungsarbeit oder suche ich mir ein Kooperationsunternehmen und mache das als praktische Ausarbeitung.
00:26:24: Was sind vielleicht die Vor- und Nachteile, das an der Hochschule oder im Unternehmen zu machen und wie komme ich an so ein Unternehmen ran?
00:26:31: Christoph, kannst du dazu was sagen?
00:26:34: Sehr gerne.
00:26:35: Viele Unternehmen bieten Abschlussarbeiten an.
00:26:39: Der klare Vorteil ist die Praxisnähe, dass man eben IT-Projekte oder generell Projekte aus der echten Welt bearbeitet.
00:26:48: Das können bei uns auch Kundenprojekte sein, dass man also schon mit seiner Thesis einen direkten Mehrwert für SVA liefert, gleichzeitig aber auch schon Berufserfahrung sammelt.
00:27:00: Am besten guckt man da entweder auf den Webseiten der jeweiligen Unternehmen, manchmal ist das aber auch auf großen Stellenportalen ausgeschrieben, dass man dort eben eine Abschlussarbeit schreiben kann.
00:27:14: Beide Aspekte haben wie immer Vor- und Nachteile.
00:27:17: Der Vorteil, wenn man mit einem Kooperationsunternehmen zusammenarbeitet, ist, ... in der Perspektive ein leichterer Berufseinstieg.
00:27:24: Also man kann das auf jeden Fall ... ... als erster Schritt in die Berufswelt sehen.
00:27:29: Wir als SVA bieten das auch ... ... an mit dem Ziel ... ... die Menschen, die sich bei uns bewerben ... ... und ihre Abschlussarbeit hier schreiben ... ... zu übernehmen.
00:27:39: Und ... ... vielleicht auch ... ... in der Dualen Kooperation ... ... noch ein weiteres duales Studium nach dem Bachelor ... ... oder so ... ... anzubieten ... ... oder eben ... ... als feste Mitarbeiter ... ... als System Engineer ... ... im technischen Bereich ... zu übernehmen.
00:27:54: Eine Herausforderung ist ja sicherlich die Kommunikation zwischen Professor, Professorinnen, Unternehmen und einem selber als Studierender.
00:28:05: Dieses Kommunikationsdreieck muss man da immer abbilden.
00:28:09: Und gerade wenn man bei einem Unternehmen ist, was ein Thema an einen heranträgt oder ein Thema, was man selber spannend findet, muss die Uni am Ende das absegnen, muss der Professor die Professorin das absegnen und sagen, okay, das genügt auch wissenschaftlichen Ansprüchen.
00:28:23: Ich glaube, das ist für die größte Herausforderung, den praktischen Ansatz eines Unternehmens mit dem theoretischen Anspruch von der Universität oder einer Hochschule übereinzubringen.
00:28:35: In der Regel lässt sich aber auch die Forschungsfrage oder der genaue Teilaspekt, der in der Thesis eben betrachtet wird, sehr gut mit der Uni, mit dem Professor, der Professorin.
00:28:45: übereinbringen.
00:28:47: Das ist vielleicht jetzt so ein bisschen die Sicht als Unternehmen, aber da würde ich doch mal gleich meine zwei netten Podcastshaus fragen, wie sie das erlebt haben.
00:28:55: Valentin, wie war das denn für dich?
00:28:57: Genau, also ich habe zwei Szenarien abgebildet.
00:29:01: Meine Bachelorarbeit war begleitend zu einem Kundenprojekt.
00:29:05: Das kann natürlich vorn Nachteil haben, also es ist super cool, da schon mehr Wert mit liefern zu können und auch, weil man so nah und echten Szenarien arbeitet.
00:29:14: Allerdings ist das Projekt während der Bearbeitungszeit bisschen ins Stock geraten, sodass ich dann das Schwitzen gekriegt habe mit OO, kriege ich das noch fertig, geht das wieder weiter, es ging dann alles gut.
00:29:24: Hab dann aber gesagt, für die Masterarbeit mache ich mir den Stress nicht mehr und hab gesagt, ich möchte eine Demo-Umgebung aufbauen, ich möchte was Neues, was bisher so noch nicht im Einsatz ist bei irgendwelchen Kunden, erarbeiten.
00:29:36: Quasi ein Proof-of-Concept, aber halt schon raffiniertes Proof-of-Concept, das dann... auch eigentlich in Produktionsumgebungen so ausgesetzt werden könnte und habe schon eine grobe Ahnung gehabt, worauf ich Lust hatte, bin dann aber auf meinen Chef in der Abteilung zugegangen und habe ihn nochmal nach dem Bedarf gefragt, ob er da irgendwas mitgekriegt hat.
