#06 Wie läuft die Ausbildung ab? – Ausbilder trifft Azubi

Shownotes

In dieser Folge von SPOTLIGHT ON: After School nehmen Jan und Valentin die Ausbildung in den Fokus – ein Weg, der oft unterschätzt wird, aber enorme Chancen bietet. Gemeinsam mit Florian Olk, Ausbilder, und Tim Schilling, Azubi bei der SVA, beleuchten sie Ausbildung aus zwei authentischen Perspektiven: ausbildend und ausgebildet.

Die vier sprechen offen über Erwartungen, Realität und darüber, was gute Ausbildung heute wirklich ausmacht.

In dieser Folge geht es unter anderem um:

  • Den Weg zum Ausbilder: Motivation, Verantwortung und Alltag aus Sicht von Florian Olk
  • Was Ausbilder bei Azubis wirklich wichtig finden – jenseits von Noten und Lebenslauf
  • Den Ausbildungsalltag aus Azubi-Sicht: Berufsschule, Unternehmen und der Spagat dazwischen
  • Umgang mit Stress, Prüfungsphasen und Herausforderungen während der Ausbildung
  • Zusammenarbeit, Feedback und Vertrauen zwischen Ausbilder und Azubi

Eine Folge für alle, die vor der Entscheidung stehen, Studium oder Ausbildung zu wählen, für Azubis mitten im Alltag – und für alle, die Ausbildung aktiv mitgestalten (wollen).

Transkript anzeigen

00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Spotlight On, After School, eurem Podcast für echte Einblicke in Studium, Ausbildung und Beruf.

00:00:12: Ja, ein neues Jahr ist gestartet, der Podcast bleibt derselbe und wie jede Woche sitze ich in Wiesbaden mit meinem guten Freund Valentin.

00:00:20: Guten Morgen Valentin.

00:00:22: Guten Morgen Jan.

00:00:23: Genau und letztes Jahr haben wir viel über Studium gesprochen.

00:00:27: Im neuen Jahr möchten wir euch neue Einblicke vermitteln.

00:00:29: Drum haben wir heute zwei Gäste da und wollen über die Ausbildung reden.

00:00:32: Das ist zum einen Florian.

00:00:35: Moin, freut mich dabei zu sein.

00:00:37: Und zum anderen, Tim.

00:00:38: Guten Morgen zusammen.

00:00:41: Ja, Florian, möchtest du vielleicht mal anfangen?

00:00:44: Warum haben wir dich eingeladen?

00:00:47: Nun, ich bin hier Ausbilder bei der SVA.

00:00:51: Insbesondere für die Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.

00:00:55: Und dementsprechend, wenn es jetzt hier um Ausbildung geht, dann bin ich wahrscheinlich ein guter Ansprechpartner, denke ich.

00:01:02: Korrekt.

00:01:03: Und als Gegenpart.

00:01:04: Tim, ist auszubildender bei der SVA?

00:01:07: Genau, ja.

00:01:07: Ich bin FISI, also ich mache den Fachinformatiker für Systemintegration.

00:01:12: Florian ist nicht mein Ausbilder jetzt.

00:01:14: Der ist der Gegenpart auf der anderen Seite, sage ich jetzt mal.

00:01:18: Und ich bin jetzt im dritten Jahr meiner Ausbildung und stehe kurz vor dem Abschluss.

00:01:23: Sehr schön.

00:01:24: Tim, wie immer haben wir die Signature Frage mitgebracht.

00:01:27: Deine Story wird in der New York Times veröffentlicht.

00:01:29: Wie lautet die Schlagzeile?

00:01:31: Da habe ich auch sehr viel darüber nachgedacht.

00:01:33: Ich habe es jetzt ein bisschen kürzer gehalten.

00:01:35: Und zwar wäre meine Schlagzeile vom ersten Stecker bis zum großen Netzwerk meine Story als RT-Azubi in der SVA.

00:01:42: Sehr schön.

00:01:43: Hast du auch?

00:01:44: Alles schon von Stecker bis Netzwerk angefasst in einer Ausbildung?

00:01:48: Schon recht viele Sachen.

00:01:49: Also alle Sachen, die in der SVA bewegt werden, denke ich mal, ist in der Zeit nicht zu erreichen.

00:01:54: Dafür ist die SVA einfach zu groß und hat zu viele verschiedene Themenbereich, die abgedeckt werden.

00:02:00: Aber ich denke, die Grundlagen, die man in der Ausbildung sehen müsste, habe ich auf jeden Fall schon gesehen und mitgenommen hier.

00:02:08: Florian, möchtest auch du uns deine Schlagzeile nennen?

00:02:12: Ja, also, wieso ziemlich alle Informatiker, bin ich sehr schlechtere Dinge zu benennen.

00:02:17: Dementsprechend habe ich mich auch etwas schwer getan.

00:02:20: Aber ich bin dann im Endeffekt bei irgendwo zwischen Rennershaus-Man und Mädchen für alles gelandet.

00:02:26: Weil ich weiß nicht, ob es undiagnostizierte als ADAS ist oder ähnliches.

00:02:31: Aber ich verliere mich sehr, sehr gern in sehr tiefen Rabbit-Holes und hab deswegen gefühlt, fünftausend Hobbys.

00:02:38: in der Informatik so ziemlich alles mal durchgemacht, jede mögliche Programmiersprache mal ausprobiert.

00:02:45: Und dementsprechend landen dann auch sehr, sehr viele verschiedene Themen bei mir auf dem Schreibtisch.

00:02:51: Ich nehme an, Renaissance Man kommt auch irgendwo aus deiner wilden Liste an Hobbys dadurch.

00:02:57: Nun, der Begriff Renaissance Man, das ist ja damals von Michelangelo und ähnlichen geprägt worden.

00:03:04: Es sind im Grunde Menschen, die in vielen Bereichen Wissen haben.

00:03:09: Michelangelo ja teilweise bekannt durch Malerei, aber halt unter anderem auch durch Konstruktionen oder ähnliches.

00:03:19: Also viel über Wissenschaft, Kunst hinweg.

00:03:23: Und bei mir ist es so ähnlich.

00:03:25: Nur bin ich nicht so gut da drin.

00:03:29: Deswegen irgendwo dazwischen.