00:29:55: und so sind wir dann zusammen auf das jeweilige Thema gekommen.
00:29:58: und ja, habe das wissenschaftlich formuliert als Masterarbeit, abgeklärt mit meinem Prof und so bin ich da zum Thema gekommen.
00:30:07: Genau, das ist natürlich auch recht üblich.
00:30:08: Du bist ja dualstudierend dabei, SVA.
00:30:10: Wenn du hier ohnehin dualstudierst, das ist sehr, sehr üblich, die Abschlussarbeit auch direkt in der Fachabteilung zu schreiben.
00:30:21: Die Hochschulen sind auch darauf ausgelegt, wenn sie ohnehin duale Studium anbieten, dass eher praxisorientiertere Themen vom Unternehmen sind, die auch praxisgetrieben sind.
00:30:31: Ich glaube, da ist das sogar fast noch leichter, übereinzubringen, als wenn man an einer normalen Universität ist und dann zum Professor kommt und sagt, ich habe hier einen Unternehmen gefunden.
00:30:41: Das erleichtert einem das Ganze natürlich etwas.
00:30:43: Das stimmt, dass an einer Hochschule, die für duale Studierende ausgelegt ist, deutlich einfacher.
00:30:49: Jan!
00:30:50: Wie lief das denn bei dir ab?
00:30:52: Ja, bei mir war es so.
00:30:53: Ich habe auch beide Abschlussarbeiten bei der SVA geschrieben.
00:30:57: Ich fange mal mit der Masterarbeit an.
00:30:59: Da war es so, dass der Themenvorschlag von uns herauskam, also aus der SVA heraus.
00:31:05: Da habe ich mir was überlegt.
00:31:06: Da ging es um AI Agents in Ausschreibungsprozessen.
00:31:10: Das war ein Thema, das ... Da habe ich quasi mit der Betreuerin meiner Masterarbeit darüber gesprochen und irgendwann kam das Thema auf, dann habe ich mit Prof gesucht, habe ihm das vorgeschlagen, der fand es auch gut und mit ein paar Anpassungen.
00:31:24: Und mit einer gut formulierten Forschungsfrage haben wir es angemeldet und es lief dann ja auch erfolgreich, war eine, denke ich, gute Thesis.
00:31:33: Ein Tick zu lang, fairerweise.
00:31:34: Jetzt hat sich's seit mehr als gewollt, aber naja.
00:31:37: Ja, bei meiner Bachelorarbeit war es etwas anders.
00:31:39: Es gibt ein Forschungsprojekt, in dem auch die SVA beteiligt ist und da kam dann meine ehemalige Führungskraft auf mich zu und meinte, hey, hier gibt es vielleicht ein Thema für eine Bachelorarbeit in diesem Projekt.
00:31:54: Da ging es um ein Forschungsprojekt in der Raumfahrt.
00:31:57: Und das fand ich so cool, dass ich gesagt habe, jo, da bin ich dabei.
00:32:00: Und so kam dieser Vorschlag dann quasi mir zu und so habe ich dann dieses Thema gefunden.
00:32:07: Also andere quasi Ansätze, wie ich das Thema gefunden habe, aber auch beides in Kooperation mit der SVA und jetzt gerade auch die Masterarbeit, hat mich jetzt sehr gut, denke ich, auf meine Vollzeitposition vorbereitet, die ich ja jetzt seit November habe.
00:32:23: Ich glaube, das, was ihr gerade beschrieben habt, das beschreibt auch ganz gut, wie wir bei SVA mit Abschlussarbeiten umgehen.
00:32:28: Wir sind extrem offen für Themenvorschläge, entweder liefern wir sie selber.
00:32:33: Aber wir sind auch ein großer Fan davon, wenn Studierende selber mit Themen eigenverantwortlich zu uns kommen.
00:32:38: Und wenn es Themen sind, die uns beschäftigen, die gut zum Unternehmen passen, die gut in Fachabteilung passen, dann sind wir da.
00:32:44: hundert Prozent stehen wir dahinter und fördern das auch total und kriegen da auf jeden Fall ein cooles Thema mit einer Forschungsfrage und einer genauen Zielsetzung zusammengebaut.
00:32:55: Jetzt würde ich gerne noch kurz ein paar Worte verlieren zu dem Thema Abschlussarbeit an der Hochschule.