00:03:30: Zwischen Renes aus Mann und Mädchen für alles.

00:03:33: Von allem ein bisschen was.

00:03:35: Sehr schön.

00:03:36: Du hast ja schon gesagt, dass du von einer fachlichen Tätigkeit dann in diese Ausbilderrolle irgendwann quasi gegangen bist.

00:03:44: Wie ist das passiert?

00:03:45: Und vor allen Dingen, was war deine Motivation dafür?

00:03:48: Nun, da sind verschiedene Faktoren reingeflossen.

00:03:52: Zum einen war ich eh schon interessiert an der Ausbildung.

00:03:56: Ich habe ja sowohl die Ausbildungsseite mitgenommen als auch die Studiumseite.

00:04:01: Dementsprechend war ich schon so ein bisschen vorbelastet auch im Thema Ausbildung.

00:04:06: Und dazu kam noch, dass ich teilweise während dem Studium etwas schlechter ausgebildete Kommilitonen hatte, wenn man so will.

00:04:16: Und ich gerne vermeiden würde, mit so Leuten dann im Endeffekt im Projekten zusammenzuarbeiten.

00:04:21: Deswegen war so auch so ein bisschen Eigeninteresse.

00:04:24: Wenn man sehr ausbildet, macht man es richtig, macht man es selbst.

00:04:28: Genau, das war so die eine Seite, so das Selbstzweck.

00:04:31: Zur anderen Seite, ich mag es auch, Leuten was beizubringen.

00:04:36: Man hat Sachen nicht richtig verstanden, wenn man sie nicht ordentlich erklären kann.

00:04:39: Das ist so ein ... diesen Satz, den man ja sehr häufig hört.

00:04:43: Ja, damit hat dann so das eine zum anderen geführt, als dann ein anderer Kollege, der ursprünglich für die Ausbildung gedacht hat, der hat sich dann doch kurzfristig dazu entschieden, das Unternehmen zu verlassen.

00:04:54: Und dann war diese Stelle offen und es hieß so, okay, wer kann, wer soll.

00:05:01: Und wo wir noch mal zurück zu dem Mädchen für alles kommen, ist das dann auch bei mir auf dem Schreibtisch landet mit, würdest du das nicht gerne übernehmen wollen.

00:05:09: Und so kann man es zum anderen.

00:05:10: Und ich bin jetzt mittlerweile seit bald drei Jahren dann Ausbilder.

00:05:15: Also war auch eine relativ spontane Sache.

00:05:17: Genau, das war eine relativ spontane Sache.

00:05:20: Wie auch schon gesagt, erst drei Jahre, was für Ausbilder recht wenig ist.

00:05:25: Also der erste meiner Azubis kommt jetzt langsam erst oder ist jetzt langsam.

00:05:30: an seine Abschlussarbeit.

00:05:31: Ja.

00:05:32: Genau.

00:05:33: Du hast ja gesagt, der erste deiner Azubis ist jetzt an der Abschlussarbeit.

00:05:37: Wie viel Azubis betreust du aktuell und vielleicht auch wie viele sind so die Jahre dazugekommen?

00:05:44: Also ich nehme an, die meisten werden wahrscheinlich jetzt neu angefangen haben.

00:05:48: Ja, wie gerade eben schon erwähnt, ich bin noch nicht so lang Ausbilder.

00:05:52: Dementsprechend ich betreue momentan vier Azubis.

00:05:56: Davon sind zwei jetzt im dritten Lehrjahr.

00:05:59: Zwei im zweiten Lehrjahr und letztes Jahr habe ich dann entsprechend einen Ausbildungsstopp, wenn man so will.

00:06:07: Für das Lehrjahr eingesetzt.

00:06:08: einfach nur, weil als einzelner Ausbilder für Anwendungsentwickler werden vier dann schon, das ist schon erstmal genug.

00:06:17: Dementsprechend wird jetzt auch bei uns auf eine ping-pong-artige, wir stellen ein Jahr ein, wir stellen ein Jahr nicht ein, wir stellen ein Jahr ein und dann immer zwei Stück Regelungen eingegangen.

00:06:30: Ich finde es nämlich auch sehr wichtig, dass wir hier immer zwei Polarier haben, einfach nur, damit ein Azubi da nicht einzeln

00:06:36: hockt

00:06:37: und niemanden auf seinem Skill-Level da hat, damit die auch ein bisschen Ideen voneinander abbauen zu können.

00:06:42: Das finde ich sehr wichtig auch während der Ausbildung.

00:06:44: Dass jeder so ein bisschen Ansprechpartner hat.

00:06:46: Genau,

00:06:46: genau.

00:06:47: Okay.

00:06:49: Genau, dann ist ja nächstes Jahr wieder soweit, dass zwei neue Azubis eingestellt werden nach dem Ping-Pong-System.

00:06:54: Worauf achtest du da bei der Bewerbung von Azubis?

00:06:59: Beziehungsweise, was muss ich mitbringen, um mich für eine Ausbildung zu bewerben?

00:07:03: Interesse.

00:07:04: Interesse ist wirklich das aller, aller, allerwichtigste.

00:07:08: Ich bin ja auch direkt im Bewerbungsprozess involviert.

00:07:11: Das ist zum Glück hier der Fall, dass da die Ausbilder auch direkt die Bewerbungsmappen mit sichten und selbst entscheiden können, würde der Azubi zu uns passen, würde er nicht zu uns passen.

00:07:22: Das geht in anderen Firmen, wird das auch gerne mal über den Ausbilder hinweg entschieden.

00:07:27: Und

00:07:28: wenn

00:07:29: ein Azubis ich bei mir bewirbt.

00:07:31: Und ich kann wirklich daraus lesen, ja, der will programmieren.

00:07:35: Der hat sich auch schon was angesehen im Programmieren, weil Programmieren ist eine der wenigen Ausbildungen, bei denen man sozusagen kostenlos über das Internet sich schon mal ran tasten kann, gucken kann, ist das was für mich, ist es nichts für mich.

00:07:50: Dann landet er zumindest mal auf dem Stapel, der ein Rückruf von uns bekommt, mit hoher Wahrscheinlichkeit.

00:07:55: Also vorher einfach mal ein kleines Projekt starten, irgendwas rumbasteln.

00:07:59: Genau.

00:08:00: Es ist ja nicht nur für uns als Ausbilder, beziehungsweise Arbeitgeber wichtig.

00:08:07: Es ist natürlich auch für den Azubis selbst wichtig.

00:08:10: Weil wenn sich erst während der Ausbildung rausstellt, das ist eigentlich gar nichts für mich.

00:08:14: Man hat zwar die Probezeit, aber vier Monate sind doch sehr wenig.

00:08:20: Da ist es einfach gut zu wissen, ja, ich hab Bock aufprogrammieren oder nee, lass mal, nee, lass mal.

00:08:28: Und?

00:08:28: Abgesehen von fachlicher Interesse, woran merkst du, dass es persönlich passt oder dass die Person zum Unternehmen passt und dass das Interesse auch einfach da ist?

00:08:39: Das wird bei uns größtenteils in den Gesprächen klaren.

00:08:43: Wir haben ja einmal ein virtuelles Gespräch über Teams.

00:08:47: dann, wo wir schon mal so ein bisschen abchecken, passt der überhaupt zu uns?

00:08:53: oder merken wir da schon, dass irgendwas nicht stimmt.

00:08:57: ist halt einfach ein Low Invest von beiden Seiten, um das schon mal die ersten paar Sachen zu klären.

00:09:01: Und wenn das alles sehr gut läuft, dann laden wir den potenziellen Auszubildenden hier zu uns ein und führen dann ein bisschen längeres Gespräch.

00:09:10: Und da werden so dann die letzten Jax gemacht.

00:09:12: Und wenn das alles soweit passt, dann würden wir den Ausbildungsvertrag entsprechend vorlegen.

00:09:16: Okay.

00:09:17: Also ganz klassisch im persönlichen Austausch des Bewerbungsgespräch.

00:09:21: Für euch, liebe Zuhörende, Dazu wird es demnächst eine Folge geben, wie so ein Bewerbungsprozess überhaupt abläuft.

00:09:29: So, mal angenommen, Azubi hat es beworben.

00:09:32: Ihr habt ein paar Gespräche geführt, ihr habt den Azubi genommen.

00:09:35: Wie sieht dann der Alltag aus von diesem Azubi?

00:09:39: Man kennt ja so dieses Klischee vom Kaffee kochen.

00:09:42: Ich gehe davon aus, das ist nicht so.

00:09:44: Wie sieht das denn aus bei dir jetzt im Team?

00:09:47: Der Alltag sieht sehr unterschiedlich, je nach Können des Azubis und ... Teilweise auch des Lehrjahres ab, aber Lehrjahr und Können, die sind teilweise korreliert, aber nicht unbedingt.

00:10:00: Wir haben auch teilweise Azubis im ersten Lehrjahr.

00:10:02: Die hatten sich dann bei mir schon mit ihrer kompletten GitHub-Portfolio beworben.

00:10:06: Mit denen kann man natürlich signifikant mehr machen, als jemand, der jetzt ein wirklicher Quereinsteiger ist.

00:10:11: Aber generell, wir müssen erst mal das generelle Grundverständnis reinbringen in den Azubi.

00:10:18: Es ist einfach so, dass Programmieren recht ... hohen Skillfloor hat.

00:10:23: Da gehört ein gewisses Grundwissen einfach dazu, dass man Leute produktiv einsetzen kann.

00:10:29: Und sobald das dann da ist, dann würden wir anfangen mit erstmal internen Projekten.

00:10:33: Und wenn die internen Projekte dann entsprechend gut laufen, die haben ja noch ein gewisses niedriges Risiko, weil da sind wir nur intern der Kunde.

00:10:42: Wenn irgendwas schief läuft, dann ist der Schaden zumindest begrenzt.

00:10:46: Dann würden wir, wenn das alles läuft, die auf Kundenprojekte auch mitlaufen lassen.

00:10:51: Also direkt auch Verantwortung dann durch die internen Projekte.

00:10:54: Genau.

00:10:55: Sehr schön.

00:10:56: Und bei Kundenprojekten natürlich auch die entsprechende Verantwortung.

00:11:00: Ich arbeite gerade für etwas, wo Leute Geld für bezahlen und entsprechend sollte die die Qualität auch passen.

00:11:07: Wir werfen die natürlich dann auch nicht einfach ins kalte Wasser.

00:11:11: Die werden entsprechend betreut.

00:11:12: Der Code wird auch gesichtet.

00:11:14: Wenn irgendwas dabei nicht funktioniert oder irgendwas ein potenzielles Problem ist.

00:11:19: gibt es bei uns dieses klassische Code-Review-Verfahren, wo dann ich als Ausbilder oder wenn es ein größeres Projekt ist, die entsprechende Projektmitarbeiter aus dem Projekt nochmal drüber gucken, sagen, hey, hier das könnte in den Situationen zu Problemen führen, guckt ihr das vielleicht nochmal an?

00:11:34: Und so bekommen die dann auch direkt Feedback und können auch entsprechend dann damit ihren Aufgaben wachsen.

00:11:41: Du hast es schon gesagt, eine deiner Aufgaben ist es beispielsweise den Code zu sichten, um gewisse Qualität.

00:11:48: mehr sicherzustellen.

00:11:51: Was gehört dann noch zu deinen typischen Aufgaben und Pflichten als Ausbilder?

00:11:56: Genau, wie vorhin angesprochen.

00:11:58: Wir sind stark im Bewerbungsprozess involviert, alle Ausbilder.

00:12:03: Und wenn dann der Bewerbungsprozess abgeschlossen ist, bin ich entsprechend für die Azubis, die ich mit eingestellt habe, auch verantwortlich.

00:12:09: Also wenn es da irgendwelche Probleme gibt, dann muss ich da auch den Kopf einhalten.

00:12:13: Während der Ausbildung selber, bin ich dann für die Planung des Ablaufs zuständig, gucke auch unter anderem, dass die Azubis auch mal in andere Abteilungen kommen.

00:12:21: Wir haben zum Beispiel bei uns eine Low-Code-No-Code-Abteilung, wir haben eine UXUI-Abteilung, wir haben Projektmanagement, dass die Azubis auch mal Abseits von der reinen Softwareentwicklung verschiedene Bereiche sehen.