00:33:00: Hier gibt es in der Regel Listen, wo Professoren Themen eintragen mit Zielsetzungen.
00:33:06: Und man kann natürlich auf die Professoren zugehen.
00:33:09: Oder wenn man weiß, man hatte die in Fach XY und vielleicht hat man los in dem Thema was zu machen, kann man auf die zugehen.
00:33:15: In der Regel lässt sich damit den reden.
00:33:18: Man kann auch so mit dem Professoren Thema finden, falls man die Abschlussarbeit an der Hochschule in einem Forschungskontext schreiben möchte.
00:33:25: Manchmal habe ich auch schon Stories von gehört, ist das aber so, dass Profs nur ihre Themen da anbieten und sagen darüber hinaus machen sie nichts.
00:33:32: Gibt's auch.
00:33:33: Genau, da wir haben heute schon öfter darüber gesprochen, die Wahl des Professoren, der Professoren, der betreuenden Person seitens der Hochschule, diesen super wichtiger Aspekt und ich glaube im Laufe des Studiums trifft man auf den einen oder die andere, wo man auch schon im dritten, vierten Semester sich durch das Gedanken drüber machen kann, ist das ein Professor, eine Professorin, wo ich mir vorstellen könnte, dass die Person meine Abschlussarbeit betreut.
00:33:57: Also auch für alle, die das hören, die noch recht früh in ihrem Studium sind, wo das erste in ein, zwei Jahren zum Thema wird, haltet Augen und Ohren offen.
00:34:06: Gut, mal angenommen.
00:34:08: Ich habe ein Thema gefunden.
00:34:09: Ich habe einen Professor gefunden, eine Professorin.
00:34:13: Der oder die, die Arbeit betreut.
00:34:16: Und ich habe jetzt die Arbeit angemeldet.
00:34:19: Ich habe ein Kooperationsunternehmen gefunden.
00:34:22: und starte jetzt mit der Schreibphase.
00:34:24: Wir haben vorhin schon gesagt, meistens so zwei Teile, ein Theoriteil und so ein Teil, der etwas praktischer ist, gerade mit einem Kooperationsunternehmen dahinter.
00:34:33: Wie sieht denn ein guter Theoriteil aus?
00:34:35: Worauf muss ich da achten?
00:34:38: Ich glaube, da steht und fällt ganz, ganz viel mit der Forschungsfrage, mit der Zielsetzung der Arbeit.
00:34:44: Es gibt natürlich schon so einen sehr typischen Aufbau von Thesen.
00:34:49: wo es einen praktischen Teil gibt.
00:34:51: Man hat oft eine Einleitung mit einer Zielsetzung, vielleicht auch mit einer Abgrenzung.
00:34:56: Man hat einen Grundlagenteil, um eben die notwendigen Grundlagen für Leute zu schaffen, die sich jetzt nicht so tief mit dem Thema auseinandergesetzt haben.
00:35:05: Und dann beschreibt man noch sehr, sehr genau, was die eigentliche Vorgehensweise ist.
00:35:11: Und ich glaube, man kann sich da super gut genau eben an dieser Struktur entlanghangeln.
00:35:18: Ich sehe oft den Fall des Studierender ihre Grundlagenteilfüße ausführlich machen.
00:35:24: Man sollte sich immer fragen, was braucht ein anderer Studierender in meinem Jahrgang, um diese Thesis zu verstehen?
00:35:31: Also es wird auch immer ein gewisser, gewisser fachliche Kenntnisse werden vorausgesetzt.
00:35:36: Man muss jetzt nicht, weil in unserem Fall den einen und nullen Bits und Bytes anfangen, sondern kann da auf jeden Fall schon ein bisschen mehr voraussetzen.
00:35:47: Dann ist es natürlich super wichtig, schon sich im Vorfeld für jedes Kapitel Gedanken zu machen, was ist relevant, was ist nicht relevant, was genau gehört eigentlich da rein, was ist eher überflüssig und gehört eben nicht in so eine Thesis.
00:36:04: Und eben, ich würde sagen, möglichst viel eben an der Forschungsfrage, an der Zielsetzung zu orientieren, sich auch immer wieder zu fragen bei jedem Kapitel, okay, trägt das noch dazu bei, meine eingangs formulierte These, meine eingangs formulierte Frage zu beantworten oder bin ich jetzt schon auf einem ganz, ganz starken Abweg.