00:12:33: In Sachen Hauptaufgaben, die nicht organisatorischer Natur sind, bild ich die Azubis natürlich in Sachen Software-Architektur und Programmieren aus.

00:12:41: Da fallen unter anderem Sachen wie Tooling, das Design von Systemen, Algorithmen und Datenstrukturen und verschiedene Programmiersprachen mit rein.

00:12:49: Und natürlich so IRK-Klassiker wie UML und Struktogramme.

00:12:54: Sehr schön.

00:12:56: Genau, jetzt hast du erwähnt, dass du bei einigen Sachen, die die Auszubildenden während der Berufsschule lernen, unterstützt.

00:13:02: Also UML-Diagramme, Software-Architektur, Algorithmen und Datenstrukturen hat auch einiges bei mir vom Studium geklingelt.

00:13:08: Wie viel... gibst du den Auszubildenden noch mit oder unterstützt du bei Dingen, die die in der Berufsschule schon haben?

00:13:15: Bei den Themen des Berufsschulunterrichts bin ich natürlich auch immer als Ansprechpartner da.

00:13:21: Wir haben ja bei uns den Blockunterricht.

00:13:23: Ja.

00:13:24: Das heißt, die Azubis wären mehrere Wochen in der Berufsschule und sind dann mehrere Wochen wieder bei uns im Betrieb, dann wieder mehrere Wochen Berufsschule, immer im Wechsel.

00:13:33: Und falls es bei den Berufsschulthemen Probleme gibt, haben wir einen entsprechenden Teams-Channel, wo dann entsprechend mir immer wieder Fragen entgegengeworfen werden können, bei denen ich dann entsprechend unterstütze.

00:13:44: Okay, also in erster Linie wird versucht, über den Teams-Channel untereinander zu helfen, wenn das nicht klappt, unterstützt du?

00:13:51: Genau.

00:13:52: Azubis und wenn die sich untereinander helfen, hat es natürlich mehr Lernerfolg, weil, wie ich ganz am Anfang schon mal erwähnt hatte, etwas zu erklären ist, die beste Option ist zu verstehen, dementsprechend, falls Azubis sich untereinander Dinge erklären können.

00:14:06: ist es eigentlich das Beste für den Lernerfolg, was man haben kann.

00:14:10: Ansonsten, wenn das nicht funktioniert, in zweiter Instanz, kann dann auf mich zurückgefallen werden.

00:14:15: Oder wenn es teilweise Themen sind, die halt wirklich von weit weg kommen.

00:14:20: Ein Azubi ist gerade in seinem Home Lab irgendetwas am Rum testen.

00:14:25: Und dann kann natürlich auch gerne auf mich zugekommen werden.

00:14:27: Ich bin immer sehr froh, wenn Azubis irgendwie auch außerhalb der Arbeit sich dafür interessieren.

00:14:34: Das ist wieder dieser Punkt vom Interesse.

00:14:36: Wenn du privat noch Projekte hast und dann mit deinem Privatprojekt mit irgendwelchen Problemen auf mich zukommst, das finde ich super.

00:14:43: Und von all diesen Tätigkeiten, die du jetzt beschrieben hast als Ausbilder, welche davon macht dir am meisten Spaß?

00:14:49: Und vor allen Dingen, das würde mich auch nochmal interessieren, gibt es einen Moment in den letzten drei Jahren, den du Ausbilder warst, auf den du besonders stolz bist?

00:14:59: Ich denke, der Bereich, der mir am meisten Spaß macht, ist wirklich das Erklären.

00:15:04: Und das geht auch direkt so ein bisschen über auf das, wo ich am meisten stolz bin.

00:15:08: Es ist jetzt kein konkreter Moment, sondern viele kleine Momente, wo Azubis zu mir kam, hey, kannst du das vielleicht mal erklären?

00:15:18: Oder ich hab das noch nicht so ganz verstanden.

00:15:20: Und dann hockt man sich hin, teilweise am Whiteboard, ist da am Anmalen, alles.

00:15:24: Und dann siehst du irgendwo den Moment, wo es dann beim Azubi Klick macht, und der ist verstanden hat.

00:15:30: Darauf bin ich besonders stolz auf diese kleinen ... Der Zubis hat es verstanden und du merkst, er hat es verstanden und er kann es danach auch anwenden.

00:15:38: Das ist darauf bin ich besonders stolz.

00:15:40: Sehr schön und jetzt haben wir hier natürlich auch einen Auszubildenden sitzen und da gebe ich mal an Tim ab.

00:15:50: Was ist denn ein Moment, auf den du besonders stolz bist?

00:15:54: Ich denke, als man dann zum ersten Mal schon nicht nur die internen Sachen gemacht hat und da Aufgaben bekommen hat, sondern auch mal öfter mit zum Kunden rausgefahren ist, verschiedene Projekte gemacht hat und dort auch etwas geleistet hat, was dann als Rückmeldung kam, dass es super funktioniert hat und man produktiv wirklich dann gesehen hat, was man am Ende vom Tag gemacht hat und der Kunde dementsprechend auch stolz darauf war bzw.

00:16:23: zufrieden mit dem Ergebnis war.

00:16:25: Also, dass du siehst, dass deine Leistung anerkannt wird und vor allen Dingen sogar Nutzen bei einem Kunden findet.

00:16:33: Genau, ja.

00:16:33: Es ist ja eine Ausbildung, so dass man am Anfang immer erst mal mit den Basics anfängt, bis man dann halt beim Kunde vollständig am arbeiten ist.

00:16:41: Es ist ja dann nach der Ausbildung selbst dann ja noch ein Weg, dass man da allein unterwegs ist.

00:16:46: Aber so die ersten Momente, wo das halt auch schon in der Ausbildung geklappt hat, das war eigentlich schon was recht Gutes.

00:16:53: Springen wir vielleicht mal ganz vor zum Beginn deiner Ausbildung.

00:16:59: Wie?

00:17:00: kamst du zu SVA und vor allen Dingen was war deine Motivation für diese Ausbildung und auch bei der SVA?

00:17:06: Ich kam zu SVA eigentlich recht durch einen Zufall.