00:36:25: Im Beispiel zu nennen, ich möchte irgendwas programmieren, wir nehmen einfach mal die Programmiersprache Rust, da muss ich eben keine zweiseitige Abhandlung über die Historie dieser Programmiersprache beschreiben, sondern einfach nur in wenigen Sätzen, was das ist und wofür sie eingesetzt wird.
00:36:42: Genau, auch gerade bei so vergleichen, kann man sich da im Teorieteil ganz stark darüber eschofieren, was das Potenzial von den Komponenten ist, die man vergleicht.
00:36:53: Ob das jetzt Frameworks sind, Programmiersprachen, Technologien, whatever.
00:36:57: Hier muss man auch darauf achten, dass man den Teorieteil der jeweiligen Komponenten nur auf den Teil beschränkt, den man letztendlich auch vergleicht, weil wenn man alle Lösungen voll umfänglich vorstellt im Teorieteil, ist der viel zu groß.
00:37:09: letztendlich verfolgt es aber einfach nicht den roten Faden, den man sich durch die Zielsetzung setzt, was man am Ende dann auswerten möchte.
00:37:16: Ich glaube, was man gerade ein bisschen gemerkt hat, ist, dass wir ganz viel von Zielsetzung und Abgrenzung und Forschungsfrage gesprochen haben, um das nochmal explizit zu formulieren.
00:37:25: Damit steht und fällt alles.
00:37:27: Deswegen ist es so wichtig, am Anfang genau zu sagen, wo will ich hin, was will ich beantworten, was ist im Scope und was eben nicht.
00:37:35: Weil so weit ich diese Voraussetzung geschaffen habe, habe ich einen super Kompass, den ich im Laufe meiner Abschlussarbeit einsetzen kann, egal bei welchem Unterkapitel oder welchem Teilaspekt, kann ich immer wieder darauf rückbeziehen und mich darin orientieren.
00:37:50: Okay, so viel zum Theoriteil.
00:37:52: Oftmals, wie jetzt auch bei mir, in meiner Thesis gibt es einen praktischen Teil, wo etwas umgesetzt wird, in unserem Fall oft was Technisches.
00:38:02: Worauf muss man da achten, wie sieht ein guter praktischer Teil aus?
00:38:07: Was muss man da beschreiben, wenn ich beispielsweise irgendein Programmcode habe, muss ich da jede Zeile beschreiben oder nicht?
00:38:14: Wie läuft das ab?
00:38:16: Ich glaube, ich kann ja auch ein bisschen aus eigener Erfahrung berichten.
00:38:18: Ich habe auch eine sehr technische Masterarbeit geschrieben.
00:38:24: Wie eingangs erwähnt, ist es wichtig, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
00:38:27: Die bei SVA bieten da Laborumgebungen, leistungsstärke Hardware etc.
00:38:31: Bieten wir an, um eben Thesen durchzuführen.
00:38:35: Und das ist natürlich erstmal wichtig, sich über die Machbarkeit im Klaren zu werden.
00:38:38: Man sollte nicht erst zu diesem Zeitpunkt auf Limitierung stoßen, die im Vorhinein vielleicht nicht abzusehen waren.
00:38:45: Und gerade im technischen Bereich ist man ja oft sehr interessiert an Ergebnissen, an Lösungen, hat sehr viel Spaß vielleicht auch daran, das umzusetzen.
00:38:53: Deswegen ist es auch wichtig, sich nicht zu sehr in der Technik zu verlieren.
00:38:57: Das passiert nämlich auch ganz, ganz schnell, dass man nicht nur die Goldlösung will, sondern die Platin super duper verkaufbare Variante.
00:39:06: Da darf man nicht vergessen, dass das natürlich alles Zeit kostet.
00:39:09: Den Zeitaspekt würde ich immer im Kopf behalten.
00:39:13: Und natürlich, du hast es eben angesprochen, muss ich nicht jede Codezeile in die eigentliche Arbeit schreiben.
00:39:19: Es ist super interessant, sich anzuschauen.
00:39:22: Was sind denn die wichtigsten Bereiche in meinem Programm Code?
00:39:26: Und das können einzelne Zeilen sein, das können einzelne Konfigurationsdateien sein oder ähnliches.
00:39:33: Die sind auf jeden Fall abzubilden und in einem Listing entsprechend zu kennzeichnen und zu beschreiben.
00:39:38: Der Rest gehört dann tatsächlich in den Anhang.