00:17:09: Ich habe vorher von der SVA eigentlich nie wirklich was gehört, weil es SVA an sich ja ein Business-to-Businessystem aus ist und deswegen als Privatperson man wirklich gar keinen Bezug dazu kriegt.

00:17:22: Ich habe dann über verschiedene Jobportale nach einer Ausbildung gesucht, weil ich mich auch schon immer eigentlich für IT interessiert hatte und genau halt eigentlich für Systemintegrationen.

00:17:32: da programmieren jetzt nicht so meine Leidenschaft bisher ist und ich so ein bisschen nebenbei immer mitgemacht habe, aber deswegen kam ich dann auf die Ausbildung von der SVA und nach dem ersten Recherche zu der Firma bzw.

00:17:47: auch beim ersten Kennenlernen durch meine Vorgesetzte und meinen Ausbildern.

00:17:51: war ich eigentlich rechts zufrieden und positiv gestimmt, dass das eigentlich der richtige Weg ist und bin auch heute immer noch der Meinung, dass das super dann so gelaufen ist.

00:18:00: Sehr schön.

00:18:01: Und für dich vielleicht auch nochmal die Frage jetzt so aus deiner Perspektive.

00:18:05: Wiefern ergänzen sich denn Arbeit- und Berufsschule?

00:18:09: An sich ist es halt schon ein Unterschied her.

00:18:13: Also vor allem als Berufsschule deckt halt viele IHK-Sachen, ab die in der Prüfung lang verlangt werden.

00:18:19: Auch das Projekt, da bereitet die Berufsschule schon die erste Wege, weil man schon in der Schule erste Projektdokus schreibt, die halt auch dann später bei dem Abschussprojekt für die ERK benötigt werden.

00:18:29: Da lernt man dann schon ein bisschen, wie das in die richtige Richtung gehen sollte.

00:18:34: In Gruppenarbeit ist es meistens in der Schule, bis man dann hier beim Abschussprojekt ist, ist man dann auf die Einzelarbeit gestellt.

00:18:41: Aber in der Firma lernt man halt viel mehr... tiefere Themen, also auch zum Beispiel kann man sich da spezifizieren, auf wenn man in Storage mehr reingucken will oder ins Netzwerk oder in andere Abteilungen, das kriegt man halt in der Berufsschule gar nicht mit, weil die Lehrer halt ihre fachlichen Themen, die sie halt machen, meistens halt auf das Themenfach beschränken.

00:19:03: und hier kann man halt durch den Einblick in die verschiedenen Praxisteams halt viel mehr davon mitnehmen.

00:19:09: Und wie schaffst du den Übergang von Arbeit und Berufsschule?

00:19:13: ich meine ich gehe davon aus was ein Blockmodell das heißt du bist immer mal eine gewisse Zeit in der Berufsschule immer mal eine gewisse Zeit dann hier in der Firma.

00:19:22: Wie schaffst du einen Übergang?

00:19:24: und vor allen Dingen wie klappt das dann mit der Zusammenarbeit im Team.

00:19:28: Also ich finde das dieses Blockmodell an sich finde ich wirklich sehr gut einig.

00:19:32: es wird nämlich auch schon am Anfang vom Schuljahr immer bekannt gegeben für das ganze Jahr.

00:19:36: deswegen hat es.

00:19:38: Einmal halt den Vorteil, dass die Firma halt gucken kann, die jetzt Wochen dazwischen, dass da auch wir ein kleines Blockmodell in der Ausbildung reinbringen.

00:19:47: Also ich habe dann meistens immer zwischen dem Bruchschulblock immer andere Abteilungen, die ich drin bin.

00:19:53: Das heißt, mit so einem Kart von einem Bruchschulblock kommt auch gleichzeitig danach deine neue Abteilung, die ich hier in der SVA besuche.

00:20:01: Und dadurch ist es halt gar nicht so schwer, weil alle laufenden Projekte bis zu dem Bohrschubblock beendet sind eigentlich und das klar kommuniziert ist, auch die Abteilung Bescheid wissen, dass wir nur bis zu diesem Tag da sind und dann funktioniert das eigentlich auch sehr gut.

00:20:17: Sehr schön.

00:20:18: Jetzt haben wir schon viel über den Übergang von der Berufsschule zum Unternehmen geredet.

00:20:22: Wie sieht denn eigentlich so dein Alltag in der Berufsschule aus?

00:20:26: Und im Unternehmen machst du ja Projekte, kannst du da vielleicht mal auf dein Alltag eingehen?

00:20:33: Klar.

00:20:34: Also die Berufsschule, die beginnt bei uns eigentlich immer so um halb acht und geht dann bis irgendwann nachmittags, kommt auf den Tag an bis vierzehn Uhr.

00:20:43: Danach, wenn irgendwas ansteht, was die Firma wichtig ist, ist man natürlich auch noch erreichbar über Teams oder über Mails, falls da irgendwas ansteht.

00:20:50: Aber im Regelfall haben wir in der Berufsschulezeit nur, sind wir freigestellt komplett für die Berufsschule, dass wir da komplett lernen könnten, wenn Klasuren ansteht etc.

00:21:00: Ansonsten, mein Arbeitsalltag in der Firma sieht halt so aus, dass ich immer in verschiedenen Abteilungen, wie gesagt, bin.

00:21:08: Aber da kommt es auch auf die Abteilungen, wo ich bin.

00:21:10: Wir sind zum Beispiel im ZIT, unsere Interen IT.

00:21:14: Haben wir unseren Einstieg damals gehabt zur Ausbildung.

00:21:16: Da haben wir jetzt viele Sachen, die wir halt vor Ort erledigen.

00:21:21: Heißt, wenn Mitarbeiter Probleme haben mit ihren Monitoren, mit ihren Laptops.

00:21:26: Da sind wir vor Ort und können da unterstützen hier in Wiesbaden.

00:21:30: Es gibt zum Beispiel ein Assembly, dass wir da verschiedene Server zusammenbauen, wenn da Aufträge reinkommen und die vorbereiten für unsere Projekt-SEs und auch noch im Operational Service, im Ops.

00:21:41: Da sind wir auch unterwegs und gucken da den Leuten mal ein bisschen über die Schulter, auf Kundenumgebungen, wie die Abläufe so sind und lernen da auch, wie die Mitarbeiter dann schon arbeiten und haben da tiefe Einblicke dran.

00:21:55: Du hast gerade eben schon ein kurzes Thema Klausuren angesprochen.

00:21:58: Wie sieht denn deine typische Prüfungsphase aus und wie gehst du mit dem einhergehenden Stress um?

00:22:06: Ich würde da gerade mal unterscheiden zwischen einmal den Klausuren, die wir in der Buchschul schreiben und einmal den IHK Prüfung.

00:22:12: Ich finde die Buchschulklausuren, das ist halt meistens so immer am Ende von einem Blog, werden die Themen dann abgearbeitet in den Klausuren.

00:22:19: und da ist es eigentlich recht von Vorteil, wenn man eigentlich ein bisschen Unterricht mitmacht, dann hat man den Stoff ja schon die ganze Zeit mitgemacht.

00:22:26: Da schickt es dann, wenn man sich mit dem Lehrer vorher nochmal vielleicht eine Stunde zusammensetzt, wenn er es anbietet, die Themen wiederholt und das dann selber einfach nochmal nachmittags durchgeht.

00:22:35: Ansonsten bei die ERK Prüfung, da sieht das schon ein bisschen anders aus, da fange ich immer ein bisschen früher an mit dem Lernen.

00:22:43: Aber auch hier durch die Firma habe ich da Unterstützung bekommen, da wir zum Beispiel einen Prüfungsvorbereitungskurs bekommen haben, der ging über mehrere Wochen.

00:22:50: Also insgesamt waren es dann acht Tage, aber halt an verschiedenen Wochen aufgeteilt.

00:22:57: Und das hat eigentlich eine sehr gute Vorbereitung gemacht für die Prüfung.

00:23:02: Und so konnte man sich eigentlich optimal auf die IHK-Prüfung vorbereiten und hatte auch immer die Unterstützung in der Firma bekommen, dass man sich während der Arbeit auch mit Leuten Themen nochmal wiederholen kann, die einen das nahe bringen.

00:23:15: Vielleicht kurz für jemanden, den noch nie was von der Ausbildung gehört hat.

00:23:19: Wie funktioniert das Modell zwischen Berufsschulprüfung und IHK-Prüfung?

00:23:23: Also wie sind die vom Ablauf?

00:23:25: Wann hast du die Berufsschulprüfung, wann hast du die IHK-Prüfung?

00:23:28: Also die Berufsschulprüfung sind eigentlich immer während dem Berufsschulblock stehen die an und die ERK Prüfung gibt es einmal die Zwischenprüfung.

00:23:35: Die zählt zwanzig Prozent von der Auswahl und die ist nach ungefähr anderthalb Jahren ist die und dann hat man die Abschlussprüfung.

00:23:42: Das sind dann drei verschiedene Prüfungen aber in einem Tag.

00:23:46: die dann entweder nach am Ende von einer dreijährigen Ausbildung sind oder wenn man halt verkürzt auf nach zweieinhalb Jahren stattfindet.

00:23:53: Und am Ende gibt es dann halt noch einmal eine Präsentationsprüfung, wo man halt sein Projekt, was man für die Abschlussprüfung vorbereitet hat, dann dem Gremium präsentiert und darüber dann Fragen beantwortet.

00:24:05: Jetzt bist du ja am Ende deiner Ausbildung und da würde mich jetzt nochmal interessieren, was fandest du jetzt so rückblickend am schwierigsten?

00:24:14: Und was hat dir geholfen, das zu überwältigen?

00:24:18: Am schwierigsten würde ich jetzt eigentlich... sagen schon die Abschussprüfung an sich, weil sie am wichtigsten eigentlich ist dafür, dass man die Ausbildung abgeschlossen hat.

00:24:27: Ansonsten hat man hier von der Firma von Tag eins haben wir eigentlich nur Leute begegnet, die mir eigentlich immer unterstützen wollten und die haben mich dann auch unter anderem bei der Abschussprüfung unterstützt, ein Projekt zu finden, kann ich mir vorstellen, dass es für manche Azubis da draußen schon immer so ein kleine Kniff ist, das Richtige zu finden.

00:24:46: Da gibt es aber auch verschiedene Seiten im Internet, die das aufgreifen und Themenideen geben.

00:24:53: Hier in der Firma wurde ich aber auch schon bei dem Abschussprojekt bei der Findungsphase schon unterstützt und hatte da verschiedene Optionen, die ich eingehen konnte.

00:25:00: Deswegen war ich da schon sehr froh, dass ich da nicht komplett allein gelassen wurde.

00:25:04: Ich glaube, dass manche Azubis ein bisschen schwieriger dann, wenn der Betrieb da nicht so ganz unterstützt.

00:25:10: Aber da haben die Leute und die Kollegen mir ja schon sehr geholfen.

00:25:13: Sehr schön.

00:25:14: Jetzt bist du ja schon auf die Unterstützung von Firma zu Azubi eingegangen.

00:25:18: Wie sieht für dich oder was macht für dich ein gutes Verhältnis zwischen Azubi und Ausbilder aus?

00:25:24: und Florian, inwieweit kannst du das bestätigen oder ergänzen?

00:25:28: Also für mich ist das wirklich eine sehr wichtige Sache, ist eigentlich die Kommunikation, dass die bei zwischen Ausbilder und Azubi schon Gut sein sollte, also man sollte nicht nur jetzt in alle paar Tage mal Zugriff auf seinen Ausbilder haben, sondern dass wieder Florian eben schon angesprochen hat, ein offenes Ohr immer da ist, man auch über Teams mal kurz sich melden kann und immer bei Fragen und Problemen einen direkten, fachlichen Ansprechpartner hat.

00:25:52: Das ist eigentlich somit das Wichtigste und das Beste, was man haben kann für der Ausbildung, finde ich.

00:25:57: Florian, wie siehst du das?

00:25:59: Ja, ich stimme da vollkommen zu.

00:26:00: Kommunikation ist hier wirklich das A und O und vor allem auch sich melden, wenn man Probleme hat.

00:26:07: Das passiert leider auch häufiger, dass man, vor allem neun dazu, wie es erst mal so ein bisschen eindrechter muss.

00:26:12: Du darfst ruhig nachfragen.