00:39:43: Man darf nicht vergessen, dass es auch ein Aspekt sein kann, dass die Ergebnisse vielleicht nicht ganz so gut oder hochwertig sind, wie man das erwartet hat.
00:39:51: Das passiert vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz, des maschinellen Lernens.
00:39:55: Und das ist auch absolut legitim zu sagen, okay, die Ergebnisse waren nicht so gut oder nicht so gut wie erwartet.
00:40:03: Und dann eher zu beschreiben, wodurch könnte das verursacht worden sein und sich eben dann nicht zu verlieren bis einen Tag vor Abgabe, um das noch zu perfektionieren, sondern wirklich wissenschaftlich vorzugehen und eher zu analysieren, was könnte das Ergebnis beeinflusst haben?
00:40:20: Genau Jan, gerade die Unterhaltung hatten wir heute Mittag.
00:40:22: Mein ML-Modell funktioniert so, naja, du hattest das gleiche Problem mit deinem AI-Agent, dass die Ergebnisse auch so bedingt zutreffen.
00:40:31: Hier kann man dann auch mal sagen, es funktioniert nicht so gut.
00:40:34: Problem ist das und das.
00:40:36: Bei Mises zum Beispiel der unzureichende Datenbestand, weil ich halt einfach nicht mehr Daten habe, dann kann ich es nicht besser machen.
00:40:42: dass dann aber auch ein sehr guter Punkt ist, auf dem man in der Auswertung am Ende eingehen kann oder eben nochmal der Punkt mit späterer arbeiten könnten, daran anknüpfen.
00:40:50: Ich
00:40:51: würde sogar sagen, das ist eine sehr hervorziehende Qualität, wenn man in der Abschlussarbeit genau formuliert, welche Schwachstellen oder welche verbesserungswürdigen Aspekte es gibt.
00:41:01: Da kann man super ehrlich sein.
00:41:02: Also sowohl das Unternehmen als auch die Professorinnen erwarten da keine perfekten Lösungen und zu sagen, hey, es funktioniert alles Bestens, der Code ist.
00:41:10: in Einführungszeichen perfekt, sondern man darf sich da sehr gerne selbstkritisch hinterfragen, das darf sehr gerne sagen, die Datenmenge war zum Beispiel zu klein.
00:41:18: oder das, was ich da programmiert habe, wurde der eingangs erwähnten Komplexität nicht gerecht, die vielleicht eine Anforderung war und man deswegen nur eine abgespekte Variante bauen konnte.
00:41:29: Genau, also neben dem Andeschreibteil ist nun auch fertig, man hat einen guten Theorital, einen guten praktischen Teil, vielleicht noch eine kleine Evaluation, läuft es gut.
00:41:40: Läuft nicht so gut das Programm.
00:41:41: Warum?
00:41:43: Und jetzt kommen wir zur Nachbereitung.
00:41:45: Ich bin soweit fertig, habe noch ein paar Wochen bis zur Abgabe.
00:41:48: Welche Aspekte muss man da prüfen?
00:41:51: Welche Aspekte sollte man da im Kopf haben?
00:41:54: Ich würde auf jeden Fall nochmal an den Anfang zurückgehen.
00:41:56: Von habe ich meine Forschungsfrage beantwortet.
00:41:59: Bin ich in den Limitierungen geblieben, die ich beschrieben habe.
00:42:04: Und das, was ich mir an Struktur vorher aufgeschrieben habe, gegen das zu vergleichen, was am Ende eben herausgekommen ist, was ich als Ergebnis die ganzen letzten Wochen mühevoll zusammengeschrieben habe.
00:42:17: Da ist vielleicht erstmal so im ganz groben fehlt irgendwas.
00:42:21: Immer auch der Aspekt gibt es in roten Faden.
00:42:24: Das heißt, wenn ich mir das Ding von Anfang bis Ende anschaue, werde ich da gut durchgeleitet, machen die Kapitel in der Struktur Sinn.
00:42:31: Das sollte man sich idealerweise vorher überlegen, aber... Am Ende sich das nochmal diesen Teilaspekt anzuschauen, macht total Sinn, um eventuell nochmal Übergänge oder Ähnliches zu schaffen oder nochmal auf verschiedene Absätze und sich rückzubeziehen.
00:42:46: Das ist nämlich auch sehr, sehr wichtig, zu sagen, ich habe das im vorangegangenen Teil bereits erwähnt.
00:42:51: Hier führe ich das nochmal ein bisschen aus, dass man als Leser oder Leserin auch ein bisschen Orientierung hat.