00:26:13: Es ist vollkommen okay, du bist hier für die Ausbildung.

00:26:17: Wir gehen nicht davon aus, dass du jedes Problem alleine direkt lösen kannst.

00:26:21: Deswegen hock ich ja schräg gegenüber, dass du mich einfach gerade mal kurz über dich fragen kannst, hey, ich hab hier das Problem, wie sieht's aus?

00:26:28: Ja, das ist ja der Hauptsinn der Ausbildung.

00:26:32: Dabei find ich's dann natürlich auch wichtig von meiner Seite her.

00:26:36: dass ich nicht einfach die Lösung dann vorsage, weil damit ist ja der deren Erfolg dann entsprechend nicht da.

00:26:41: Das heißt, als Azubi muss man dann auch mal mit ein paar in Anführungsstrichen dummen Fragen von mir leben, wo ich versuche, den Azubi durch diese dummen Fragen auf eine bestimmte Lösungsweg zu pushen.

00:26:55: Aber wenn ich dann nach scheinbar offensichtlichen Dingen frage, kann das auch teilweise etwas komisch wirken.

00:27:03: Aber es hat alles seinen Sinn.

00:27:07: Das finde ich ein wichtiger Punkt, dass man auch bei Problemen auf den Aufsbilder zugeht.

00:27:12: Und da sagt er, ich brauche Hilfe oder ich habe vielleicht ein bisschen verkackt.

00:27:15: Ich denke auch, dass der Punkt Kommunikation jetzt unabhängig schon Informatik oder Mindberufen einfach wichtig ist in der Ausbildung und auch wahrscheinlich im Berufsleben generell.

00:27:26: Deshalb möchte ich auch nochmal jeden dazu motivieren.

00:27:30: Kommunikation ist wichtig.

00:27:33: und spreche mit eurem Ausbilder, mit dem Prof etc.

00:27:36: je nachdem, was für euch relevant ist.

00:27:39: Jetzt hast du ja schon gesagt, du möchtest mit den Rückfragen, den Auszubildenden in die Richtung nudgen, dass er selbst zur Lösung des Problems kommt.

00:27:49: Wie unterstützt man dann Azubi am besten?

00:27:51: Weil ich hatte zum Beispiel selbst das Problem beim Mint EC Workshop, den ich betreut habe.

00:27:56: Da möchte man ja die Leute in die Richtung leiten, dass sie selbst das Problem lösen oder zumindest Wissen, woranz gelegen hat und nicht einfach die Lösung hinlegen.

00:28:04: und ja, so funktioniert es.

00:28:06: Was dabei sehr viel hilft, ist so ein bisschen unterstütztes Rubber Duck Debugging.

00:28:13: Ich weiß nicht, ob Rubber Duck hier ein Begriff ist.

00:28:16: Okay,

00:28:16: dann werde ich den kurz mal erklären.

00:28:19: Es gibt als Programmierer dieses Konzept von Rubber Duck Debugging.

00:28:24: Das ist, man hat eine kleine Quietscheente bei sich am Tisch sitzen.

00:28:29: Muss nicht unbedingt eine Quite Ente sein, es kann auch die Hauskatze sein, die gerade zum falschen Zeitpunkt vorbei gelatscht kam.

00:28:34: Und man erklärt dieser Quite Ente seinen Problem und was für Lösungsschritte man gerade sozusagen durchgegangen ist.

00:28:41: Einfach nur, dadurch, dass man das Problemen vokalisieren muss und die Schritte durch erklären muss, da fallen einem selbst dann öfter schon mal die Probleme in der momentanen Lösung auf.

00:28:53: Und was ich mit unterstützten, Rubber Duck, die Bugging, meine, Ich lass mir von mal zu bieten auch gerne erklären, was hast du versucht?

00:29:01: Kannst du hier noch mal ein bisschen drauf eingehen?

00:29:03: Ach ja, und was ist, wenn wir das hier machen?

00:29:05: So eine Art.

00:29:06: Und, hm, bei der Zahl, was passiert denn, wenn die negativ wird?

00:29:10: Und so Dinge.

00:29:12: Einfach so ein bisschen an so ein, zwei Stellen, wo man so sagt, hm, Moment, dass man da noch mal so ein bisschen nachpiegst und dann, oh ja, stimmt, wenn das negativ wird, dann funktioniert das nicht mehr.

00:29:25: wieder auf dem richtigen Weg.

00:29:28: Also Randfälle hervorheben.

00:29:30: Genau, es sind sehr häufig Randfälle, wo das Problem liegt und da mal ein bisschen rein pieksen.

00:29:36: Und manchmal ist es auch einfach nur über das Problem selbst sprechen.

00:29:40: Manchmal ist die Problemstellung, wo da einfach ein bisschen von der falschen Art und Weise betrachtet.

00:29:47: Und da kann man dann auch schon mal so ein bisschen in die richtige Richtung pushen, dass der Azubis da zu dem entsprechenden Ergebnis kommt.

00:29:54: Tim, in Fällen, wo du Unterstützung gebraucht hast, wie bist du da vorgegangen und wie hast du dir von deinem Ausbilder helfen lassen?

00:30:02: Natürlich, wie Florian gesagt hat, muss man schon als ersten Schritt mal selber versuchen, es rauszufinden.

00:30:08: Und ein Vorteil war es natürlich auch immer, dass wir zu zweit in der Ausbildung unterwegs sind, dass wir dann zu zweit halt das Problem gucken konnten, woran es liegt und ob wir da vielleicht einfach was dazu finden.

00:30:18: Ansonsten haben wir auch natürlich hier sehr viele Kollegen, die vielleicht was Ähnliches haben.

00:30:22: Ich kenne hier auch sehr viele Leute, die auch in der Ausbildung hier schon gemacht haben, also nicht bei der Firma direkt, aber generell, die einen dann wissen, wie das ist, wenn man dazu immer was herausfinden muss, was man nicht weiß, die uns natürlich dann genauso nicht einfach die Lösung hingeschmissen haben, sondern auch, wenn wir das gewollt haben, auch immer Zeit, sich genommen haben, eine Erklärung dazu zu liefern und uns das zu erklären, wie es denn wirklich gemacht werden sollte und warum das Ganze so ist.