00:42:58: Dann ist natürlich zu prüfen die ganzen formattechnischen Aspekte einer Arbeit, das kann Rechtschreibung sein, das kann die korrekte Zitation sein, das kann die Überprüfung von Listings, Tabellen etc.
00:43:09: sein, dass man dort auch immer eine Bildunterschrift hat und solche Dinge.
00:43:13: Das würde ich alles in den letzten zwei Wochen unterbringen und nachdem ich mir das grob von oben her angeschaut habe ins Detail zu gehen und nochmal genau nach diesen Aspekten zu schauen.
00:43:26: Wichtig hier bei der Rechtschreibung, würde ich auch sagen, auf jeden Fall extern gegenlesen lassen, weil wenn man zehnmal über seine Arbeit gelesen hat, übersieht man das Komma auch zehnmal, was fehlt, weil man einfach blind wird und genau weiß, was da steht, ohne jetzt den Satz lesen zu können und man übersieht einfach seine eigenen Rechtschreibfehler.
00:43:47: Auf jeden Fall ein kritischer Blick von außen ist da sehr hilfreich.
00:43:51: Genau.
00:43:52: Hier bei SVA Lassen wir da sowohl den pädagogischen Betreuer als auch den Fachbetreuenden gegenlesen, das vielleicht nochmal um das ein bisschen herauszustellen.
00:44:02: Oft wird man fachlich betreut, jemand der sich sehr gut mit dem Thema auskennt, der die Hardware bereitstellt, der einem einfach technische Orientierung bietet und Fragen beantworten kann.
00:44:12: Pädagogisch, das sind dann wir von der Talententwicklung, die dann eher von der Struktur drauf schauen, gucken, ob die Anforderungen, die der Professor gestellt hat, auch erfüllt wurden.
00:44:23: auch zeitliche Aspekte etc.
00:44:25: zu hinterfragen.
00:44:26: Und durch dieses zweigleisige Betreuungsmodell kann man dann auch genau diese Aspekte adressieren, die ihr eben angesprochen hat.
00:44:35: Auch hier würde ich noch mal betonen wollen, dass es super wichtig ist, den Betreuer, den betreuenden Personen circa zwei Wochen vor Abgabe eine Version zu schicken.
00:44:45: Bei Masse arbeiten gerne auch noch einen Tick vorher, noch einen kleinen Zeitraum vorher, weil die dann doch sehr, sehr umfangreich sind.
00:44:53: Und was man nicht vergessen darf, Nachdem man Feedback eingeholt hat, muss man dieses auch noch umsetzen und verarbeiten.
00:44:58: Bei einer achtzigseitigen oder hundertseitigen Thesis kann das doch eine ganze Menge Zeit kosten.
00:45:04: Deshalb auch hier Zeitplanung ist sehr, sehr wichtig.
00:45:08: Und ich würde das Ganze sogar so planen, das hat sich in der Vergangenheit immer als sehr hilfreich erwiesen, dass man den Abgabezeitpunkt für sich im Kopf vielleicht sogar zwei, drei Tage vor der eigentlichen Abgabe datiert.
00:45:20: Und sagt, bis dahin habe ich Zeit, mir an meiner Thesis zu arbeiten.
00:45:24: Danach lasse ich den Stift fallen.
00:45:27: Das klingt sehr gut.
00:45:28: So habe ich es auch bei meiner Bachelorarbeit gemacht.
00:45:30: Ich war ungefähr eine Woche vorher fertig.
00:45:32: Kennt es auch aus dem Freundeskreis, die dann bis zum letzten Tag gearbeitet haben und dann wirklich geschwitzt haben die Nacht durch, kann ich nicht empfehlen.
00:45:40: Also der Plan für die Thesis steht, kommen wir zu einigen Tipps, die wir euch noch an die Hand geben können.
00:45:46: Erster Tipp in der heutigen Welt natürlich ... unumgänglich KI-Einsatz.
00:45:52: In welchem Rahmen das verwendet werden darf, ist dann individuell zu besprechen.
00:45:55: Also einerseits kann es sein, dass man jetzt zur Textüberarbeitung das nutzen darf.
00:46:00: Manchmal sagen die Profs auch, man darf das um einzelne Passagen formulieren benutzen.
00:46:04: Ich habe es in meiner Bachelorarbeit verwendet, um Kapitleinleitung zu schreiben.
00:46:08: Dafür eignet sich das super.
00:46:09: Einfach die Bachelorarbeit reingepackt, gesagt, schreibt mir eine Kapitleinleitung dafür.
00:46:14: Und so konnte ich auch sicherstellen, oder nicht sicherstellen, das kann man bei KI nie, aber so konnte ich dem entgegenwirken, dass eine Einleitung aus dem Internet gezogen wird, die ich nicht korrekt zitiere dadurch, sondern habe gesagt, erstellen wir das nur basierend auf meine Arbeit.
00:46:29: Ein Beispiel aus meiner Masterarbeit.
00:46:31: Ich habe künstliche Intelligenz verwendet, um mir Testdaten generieren zu lassen.
00:46:35: Es gibt da ganz viele verschiedene Anwendungsfälle, aber wie auch Valentin schon gesagt hat, muss immer mit der Professorin abgeklärt werden.
00:46:43: oder mit den Richtlinien, die die Hochschule hat, was KI-Verwendungen angeht.
00:46:49: Nächster Tipp geht nochmal über euer Thema und eure Kapitel und überlegt nochmal, ob ihr irgendeinen wichtigen Teilaspekt, der sonst sehr, sehr üblich in eurem Thema, in eurem Bereich ist, vergessen habt.
00:47:01: Wir haben nämlich das Beispiel, habe ich hier mitgebracht, jemand hat Als Zentralen Bestandteil seiner Arbeit ein Programm Code geschrieben, der doch super funktioniert, der war in der Thesis fantastisch beschrieben.
00:47:14: Und es kam dann zum Kolokfirm und der Prof hat gefragt, was ist denn mit dem Testing, mit dem Software-Testing?
00:47:22: Da haben sie doch sicher umfassend getestet.
00:47:26: Und diese Frage hat den Studierenden sehr, sehr... beschäftigt und ein wenig aus der Fassung gebracht, weil dieser Aspekt schlichtweg übersehen wurde.
00:47:34: Manchmal ist man einfach so in seinem Thema drin, mit den ganzen Aspekten an der Thesis beschäftigt, dass man total wichtige Aspekte übersieht.
00:47:41: Und das müsst ihr in eurem Fachbereich, in eurem Thema müsst ihr das schauen, was es dafür Aspekte gibt, die ihr vielleicht vergessen könntet.
00:47:48: Geht aber nochmal euer Thema und den Inhalt durch, ob ein essenzieller Bestandteil fehlt.
00:47:54: Ein weiterer Tipp habe ich auch verwendet.
00:47:56: Ich meine, Valentin, du auch.
00:47:57: Genau.
00:47:58: Ein Literaturmanagement-Programm.
00:48:01: Ihr werdet
00:48:02: gerade bei
00:48:03: umfangreicheren Arbeiten, wie auch Masterarbeiten, mit sehr, sehr vielen Quellen zu tun haben, mit Webseiten, mit wissenschaftlichen Büchern.
00:48:14: Es ist ganz essentiell, dass ihr das festhaltet.
00:48:18: Es gibt Programme, die helfen dabei.
00:48:20: Die haben auch teilweise Anbindung an Word, wenn ihr mit Word schreibt, oder auch Latech, je nachdem, für was ihr euch da entscheidet, um fehlerfrei zu zitieren, um auch den Zitationsstil umzustellen.
00:48:36: Also das ist ein Tipp, den ich auf jeden Fall jedem an die Hand geben würde.
00:48:41: Du hast den Zitationsstil angesprochen.
00:48:45: Es gibt oft Vorgaben, entweder vom Professor oder der Hochschule.
00:48:49: Und das gilt auch für mögliche Templates, wenn ihr zum Beispiel mit Latech schreibt, hat die Hochschule oftmals eine Datei, wo schon die grundlegende Struktur, die grundlegenden Kapitelmarker etc.
00:49:02: schon vorhanden sind.
00:49:03: Also macht euch da gerne schlau an der Hochschule und schaut, ob es da sowas für euch gibt.
00:49:08: Fragt drum bei Kommiliton aus den höheren Semestern, also ich kann es von der Hochschule meinen hier in Wiesbaden.
00:49:13: Gibt es keine offizielle Latechvorlage?
00:49:15: Es gibt aber eine inoffizielle Latechvorlage, die entsprechend der PDF-Vorgabe der Hochschule gebaut wurde.
00:49:22: Genau, wir haben es schon ein bisschen über Zitieren gesprochen.
00:49:25: Jetzt kannst du dich vorkommen, dass man auch unabsichtlich Plagiate eingebaut hat.
00:49:32: Und da ist ein weiterer Tipp.