00:30:52: Deswegen hat das auch wirklich sehr viel geholfen von den Kollegen, die da unterstützt haben.

00:30:57: Und ansonsten natürlich, wenn die Aufgabe von unserem Ausbilder kam, konnten wir auch jederzeit zu ihm gehen und er hat uns das Ganze auch immer sich Zeit genommen, eine Tafel ausgepackt und das Ganze mal uns vorgeführt mit einem Whiteboard, warum und weshalb.

00:31:13: Wenn wir jetzt nochmal das Zusammenfassen, das heute gesagt wurde, gibt es eine Sache, die ihr in der Ausbildung verändern wollen würdet?

00:31:23: Ja, also mir fallen da spontan direkt ein paar Punkte ein.

00:31:27: Zum einen gibt da diese Trennung zwischen Ausbildung und Studium und irgendwie die Ausbildung wird da so gern als hat nicht zum Studium gereicht gesehen, was ich irgendwie sehr, sehr schade finde, weil von vielen Kollegen, mit denen ich jetzt über die Jahre zusammengearbeitet hatte, ich war jetzt auch schon in ein paar Firmen unterwegs, die die vom Studium kamen, waren nicht unbedingt besser als die, die von der Ausbildung kamen.

00:31:51: Teilweise waren die sogar signifikant schlechter, weil sie halt nur diesen Unicode und dieses Wir programmieren in der Uni eine bestimmte Datenstruktur gelernt haben und nicht halt in Teilweise recht eklig in Kundenprojekten unterwegs waren.

00:32:05: Und da hat man natürlich ganz andere Erfahrungen, die man da während der Ausbildung machen kann.

00:32:11: Und um ein Thema, was wir vorhin schon mal hatten, aufzugreifen, im Sachen Berufsschule, als nächsten Punkt würde ich da auch die Berufsschule so ein bisschen als könnte man verbessern, ansehen oder vor allem, dass die Zusammenarbeit mit der Berufsschule.

00:32:25: Es ist in vielen Fällen so, Wir bekommen nur durch unsere Azubis mit, was denn jetzt genau in der Berufsschule geplant ist.

00:32:33: Und dementsprechend macht es auch das Ganze sehr schwer, im Vorhinein so ein bisschen abzustimmen, was bringen wir als Betrieb bei, was bringt die Berufsschule bei und da so ein bisschen die Balance zu finden.

00:32:45: Wobei man hier auch sagen muss, es ist nicht nur die Schuld der Berufsschule.

00:32:49: Ich versuche ja, so weit es geht, mit der Berufsschule Kontakt zu halten.

00:32:52: Man wird hier als Ausbilder öfter mal eingeladen, das versuche ich immer wieder.

00:32:56: wahrzunehmen.

00:32:58: Und da kommt man natürlich auch mit den Lehrern ins Gespräch.

00:33:00: Und in vielen Sachen ist da auch von oben von Ministerium, Gesetzgebung etc.

00:33:06: Der Lehrplan nicht unbedingt gut aufgestellt und die Schulen versuchen ihr Bestes, sind aber natürlich durch diesen Lehrplan eingeschränkt.

00:33:14: und das sorgt dann halt manchmal dafür, dass zum Beispiel die Programmierer, also die Anwendungsentwickler, im ersten Lehrjahr noch irgendwie sehr halbherzig zum Beispiel Java-Programmierung mit reingequetscht bekommen und dafür eigentlich keine Zeit haben, die Sachen nicht richtig kontrolliert werden, was wir als Betrieb eigentlich auch übernehmen konnten, die entsprechenden Programmierkenntnisse.

00:33:36: Das ist bei uns im ersten Lehrjahr eigentlich Hauptaufgabe, wenn man so will, für mich, denen das beizubringen und sich dann herausstellt, ja, wir haben es ins erste Lehrjahr in die Berufsschule mit reingepackt.

00:33:47: weil aus irgendwelchen Gründen sieht der Lehrplan, dass die Anwendungsentwickler erst im dritten Lehrjahr vor, wo sowohl die Berufsschule als auch meine Wenigkeit sich gedacht haben.

00:33:56: Irgendwie ist es ja schon sehr komisch, dass man den Programmierern erst im dritten Lehrjahr zeigt, wie man programmiert.

00:34:04: Da ist halt so dieser Part, ja, bisschen miteinander sprechen und so Probleme dann irgendwie versuchen, zusammenzulösen anstelle, dass da die Berufsschule versucht, irgendwas rein zu quetschen, wie uns als Ausbilder denken, okay, wieso ... Wieso kommt der Azubi zu mir und sagt, ja, wir haben Java-Programmierung gemacht.

00:34:21: Ich habe eine Note, die kann ich komplett nicht nachvollziehen.

00:34:24: Und es hat auch gefühlt keiner kontrolliert und du musst dann zur Berufsschule gehen.

00:34:27: Ey, was ist hier überhaupt vorgefallen?

00:34:29: Dann stellt sich heraus, ja, okay, deswegen ist das passiert.

00:34:35: Genau, aber da wird von beiden Seiten entsprechend was notwendig sein.

00:34:39: Vielen Dank an euch beide, dass wir diese Folge heute aufgenommen haben.

00:34:42: Es hat mir sehr große Spaß gemacht.

00:34:44: Danke auch von mir.

00:34:45: Es war eine sehr gute Folge.

00:34:47: Und wenn ihr als Zuhörende jetzt Lust bekommen habt auf die Ausbildung oder ein Studium bei der SVA, am siebten März gibt es einen Schülerinformationstag in unserer Location in Köln.

00:35:02: Weitere Informationen dazu findet ihr in der Beschreibung des Podcasts.

00:35:08: Das war Spotlight on After School, eurem Podcast für echte Einblicke in Studium, Ausbildung und Beruf.

00:35:13: Ob in der Bib, im Bus oder beim Prokrastinieren, schön, dass ihr dabei wart.

00:35:17: Lasst uns gerne euer Feedback in den Kommentaren da oder schreibt uns eine Mail an podcast.sfa.de.

00:35:22: Abonniert den Podcast um die nächste Folge nicht zu verpassen und teilt ihn gerne.

00:35:25: Wir hören uns nächsten Monat, bis dahin, macht's gut!

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