00:49:33: Es gibt Plagiatwarnungssysteme, die finden euch Plagiate in den Abschlussarbeiten.
00:49:39: Verwendet diese oftmals, stellt ihr auch die... die Unis und die Hochschulen zur Verfügung.
00:49:46: Da wird euch dann gekennzeichnet, wenn ihr ein Zitat irgendwo rausgenommen habt, was ihr nicht gekennzeichnet habt, dann wisst ihr auch, da muss ich noch mal rangehen.
00:49:55: Genau, die scannen einfach eure Arbeiten durch, gucken, ob dieser Wort laut schon in irgendwelchen Arbeiten vorkommt und eignet sich auch sehr gut zum Reverse-Engineeren, um jetzt irgendwelche Quellen zu finden, wenn es jetzt ein Thema ist, womit man sich vorher schon beschäftigt hat.
00:50:10: Und einfach sagt, okay, schreib drauf los und such mir die Quellen im Nachhinein raus.
00:50:13: Kann man da drauf losschreiben, wenn man schon eine Ahnung hat.
00:50:16: Und das findet einem so noch in die Quellen.
00:50:19: Und als letzten Tipp vielleicht, wenn ihr nicht in der Muttersprache schreibt, so wie ich das in der Bachelor und der Masterarbeit gemacht habe, ich habe auf Englisch geschrieben, benutzt Systeme, die euch helfen, den Wortlaut zu verbessern.
00:50:32: Da gibt es Tools, diesen... Zum groß K.I.
00:50:35: gestützt, muss man auch wieder abklären, ob man das darf oder nicht.
00:50:38: Ich durfte das benutzen und es hat mir einfach geholfen, den Wortlaut teilweise ein bisschen zu verbessern, ein bisschen kompakter zu formulieren.
00:50:49: Vielleicht auch ein bisschen abwechslungsreicher.
00:50:50: Also das ist vielleicht noch so ein Tipp, gerade wenn ihr vielleicht auf Englisch schreiben wollt oder Unternehmen oder Kooperationspartner, egal in welcher Form eine englische Arbeit haben wollen.
00:51:03: Das ist ein Tipp, den ich auf jeden Fall mitgeben würde, benutzt diese Tools, dann könnt ihr auch noch ein bisschen besser vielleicht sogar formulieren.
00:51:11: Genau, wissenschaftliches Arbeiten ist schwer genug und dann auch noch, wenn es in Englisch ist, das Formulieren noch mal schwieriger.
00:51:18: Vielen Dank dir, Christoph.
00:51:20: Ich glaube, ich konnte sehr viel und unsere Zuhörerinnen konnten auch sehr viel mitnehmen für ihre Abschlussarbeit.
00:51:24: Ich kann davon bestimmt auch noch einiges jetzt in den nächsten Monaten meiner Maßarbeit einbinden.
00:51:29: und Ja, ich wünschte, ich hätte vieles auch schon vorher gewusst.
00:51:33: Das hätte mir ein bisschen Stress jetzt gerade dieses Wochenende erleichtert.
00:51:36: Danke dir für die ganzen Tipps, für deine Expertise und hat mich gefreut.
00:51:41: Danke schön, dass ich hier sein durfte.
00:51:43: Danke euch.
00:51:44: Danke, Christoph, auch nochmal von mir, dass du hier mit uns aufgenommen hast.
00:51:47: Ich denke, eine super spannende Folge war das heute.
00:51:51: Jetzt muss man aber gestehen.
00:51:52: Wir haben es ja einmal kurz angedeutet.
00:51:53: Wir haben einen wichtigen Punkt ausgelassen, nämlich das Colloquium.
00:51:57: Und da dürfen alle Zuhörer sich jetzt freuen.
00:52:02: Wir planen eine weitere Folge für das Colloquium ein.
00:52:07: Also abonniert den Podcast, aktiviert die Glocke und dann dürft ihr euch in den nächsten paar Monaten auf weitere Folgen freuen unter anderem über das Colloquium.
00:52:20: Ob in der Bib, im Bus oder beim Prokrastinieren.
00:52:27: Schön, dass ihr dabei wart.
00:52:29: Lasst uns gerne euer Feedback in den Kommentaren da oder schreibt uns eine E-Mail an podcast.de.
00:52:34: Abonniert den Podcast, um die nächste Folge nicht zu verpassen und teilt ihn gerne.
00:52:38: Wir hören uns nächsten Monat, bis dahin, macht's gut!
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